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Eppenberg/Masburg

Schneechaos stoppt Schulbus: Bahn reagiert

Die Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft (RMV), Betreiberin der Buslinie 733 zwischen Kalenborn und Kaisersesch, äußert sich zu zwei Vorfällen, bei denen für einen Schulbus wegen Schneeglätte und nicht geräumter Straßen schon in Masburg Endstation war. Zwei Kinder aus Eppenberg organisierten sich hernach selbst ein „Elterntaxi“ zur Schule nach Cochem. Der verärgerte Vater beschwerte sich bei Winterdienst und RMV. Letztere sagt, der Fahrer habe sich korrekt verhalten.

Schneeglätte? Ein Schulbus fuhr deswegen im Januar ab Masburg nicht weiter. Dessen Fahrer verhielt sich korrekt, so der Betreiber.
Schneeglätte? Ein Schulbus fuhr deswegen im Januar ab Masburg nicht weiter. Dessen Fahrer verhielt sich korrekt, so der Betreiber.
Foto: Kevin Rühle

Darum geht es: Gleich zweimal, kurz hintereinander, am 17. und 19. Januar, ging es für einen Schulbus der Linie 733 von Kalenborn nach Kaisersesch schon in Masburg nicht mehr weiter – die Gründe: akute Schneeglätte und nicht geräumte Straßen. Dabei waren kurz zuvor zwei Kinder aus Eppenberg noch pünktlich um 6.23 Uhr eingestiegen.

In Masburg allerdings wurde dem Busfahrer die ganze Sache zu heikel – zu hoch der Schnee, zu glatt die Fahrbahn. Ein Räumfahrzeug? Nicht in Sicht. Der Fahrer bat seine Passagiere, das Fahrzeug zu verlassen. Per Handy riefen die beiden Kinder aus Eppenberg zu Hause an. Dort erreichten sie ihre Mutter, die „zum Glück ... gegen 6.45 Uhr noch zu Hause“ war, schreibt der Vater später in einer Mail, die er unter anderem an die Straßenmeisterei und die RZ-Redaktion schickt.

Er möchte unter anderem wissen, „warum seit geraumer Zeit die Zuverlässigkeit der Räumdienste in unserer Region so extrem nachgelassen hat“. Von der Straßenmeisterei erhält er schnell Antwort: Anhand der Wettermeldungen vom Vortag teilte die Straßenmeisterei ihre Dienste ein. In beiden Fällen seien keine winterlichen Beeinträchtigungen prognostiziert worden. Überdies habe der extreme Schneefall den Kontrolldienst und die nachalarmierten Fahrzeuge zur Unzeit überrascht. Zwischen 5.30 und 6 Uhr, mitten im Berufsverkehr. Doch der Familienvater beklagt sich telefonisch ebenfalls bei der Bus-Betreiberin, der RMV. Im Kundencenter antwortet ihm eine nach eigenen Angaben, die Kinder hätten sich ja ein Taxi rufen können, falls ihre Mutter nicht mehr zu Hause gewesen wäre. Und künftig würden die RMV-Busse Eppenberg und Masburg bei ähnlichen Straßenverhältnissen nicht mehr anfahren.

Sofort fragt sich der Vater, ob die RMV-Mitarbeiterin beides ernst meinte? Bis die RZ auf eine entsprechende Nachricht eine Antwort bekommt, dauert es. Solche Anfragen laufen über die Pressestelle der Deutschen Bahn, zu der die RMV gehört. Diese teilt mit, die Busfahrer seien angewiesen, den Passagieren folgende Optionen aufzuzeigen:

  • Aussteigen und sich eigenständig nach Beförderungsalternativen umzuschauen, etwa nach einem Taxi.
  • Zusammen mit dem Fahrer im Bus so lange zu warten, „bis der Winterdienst den betroffenen Streckenabschnitt geräumt hat“.

Darüber hinaus informiere der Fahrer in solchen Fällen über die Leitstelle die betroffenen Schulen. Stehe schon vorab fest, dass unvorhersehbare Wetterereignisse zu Busausfällen führten, „informieren unsere Verkehrsmanager betroffene Schule, die Verbünde und das Kundencenter“, so die Bahn. Was die Buslinien in der Eifel angehen, arbeite man mit dem Verkehrsverbund Region Trier (VRT) gut zusammen. Über die Webseite www.vrt-info.de könnten sich Fahrgäste jederzeit über die aktuelle Verkehrssituation auf dem Laufenden halten.

Von unserem Redakteur David Ditzer

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