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    Kaisersesch wirbt per Video um Treis-Karden

    Mit einer Videobotschaft demonstrieren Bürgermeister Albert Jung, die Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden des VG-Rates Kaisersesch, dass sie alle Gemeinden der VG Treis-Karden, auch die Moselaner und Hunsrücker, mit offenen Armen empfangen. Der fünfminütige Werbeclip für eine Fusion mit Kaisersesch war nicht alltäglicher Tagesordnungspunkt der öffentlichen VG-Ratssitzung im Eifelstädtchen.

    Sie werben im Internet für eine VG Mosel-Schiefer-Land (von links): Albert Klotz (FpuWG Dr. Pertzborn), Bürgermeister Albert Jung, Beigeordneter Josef Darscheid, Beigeordneter Leo Kaiser, Manfred Peckart (CDU), Waldemar Klünder (SPD) und (nicht auf dem Bild) Siegfried Niederelz (UBL).
    Sie werben im Internet für eine VG Mosel-Schiefer-Land (von links): Albert Klotz (FpuWG Dr. Pertzborn), Bürgermeister Albert Jung, Beigeordneter Josef Darscheid, Beigeordneter Leo Kaiser, Manfred Peckart (CDU), Waldemar Klünder (SPD) und (nicht auf dem Bild) Siegfried Niederelz (UBL).

    Kaisersesch - Mit einer Videobotschaft demonstrieren Bürgermeister Albert Jung, die Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden des VG-Rates Kaisersesch, dass sie alle Gemeinden der VG Treis-Karden, auch die Moselaner und Hunsrücker, mit offenen Armen empfangen. Der fünfminütige Werbeclip für eine Fusion mit Kaisersesch war nicht alltäglicher Tagesordnungspunkt der öffentlichen VG-Ratssitzung im Eifelstädtchen.

    Vor der Kamera formulieren die Kaisersescher VG-Politiker aus ihrer Sicht die Vorteile des Zusammenschlusses mit Treis-Karden. Sogar den Namen ihrer Wunsch-Verbandsgemeinde halten „die Darsteller“ einladend lächelnd in die Kamera: Mosel-Schiefer-Land. Albert Jung erklärt: „Moselschiefer ist das verbindende Element. Rund um Kaisersesch wurde er abgebaut, und der Riesling wächst auf Moselschiefer.“

    Das Video macht überaus deutlich, dass Kaisersesch die gesamte VG Treis-Karden „aufzunehmen“ bereit ist. Albert Jung betont jedoch: „Wir möchten natürlich keinen Druck ausüben.“

    Ein „gesunder Zusammenschluss“ könne nur auf freiwilliger Basis funktionieren. Bislang habe sich die VG Kaisersesch als möglicher Fusionspartner mit ihrer Meinung zurückgehalten, sagt der Bürgermeister: „Doch nun wollen wir die Intransparenz aufheben.“

    Mit mangelnder Transparenz meint Jung die in der Bevölkerung kaum bekannten Ergebnisse eines Gutachtens, „wonach die Vorteilslage einer Fusion mit der VG Kaisersesch klar auf der Hand liegt“. Diese Vorteile stellt das Video nachdrücklich heraus.

    Bürgermeister Jung weist auf die gute wirtschaftliche Lage in Kaisersesch hin, die Fraktionssprecher Siegfried Niederelz (UBL) der besseren Touristikentwicklung in Treis-Karden gegenüberstellt. Er findet: „Die Fusion wäre ein Gewinn für beide Seiten.“ SPD-Fraktionschef Waldemar Klünder „träumt“ von einer Senkung der Verbandsgemeindeumlage und von vorteilhafteren Fördermöglichkeiten. Albert Klotz (FpuWG Dr. Pertzborn) schildert die gute Ausstattung aller Schulen und das erfolgreiche Pädagogikteam der Bildungsregion Kaisersesch in den schönsten Farben. Fraktionsvorsitzender Manfred Peckart (CDU) beschreibt seine Vision von einem Verwaltungssitz in Kaisersesch und einem Bürgerbüro in Treis-Karden.

    Der Beigeordnete Leo Kaiser erinnert daran, dass die Verbandsgemeinden Kaisersesch und Treis-Karden im Abwasserbereich bereits jetzt prima zusammenarbeiten. Josef Darscheid, Beigeordneter, möchte „eine Gemeinschaft auf Augenhöhe“, in der alle Ortsgemeinden einbezogen sind. Die wichtige Botschaft Darscheids ist, dass die VG Kaisersesch auch eine „Teillösung“ akzeptiert, wenn die Treis-Kardener Bevölkerung das so wünscht.

    Eben dieser Bürgerwille müsse ganz oben stehen, betonen alle Fraktionen im VG-Rat Kaisersesch, die den Werbefilm im Übrigen alle begrüßen. Allerdings reiche es nicht, die Meinung des Bürgermeisters, der Beigeordneten und der Fraktionschefs per Video kundzutun. Auch die Bürger der VG Kaisersesch müssten informiert und um ihre Meinung gefragt werden. Jung erklärt dazu: „Wir können nur für uns werben. Die letzte Entscheidung treffen die Bürger von Treis-Karden.“

    Gleichwohl kündigt Jung vier Infoveranstaltungen an. Stadtbürgermeister Josef Wältermann plant eine Bürgerversammlung in Kaisersesch. Er gibt zu: „Der Verwaltungssitz ist uns sehr wichtig.“ Aber er ist realistisch: „Mörsdorf ist weit weg.“ Und Gerd Gansen (SPD) mahnt zur Zurückhaltung „im gewissen Maß“. Dennoch findet er es „legitim zu signalisieren, dass uns die ganze VG Treis-Karden, aber auch nur einige Gemeinden willkommen sind.“

    Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Meier

     

    Cochem Zell
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