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    10 000 OIE-Holzmasten werden turnusmäßig überprüft

    Schauplatz Nahbollenbach, Nahewiesen: Tayyar Yildiz schlägt mit einem Hammer gegen einen Holzmast der OIE, an dem eine 20 000-Mittelspannungsleitung hängt. Er ist nicht zufrieden mit dem Klang. „Da wurden schon 2004 leichte Spechtschäden festgestellt“, sagt er. „Das Loch da oben ist größer geworden. Jetzt ist er fällig.“ Er holt seinen Kleincomputer mit GPS-Ortungssystem heraus, über das der Mast auf einer Karte lokalisiert und identifiziert wird, und tippt die den Mast betreffenden Angaben ein. Zusätzlich ergänzt Yildiz noch die Reihe mit Metallmarken, die in den Stamm genagelt sind und dessen Größe, Aufstellungsjahr, das Überprüfungsjahr sowie den dabei festgestellten Zustand angeben.

    Mit dem Steigeisen geht es auf die Holzmasten, durch den Klang der Hammerschläge wird der Zustand des Holzes überprüft.
    Mit dem Steigeisen geht es auf die Holzmasten, durch den Klang der Hammerschläge wird der Zustand des Holzes überprüft.
    Foto: Staiber

    Kreis Birkenfeld - Schauplatz Nahbollenbach, Nahewiesen: Tayyar Yildiz schlägt mit einem Hammer gegen einen Holzmast der OIE, an dem eine 20 000-Mittelspannungsleitung hängt. Er ist nicht zufrieden mit dem Klang. „Da wurden schon 2004 leichte Spechtschäden festgestellt“, sagt er. „Das Loch da oben ist größer geworden. Jetzt ist er fällig.“ Er holt seinen Kleincomputer mit GPS-Ortungssystem heraus, über das der Mast auf einer Karte lokalisiert und identifiziert wird, und tippt die den Mast betreffenden Angaben ein. Zusätzlich ergänzt Yildiz noch die Reihe mit Metallmarken, die in den Stamm genagelt sind und dessen Größe, Aufstellungsjahr, das Überprüfungsjahr sowie den dabei festgestellten Zustand angeben.

    Rund 2000 von insgesamt 10 000 Holzmasten im Stromleitungsnetz der OIE haben Yildiz und sein Kollege Bekiv Okyay von der Firma Kremer in Mettmann, die auf diese Arbeiten spezialisiert ist, in den vergangenen Monaten überprüft. Die Arbeit wird fortgeführt, solange es das Wetter zulässt, im kommenden Frühjahr geht es dann weiter, bis sie alle Masten durchhaben. Etwa alle zehn Jahre findet ein solcher Check statt. Bislang haben die beiden fünf Masten gefunden, die sofort ausgetauscht werden mussten, weil sie beispielsweise bei Stürmen umfallen könnten. Bei rund 5 Prozent wurden wie im geschilderten Fall Schäden festgestellt, die zu einem Austausch innerhalb von einem Jahr führen. Das ist eine erstaunlich geringe Quote, wenn man bedenkt, dass ein Mast in der Regel eine Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren hat, einige sind schon 100 Jahre alt und stammen also noch aus den Pionierzeiten der Elektrifizierung der Region.

    „Holzmasten sind im Mittelspannungsbereich nach wie vor die preiswerteste und haltbarste Variante“, erläutert Frank Dietrich, Netzmonteur bei der OIE, vor allem Kiefernstämme, denen man durch jahrzehntelange Erfahrung meist den Vorzug vor Fichten gibt, seien erstaunlich robust und langlebig. Hierzu sind allerdings auch gewisse „Pflegemaßnahmen“ notwendig. Scheinen die Masten nach dem ersten Klopftest intakt zu sein, dann erfolgt für die beiden Prüfer eine ganze Reihe von weiteren Arbeitsschritten.

    Yildiz schnallt sich die Steigeisen um und klopft nun den Mast bis auf drei Meter Abstand von den Stromleitungen ab, den muss er wegen der 20000-Volt-Spannung aus Sicherheitsgründen einhalten. Mit einem Spiegel, der an einer Stange befestigt ist, nimmt er nun eine Sichtprüfung des oberen Stangenendes vor, das besonders von Verwitterung und Fäulnis bedroht ist. Dann wird mit einem Handbohrer noch eine Querschnittsprobe entnommen. Stellt man auch hier – wie bei rund 95 Prozent der Masten – fest, dass sie intakt sind, dann beginnt für die beiden Männer die körperlich schwerste Arbeit: Der Mast wird bis auf eine Tiefe von 50 bis 60 Zentimetern ausgegraben und bekommt in diesem Bereich, wo die mechanische Belastung wegen der Hebelwirkung am höchsten ist, einen Schutzmantel, um ihn vor Fäulnis zu schützen. Danach wird das Loch wieder zugeschüttet – bis zur nächsten Inspektion in rund acht bis zehn Jahren.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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