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Büchel

Winzer stiftet Glocke für die Friedenswiese in Büchel

Dieter Junker

Kreuze, ein Bildstock, Transparente und Fahnen sind schon länger auf der „Friedenswiese“ unweit des Haupttores des Fliegerhorstes Büchel zu sehen. Die Friedensbewegung hat hier Symbole und Mahnmale hinterlassen für eine atomwaffenfreie Welt. Nun ist eine Glocke dazu gekommen, am Hiroshima-Gedenktag erklang sie zum ersten Mal. Gestiftet wurde sie von einem Winzer aus dem Kreis Cochem-Zell.

Mehrere Helfer tragen die Stahlgussglocke auf die „Friedenswiese“ in der Nähe des Haupttors in Büchel. Hier soll sie künftig für den Frieden mahnen und zu besonderen Veranstaltungen erklingen. Ein Moselwinzer hat die Glocke gestiftet.  Foto: Marion Küpker
Mehrere Helfer tragen die Stahlgussglocke auf die „Friedenswiese“ in der Nähe des Haupttors in Büchel. Hier soll sie künftig für den Frieden mahnen und zu besonderen Veranstaltungen erklingen. Ein Moselwinzer hat die Glocke gestiftet.
Foto: Marion Küpker

„Es war für uns eine große, aber auch sehr freudige Überraschung, als der Winzer uns diese Glocke anbot“, erinnert sich Dr. Hildegard Slabik-Münter von der Friedensgruppe Daun. Der Mann hatte die Glocke vor vielen Jahren erworben, wollte sie eigentlich in einem Weinberg als ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Toleranz aufstellen. Doch diese Pläne erfüllten sich nicht, daher kam bei ihm der Gedanke, dass die Friedensbewegung diese Glocke nun übernimmt.

„Für ihn soll diese Glocke ein Symbol des Friedens sein und daher hat er sich an die Friedensgruppen hier rund um Büchel gewandt“, freut sich auch Thomas Gerhartz aus Neef. Er hatte bereits die Initiative für den Bildstock auf der Friedenswiese ergriffen, nun half er, die Glocke in die Eifel zu transportieren und sie dort aufzustellen.

Es handelt sich um eine bronzefarben gestrichene Stahlglocke, die mit Aufhängung etwa 70 Zentimeter hoch und 74 Zentimeter breit ist und rund 180 Kilogramm wiegt. Auf der Friedenswiese hängt sie nun an einem festen Gestell, einen Klöppel hat sie nicht mehr. Wo die Glocke vorher hing, ist nicht bekannt. Die Glocke wurde 1954 von der Stahlgießerei Bochumer Verein AG gegossen, Gussstahlglocken dieses Unternehmens rufen seit vielen Jahrzehnten vom Turm der Weltfriedenskirche in Hiroshima zum Frieden. „Das ist doch eine schöne Verbindung“, meint Thomas Gerhartz dazu schmunzelnd.

Wann die Glocke in Büchel läuten wird, ist noch nicht klar. Zu den Gedenktagen im August sicher, vielleicht auch zu anderen Anlässen. „Das werden wir jetzt mal schauen. Uns war wichtig, dass am Hiroshimatag die Glocke aufgestellt werden konnte“, so Hildegard Slabik-Münter. Möglicherweise soll es auch noch eine Einweihung geben, die Glocke soll auch nicht nur religiösen Charakter haben. „Sie ist eine Mahnung zum Frieden für alle Menschen“, betont Thomas Gerhartz. Und er freut sich vor allem über eins: „Es ist einfach nur toll, dass ein Mensch hier aus der Region uns eine solche Glocke zur Verfügung stellt.“

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

20-Wochen-Proteste gehen heute zu Ende

Mit einer interreligiösen Andacht werden heute, dem Nagasaki-Gedenktag, um 11.02 Uhr die Proteste der Friedensbewegung in Büchel, die im März begonnen hatten, zu Ende gehen.

An dem Tag endet dann auch die neunte Fastenaktion des evangelischen Pfarrers Matthias Engelke, die am 28. Juli in Tallinn in Estland begonnen hat.

Cochem Zell
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