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    Idar-Oberstein

    Idar-Obersteiner Bücherei wird Ort der Begegnung

    Mit dem geplanten Umzug der Stadtbücherei in das neu entstehende Bildungs- und Begegnungszentrum in der Hauptstraße 373a wird auch eine Neukonzeption des entsprechenden Angebotes im Hinblick auf die weitere Ausrichtung erforderlich. Fest steht: Flott, modern, zeitgemäß und am Bedarf orientiert, soll sich die Einrichtung schon bald präsentieren. Ein Konzept lieferte jüngst Bücherei-Leiterin Sandra Ley im Rahmen einer Stadtratssitzung. Es soll der Stadtbücherei als Arbeits- und Auftragsgrundlage bis zum Jahr 2022 dienen. Das Votum erfolgte einstimmig.

    Bücherei-Leiterin Sandra Ley freut sich auf die neuen Räume, die mehr Möglichkeiten auch mit Blick auf Kinder liefern.  Foto: Hosser (Archiv)
    Bücherei-Leiterin Sandra Ley freut sich auf die neuen Räume, die mehr Möglichkeiten auch mit Blick auf Kinder liefern.
    Foto: Hosser (Archiv)

    Sandra Ley blickt zurück: „Die Reaktionen auf den Vortrag waren durchweg positiv. Inwieweit die im Stadtrat angesprochenen Akteure schon für uns geworben haben, ist mir nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass das eher zur Zeit des Umzugs und Neueröffnung in Gang kommt.“ Momentan planen das städtische Gebäudemanagement und das Bücherei-Team die Gestaltung des Innenbereichs der Bücherei. Es muss berechnet werden, wie viele Regale und anderes Mobiliar benötigt werden, um die Medien unterbringen zu können. Außerdem ist zu eruieren, welche anderen Ausstattungsgegenstände gebraucht werden, um die künftig gewünschten Funktionen erfüllen zu können. „Vor dem Umzug werden wir noch in größerem Umfang ältere Medien und solche, die nicht mehr entliehen werden, aussondern, damit wir mit nicht zu vielen, dafür recht aktuellen Materialienumziehen können“, berichtet Ley.

    Mehr Platz zur Verfügung

    Es gebe auch Überlegungen, einem neuen Trend folgend, den Sachbuchbestand anders zu präsentieren: weg von der bisherigen allgemeinen Systematik für Bibliotheken mit für den Leser oft schwer verständlichen Signaturschildern aus Buchstaben-Zahlen-Kombinationen hin zu einer Aufstellung in sogenannten Lesewelten mit Signaturschildern in Klarschrift. „Am meisten freuen wir uns, dass wir an zentralerer Stelle untergebracht sind. Die Wahrnehmung wird dann hoffentlich eine andere sein: Es gibt die Chance auf Laufkundschaft. Bisher findet uns ja nur der, der uns auch konkret sucht. Außerdem sind wir sehr froh, dass wir mehr Platz haben, um besonders die Aufenthaltsqualität zu verbessern.“ Das Ziel sei, dass die Benutzer nicht nur ihre Bücher zurückgeben, etwas Neues ausleihen und sofort wieder gehen. Die Aufenthaltsdauer soll sich verlängern. Dazu sollen die Besucher bequeme Sitzmöglichkeiten, Arbeitsplätze für Einzel- und Kleingruppenarbeit finden, ein einladendes Lesecafé, wo man die Tageszeitung und verschiedene Zeitschriften lesen oder sich mit anderen treffen kann: „Es soll ein Ort entstehen, wo man sich ohne Konsum- oder Legitimationszwang aufhalten kann.“

    Die genannten Punkte verändern die Arbeit. Selbstverständlich wird die Ausleihe von Medien immer noch ein wichtiger Faktor sein, es kommen aber andere hinzu: „Seit Jahren arbeiten wir in der Leseförderung mit Schulen zusammen, veranstalten Autorenlesungen. Durch die räumliche Enge ist das aber nicht immer ganz einfach. In den neuen Räumen hoffen wir, dass Kooperationen erleichtert werden. Einige mögliche, interessierte Kooperationspartner haben sich bereits bei uns gemeldet. Unser Wunsch wäre, auch Angebote im Bereich Familie mit Kleinkind machen zu können: Das heißt nicht nur Medien für diese Zielgruppe anzubieten, sondern auch regelmäßige Veranstaltungen zur Sprachbildung und Sprachförderung bieten zu können oder für Senioren Angebote zu liefern. Hier sind wir nach allen Seiten offen, brauchen aber natürlich Unterstützung durch entsprechend qualifizierte Akteure.“

    Die Aktion „Lesesommer“ geht am 18. August zu Ende: Kinder und Jugendlichen haben wieder fleißig gelesen. Angemeldet sind 159 Teilnehmer. Sie sollten im Aktionszeitraum mindestens drei der neu angeschafften Lesesommerbücher lesen und bewerten. Bei der Rückgabe wurde mit den Kindern ein kleines Interview zu den Büchern geführt. Am 1. September steigt in der Göttenbachaula die große Abschlussparty mit Übergabe der Teilnahmeurkunden durch OB Frank Frühauf und großer Tombola: „Natürlich haben es auch die Erwachsenen genossen, während des Urlaubs Zeit zum Lesen zu haben. Viele, die verreisen, nutzen die Onleihe, damit der Koffer nicht zu schwer wird.“

    Lesetipps für den Herbst

    Diejenigen, die sich im Sommer eher Outdoor-Aktivitäten widmen, freuen sich jetzt auf die Neuerscheinungen im Spätsommer und Herbst, wenn sie die Abende wieder öfter mit Lesen verbringen. Und da hat Ley einige Tipps: Nach langer Zeit erscheint der zweite Roman der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy, die für ihren internationalen Bestseller „Der Gott der kleinen Dinge“ mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde. Ihr neues Buch heißt „Das Ministerium des äußersten Glücks“ und spielt in Neu Delhi. Krimileser können auf den neuen Roman von Elisabeth Herrmann, „Stimme der Toten“, gespannt sein. Die mehrfach ausgezeichnete deutsche Schriftstellerin erzählt nach „Zeugin der Toten“ erneut von der Tatortreinigerin Judith Kepler. Kai Meyer präsentiert mit „Die Spur der Bücher“ einen magischen Detektivroman, der sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspricht.

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

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