40.000
Aus unserem Archiv
Eifel

Eifelquerbahn: Im Herbst könnte es vorangehen

Im Herbst könnte eine erste wichtige Vorentscheidung über die Zukunft der Eifelquerbahn fallen. Bis dann wollen alle beteiligten Kommunen zusammen mit dem Land alle notwendigen Fragen, nicht zuletzt auch eine Finanzierung des kommunalen Anteils für die Sanierung der Strecke, geklärt haben, um einen touristischen Verkehr baldmöglichst zu realisieren. Dies teilte das rheinland-pfälzische Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur gegenüber der RZ mit.

Wird die Strecke der Eifelquerbahn schon in absehbarer Zeit saniert? Die Chancen, dass sich bald etwas tut, stehen nicht schlecht.  Foto: Kevin Rühle
Wird die Strecke der Eifelquerbahn schon in absehbarer Zeit saniert? Die Chancen, dass sich bald etwas tut, stehen nicht schlecht.
Foto: Kevin Rühle

Von Dieter Junker

Gerade die Beteiligung der Kommunen an den Sanierungskosten war zuletzt immer wieder Knackpunkt bei den Gesprächen. Das Land hat im Doppelhaushalt 2014/15 13 Millionen Euro für dieses Projekt eingestellt. Aufgrund der Fördervorschriften für Strecken ohne Schienenpersonennahverkehr gibt das Land in der Regel 85 Prozent als Zuschuss. Das heißt, für die beteiligten Kommunen, das sind die Kreise Cochem-Zell und Vulkaneifel sowie die Verbandsgemeinden Kaisersesch, Ulmen, Daun, Kelberg und Gerolstein, müssten die restlichen 15 Prozent aufbringen. Dies ist dort bisher auf wenig Begeisterung.

Im März war in Gerolstein ein "Gutachten zur Ertüchtigung der Eifelquerbahn für den touristischen Verkehr" vorgestellt worden. Nach Angaben von Jutta Blatzheim-Roegler, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag, befindet sich laut Expertise die Strecke in einem besseren Zustand als ursprünglich in einem älteren Gutachten festgestellt. Danach würden sich die erforderlichen Gesamtkosten nicht mehr auf 40, sondern auf rund 24,5 Millionen Euro auf der gesamten Strecke belaufen.

Ein beträchtlicher Teil dieser Kosten entfällt dabei auf einen möglicherweise anstehenden Neubau der Kyllbrücke in Pelm mit rund sechs Millionen Euro. Wie das Land hierzu mitteilt, wird es auf ausdrücklichen Wunsch der kommunalen Seite hier noch ein ergänzendes Gutachten zu den Möglichkeiten und Kosten einer Sanierungsfähigkeit dieser Brücke geben, das auch im Herbst vorliegen soll. Nach Ansicht von Jutta Blatzheim-Roegler könnten die Gesamtkosten für eine Sanierung der Eifelquerbahn daher zunächst auf rund 18,5 Millionen Euro für einen Betrieb reduziert werden. "Unstrittig ist, dass die Brücke Pelm perspektivisch durch ein neues Bauwerk ersetzt werden muss", unterstreicht aber die Grünen-Politikerin.

Im Anschluss an die Vorstellung des Gutachtens im März in Gerolstein hat sich das Infrastrukturministerium bereits zwei Mal mit den Vertretern der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften getroffen, um zu überlegen, welche konkreten Maßnahmen auf den Weg gebracht werden können, um den touristischen Verkehr auf dieser Strecke wieder möglich zu machen. Im Herbst sollen diese Ergebnisse der Überlegungen dieser Arbeitsgruppe dann öffentlich gemacht werden. Das Land hatte in einem Schreiben an die Kreisverwaltung im Februar betont, dass wohl erst für 2016 wieder mit einer Aufnahme des Tourismusverkehrs auf der Eifelquerbahn rechnet. So konkret möchte die Grüne das noch nicht sagen. "Einen genauen Zeitpunkt für die Wiedereröffnung kann derzeit leider noch nicht vorhergesagt werden", so Jutta Blatzheim-Roegler.

Cochem Zell
Meistgelesene Artikel
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter
Samstag

-3°C - 5°C
Sonntag

-2°C - 5°C
Montag

0°C - 5°C
Dienstag

-2°C - 5°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige