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    Gillenfeld

    Kartoffelchips in Gillenfelder Gotteshaus geröstet

    Unbekannte haben in der Pfarrkirche St. Andreas in Gillenfeld zum wiederholten Male Schäden angerichtet. Diesmal wurde sogar gezündelt. Und die Zerstörungen haben finanzielle Folgen für die Kirchengemeinde.

    Küsterin Anne Letsch zeigt die Messdienerbankauflage, die mit Kerzenwachs beschmiert worden ist.  Foto: Helmut Gassen
    Küsterin Anne Letsch zeigt die Messdienerbankauflage, die mit Kerzenwachs beschmiert worden ist.
    Foto: Helmut Gassen

    Von Helmut Gassen

    Pastor Carsten Rupp war gerade nicht anwesend, da ist es wieder passiert: Unbekannte Täter haben vor einigen Tagen Schäden in der Pfarrkirche St. Andreas in Gillenfeld verursacht - und das nicht zum ersten Mal. Beim jüngsten Vorfall wurden aus einem Gebetbuch mehrere Seiten herausgerissen und diese an Kerzen entzündet. Zum anderen wurden das Sitzpolster und der Boden mit Kerzenwachs verunreinigt. Außerdem rösteten die Unbekannten Kartoffelchips über den brennenden Kerzen.

    "In jüngster Vergangenheit gab es einige Vorfälle. Auch in der Grotte in der Nähe der Kirche wird öfter Unsinn mit den Kerzen gemacht. So wird manchmal Sand in die Grablichter geschüttet", erzählt der Pastor. Die Vorgänge in der Kirche waren nicht der erste Fall: Laut Polizei ist die Kirche und ihr Umfeld "bereits mehrfach von Vandalen heimgesucht worden".

    Vor ein paar Wochen erst hat Küsterin Anne Letsch ein paar Kinder ertappt, die in der Kirche eine Art Picknick mit Chips und Cola und brennenden Kerzen abhielten. "Das war ein Durcheinander in der Kirche", erinnert sie sich. Die Zerstörungen haben auch finanzielle Folgen für die Kirchengemeinde. "Die Messdienerbankauflage müssen wir wohl erneuern, weil sie verbrannt und mit Wachs beschmiert ist, das Gotteslob und die Kerzen müssen wir auch ersetzen. Die Täter müssen doch auch bedenken, dass ihre Taten anderen viel Arbeit verursachen. Die Küsterin hat stundenlang den Boden sauber machen müssen", so Pastor Rupp.

    Anne Letsch hat kein Verständnis für die Taten. "Das ist pure Langeweile, die wissen nichts mit ihrer Zeit anzufangen", sagt sie. Die Pfarrkirche ist praktisch den ganzen Tag geöffnet. Daran will man aber auch nicht rütteln: "Die Kirche immer abschließen, hat keinen Sinn", meint Pastor Rupp. Immerhin: Leute aus dem Dorf haben sich angewöhnt, öfter an der Grotte vorbeizuschauen und die Kirche zu besuchen, um zumindest eine zeitweilige Überwachung zu haben. "Das klappt automatisch", sagt Rupp.

    Cochem Zell
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