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    Birkenfeld

    Geschenktüten für die Flüchtlingskinder

    In Birkenfeld wurden gestern Nachmittag kleine Geschenkpäckchen mit Spielzeug und Süßigkeiten gepackt. Die Mitglieder der Facebook-Gruppe "Birkenfeld hilft" wollen damit Flüchtlingskinder überraschen und willkommen heißen. Täglich muss damit gerechnet werden, dass Asylsuchende in der Heinrich-Hertz-Kaserne untergebracht werden.

    Gestern Nachmittag wurden die Tüten für die Flüchtlingskinder gepackt. Sandra Quinton-Alt (von links), Katharina Thomé, Andy Bladt und Andreas Theis aus der Facebook-Gruppe "Birkenfeld hilft" hatten einiges zu tun.
    Gestern Nachmittag wurden die Tüten für die Flüchtlingskinder gepackt. Sandra Quinton-Alt (von links), Katharina Thomé, Andy Bladt und Andreas Theis aus der Facebook-Gruppe "Birkenfeld hilft" hatten einiges zu tun.
    Foto: privat

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Die Gruppe "Birkenfeld hilft" wurde von Jörg Bruch ins Leben gerufen, um die Unterstützung, die aus Vereinen und anderen Organisationen in Birkenfeld und Umgebung kommt, zu bündeln und die angebotene Hilfe besser koordinieren zu können. Vertreten sind dort neben dem Stadtbeigeordneten Bruch Personen wie Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski, Susanne Morsch (Stefan-Morsch-Stiftung), Dr. Wolfgang Schneider von der Elisabeth-Stiftung, verschiedene Ortsbürgermeister und Angehörige von Feuerwehr, DRK, THW und diverser Sportvereine.

    "Wir in der Gruppe wollen unsere Kräfte bündeln, damit sie bestmöglich weitergegeben werden können", erklärt Katharina Thomé, die die Idee zu der Packaktion hatte. "Wir sind nicht parteigebunden. Das spielt für uns keine übergeordnete Rolle, da wir alle helfen wollen - und das Hand in Hand, über Parteigrenzen hinaus", betont die 28-Jährige, die auch im Sozialausschuss der Stadt aktiv ist.

    Da sie selbst zwei Kinder (acht und fünf Jahre) hat, machte auch sie sich Gedanken um das Thema und vor allem um die Flüchtlingskinder. Das war auch der Grund, warum sie in der Gruppe aktiv wurde und diese Aktion für die Kinder der AfA (Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende) Birkenfeld ins Leben gerufen hat.

    "Wer von uns weiß denn schon, wo die Kinder herkommen, was sie in den vergangenen Wochen und Monaten alles gesehen und erlebt haben?", fragt Katharina Thomé. "Sie kommen in überfüllte Auffangstationen und werden teilweise noch unfreundlich von Passanten empfangen. Irgendwann werden die Kinder mit ihren Familien in Busse verfrachtet und kommen oft erst nach einigen Stunden nachts im Dunkeln in ihrer neuen Unterkunft an", sagt die junge Frau. So viele neue Eindrücke müssten verarbeitet werden, viele Polizisten begegneten ihnen. Natürlich seien die Kinder ängstlich und auch oft verstört, seien müde und hätten vielleicht sogar Hunger.

    "Was beruhigt ein Kind und macht ihm eine Freude?", überlegte Katharina Thomé. "Ein Kuscheltier, an dem es sich festhalten kann, und ein paar Süßigkeiten, das waren mein erster Gedanke", erzählt sie.

    In erster Linie ging es ihr um die Ablenkung der Kinder, einfach damit sie etwas in den Händen halten und sich etwas beschäftigen können. Zusätzlich sollen sie mit einem Lächeln und freundlichem Gesicht begrüßt werden, damit die erste Angst etwas gemildert wird und sie sich ein wenig wohler fühlen. "Den armen Kindern soll einfach mal wieder etwas Schönes widerfahren."

    Am Donnerstag hat Thomé bei einem Gruppentreffen in der Elisabeth-Stiftung den Vorschlag gemacht, kleine Willkommensgeschenke für die Flüchtlingskinder vorzubereiten. Wolfgang Herfurth, ebenfalls Mitglied der Gruppe, hatte zuvor schon viele Spielzeuge und Stofftiere in Eigenregie gesammelt. Mit ihm hat Thomé die Aktion umgesetzt.

    Über Facebook haben beide um Spenden gebeten - am besten einzeln eingepackte Süßigkeiten wie Schokoriegel, Hanuta oder Duplo. Schokolade werde nach Erfahrungsberichten aus anderen Unterkünften bevorzugt. Gummibärchen hingegen seien eher ungeeignet - wegen der darin enthaltenen Gelatine.

    Den ganzen Samstag nahm Thomé die großzügigen Spenden entgegen. Und gestern wurden die Sachen mit Helfern sortiert und in kleine Tüten gefüllt, um sie dann mit Geschenkband an die Stofftiere zu binden. Jedes Kind soll ungefähr das Gleiche bekommen. Für diesen Zweck wurde von Dr. Wolfgang Schneider ein Raum in der Elisabeth-Stiftung zur Verfügung gestellt.

    Die Süßigkeiten wurden überwiegend von Privatpersonen, Ärzten und Birkenfelder Geschäftsleuten gespendet. Die Geschäftsführung des Drogeriemarktes dm in Birkenfeld war bei Verpackungsmaterial, Süßigkeiten und kleinen Spielzeugen sehr großzügig. Die Buchhandlungen Engel und Thiel haben die Gruppe mit Geschenkband versorgt.

    "Wir haben circa 200 Stofftiere für die erste Gruppe Kinder", sagt Thomé. Geplant ist, die Aktion in einer Woche zu wiederholen und für kommende Kinder den Vorrat aufzustocken. Die Mitglieder der Gruppe "Birkenfeld hilft" danken schon jetzt allen Spendern und appellieren, sich in die ausgelegten Zeitspendenlisten einzutragen und den ehrenamtlichen Helfern unter die Arme zu greifen. Denn Hilfe werde nicht nur jetzt am Anfang, sondern auch in den nächsten Monaten und Jahren gebraucht.

    Dies gelte auch für Spenden. Hygieneartikel wie Pampers, Damenbinden, Seife, Shampoo und Duschgel, Einmalrasierer und Rasierschaum sowie Zahnbürsten und Zahnpasta sind Verbrauchsgüter und müssen ständig aufgefüllt werden. Koffer, große Taschen und Kinderwagen werden auch dringend benötigt. Im Moment wird jedoch keine Kleidung mehr angenommen. "Wir haben im Moment genügend, da wir allein etwa 15 Tonnen Überschuss aus Idar-Oberstein bekommen", sagt Katharina Thomé. Wenn wieder etwas benötigt wird, gibt die Gruppe einen Spendenaufruf heraus.

    • Wer sich über die Flüchtlingssituation informieren will, kann heute, Montag, um 19 Uhr die Informationsveranstaltung in der Birkenfelder Sporthalle "Am Berg" über die AfA in der Heinrich-Hertz-Kaserne besuchen.

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