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Cochem

Hörenswerte Premiere in Cochem erlebt: Neuer Chor "Ton in Ton" stellt sich vor – und wie!

Ein Chorkonzert im Frühling ist nichts Ungewöhnliches. Das Ereignis, zu dem sich am Sonntagnachmittag zahlreiche Freunde der Sangeskunst im Cochemer Kapuzinerkloster einfanden, war jedoch etwas ganz Besonderes. Der Frauenchor „Ton in Ton“ hatte zu seinem offiziellen Gründungskonzert eingeladen. Rund 25 Sängerinnen umfasst das Ensemble unter der Leitung von Inge Lönartz, das aus den Young Voices hervorgegangen ist. Seit Anfang des Jahres singt die aktuelle Besetzung zusammen, die sich nun der Öffentlichkeit vorstellte.

Sorgen mit ihrem Gründungskonzert für gute Laune: Der Chor „Ton in Ton“ hatte sich lange auf diesen Tag vorbereitet und gefreut. Am Ende ist das Publikum in Cochem höchst angetan vom Gehörten – zu Recht.
Sorgen mit ihrem Gründungskonzert für gute Laune: Der Chor „Ton in Ton“ hatte sich lange auf diesen Tag vorbereitet und gefreut. Am Ende ist das Publikum in Cochem höchst angetan vom Gehörten – zu Recht.
Foto: Julia Heinrich

Die Bandbreite, die die Sängerinnen boten, war beeindruckend. Den Auftakt bildeten drei A-cappella-Stücke – ohne die Sicherheit einer Klavierbegleitung sozusagen die Meisterklasse der Chormusik. „Evening Rise“, eine Unisono-Melodie indianischen Ursprungs, eröffnete den Nachmittag. Sie teilte sich nach einem Durchgang in zwei, dann in drei Stimmen auf, um am Ende wieder in die Einstimmigkeit zurückzufinden. Ein zeitgenössischer, durchaus anspruchsvoller Satz von „Schläft ein Lied“ war kanonartig angelegt, und mit Brahms‘ „Schwesterlein“ gab es noch einen Klassiker in Sachen Frauenchor.

Als Gratulanten hatten sich mit dem MGV Ediger von der Mosel und mit Tonart Hambuch aus der Eifel erfahrene Gastchöre eingefunden. Die Männer aus Ediger unter der Leitung von Eugenia Buling setzten mit „Santiano“ und einem 60er-Jahre-Medley mitreißende Akzente und zeigten mit dem Einsatz von Requisiten und choreografischen Elementen, was im Chorgesang alles möglich ist. Der gemischte Chor unter Daniel Brengmann begeisterte das Publikum mit fünf Beiträgen zwischen Poparrangements (etwa Supertramps „Logical Song“) und zeitgenössischen Kompositionen (Lauridsens „Dirait-on“).

Das Ensemble wird die Cochem-Zeller Chorlandschaft bereichern

Tonart feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Dieses Ziel hat sich auch „Ton in Ton“ gesetzt. Bei dem Spaß, den Dirigentin und Sängerinnen bei ihrem zweiten Programmteil an den Tag legen, dürfte das kein Problem sein. Mit Dominik Haags Klavierbegleitung legte manche Sängerin ihre anfängliche Zurückhaltung ab. Und so gerieten die Arrangements von „Bridge Over Troubled Water“, „Aquarius“ und „Blue Moon“ zu Konzerthöhepunkten, die verdient umjubelt wurden.

In kurzer Zeit ist ein Ensemble zusammengewachsen, das die Chorlandschaft in Cochem-Zell bereichern wird. Bei dem Ergebnis, das nach wenigen Proben zu hören war, darf man sich auf die zukünftigen Konzerte von „Ton in Ton“ freuen. Julia Heinrich

Cochem Zell
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