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    BüchelNach 65 Tagen endet die Aktion "Büchel 65"

    Nach 65 Tagen geht an diesem Freitag die Aktion "Büchel 65"der Friedensbewegung zu Ende. Zum Abschluss gab es nochmals eine mehrstündige Blockade der Tore des Fliegerhorstes Büchel, bei der die Polizei mehrere Aktivisten in Gewahrsam nahm, weil sie sich weigerten, die Zufahrt des "Lutzerather Tores" freizumachen.

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

    Unter den in Gewahrsam Genommenen waren auch die Schauspielerin Barbara Rütting und die Linken-Bundestagsabgeordnete Inge Höger. Mehr als 50 Atomwaffengegner beteiligten sich nach eigenen Angaben an dieser Abschlussaktion.

    Diesmal stand das "Lutzerather Tor" im Blickfeld der Aktionen. Um Soldaten und Zivilbedienstete die Zufahrt zum Fliegerhorst zu ermöglichen, schritt die Polizei hier rasch ein, sobald Demonstranten versuchten, an das Tor zu kommen oder sich auf der Straße niederzulassen, um den Verkehr zu behindern. Hartnäckige Blockierer, die den Platzverweis der Polizei ignorierten, wurden in Gewahrsam genommen und nach Alflen zu einer im Schulzentrum eingerichteten Sammelstelle gebracht, wo sie vor einen Richter geführt wurden.

    Blockadeaktion hatte schon am 26. März begonnen

    Am 26. März, dem fünften Jahrestag des Bundestagsbeschlusses zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland, hatte die Blockadeaktion begonnen. Seitdem hatten nach Angaben der Organisatoren an 31 Tagen 35 Gruppen aus ganz Deutschland mit rund 400 Aktivisten immer wieder versucht, die Zufahrt zum Fliegerhorst zu behindern.

    Für die Organisatoren war diese Zeit jedenfalls ein Erfolg. "Wir hätten nicht gedacht, dass wir es schaffen, dass so viele Gruppen an so vielen Tagen hier nach Büchel kommen", sagte Katja Tempel, die Sprecherin von "Büchel 65". Mit Blick auf die in der vergangenen Woche erfolglos zu Ende gegangenen Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York betonte sie: "Deswegen haben wir zum Abschluss unseren Widerstand nochmals verstärkt."

    Bereit, sich einsperren zu lassen

    33 Aktivisten haben sich bereit erklärt, sich für ihr Engagement gegen Atomwaffen einsperren zu lassen. Barbara Rütting, die schon in den 80er-Jahren in Mutlangen gegen die Raketenstationierung demonstrierte, unterstrich: "Mit dieser Entschlossenheit und dem Durchhaltevermögen werden wir auch weiterhin gegen die Stationierung dieser unheilvollen Waffen vorgehen. Gewaltfrei und aufrecht. Sonst können wir unseren Kindeskindern nicht mehr in die Augen sehen."

    Nach Ansicht von Katja Tempel sei es in diesen 65 Tagen gelungen, sowohl der Bundeswehr wie auch der Polizei und der Bevölkerung zu zeigen, wie bunt und vielfältig ziviler Ungehorsam sein kann. Wie es nun nach dem Ende der Aktion weitergehe, sei noch offen. "Fest steht aber, dass es hier wieder mehr Protest und zivilen Ungehorsam für den Abzug der Atomwaffen und deren weltweite Ächtung geben wird", betont sie.

    Die Aktivisten wollten bis 24 Uhr blockieren.

    Cochem Zell
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