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    Cochem baut zwei Millionen Euro Schulden ab

    Auch wenn der Etat einen Fehlbetrag von einer halben Million Euro ausweist, ist die Stadt Cochem zufrieden mit dem Zahlenwerk für 2014. Und dazu hat sie auch allen Grund: Innerhalb von zwei Jahren konnte Cochem rund zwei Millionen Euro an Schulden abbauen.

    Die Umgestaltung des Bahnhofsvorfeldes ist das größte Investitionsvorhaben im Cochemer Etat für 2014. Foto: David Ditzer
    Die Umgestaltung des Bahnhofsvorfeldes ist das größte Investitionsvorhaben im Cochemer Etat für 2014.
    Foto: David Ditzer

    Trotz eines Finanzierungsbedarfs von fast einer Million Euro für die Investitionen im kommenden Jahr kann die Stadt dies aus eigenen Mitteln schultern, also ohne erneute Kreditaufnahme.

    "Dies ist ein sehr guter Haushalt, der auch die Wirtschaftskraft der Stadt Cochem verdeutlicht", meinte ein sichtlich zufriedener Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz im Stadtrat. Der Stadt gehe es nicht schlecht, in den vergangenen Jahren seien zudem viele wichtige Projekte angegangen worden, unterstrich der Stadtchef. Auch der Stadtrat zeigte sich zufrieden mit dem Etat, der einstimmige Zustimmung fand.

    Der Haushalt sei allerdings geprägt von der Änderung des kommunalen Finanzausgleichs und der damit verbundenen Erhöhung der Nivellierungssätze für die Grund- und Gewerbesteuer, betonte Lambertz. Hier müsse die Stadt den Bürger stärker belasten, doch dafür gebe es keine Alternative, da sonst die Stadt in Finanzierungsnot gerate, erläuterte er.

    Auch CDU-Fraktionssprecher Josef Heimes kritisierte das Land wegen der Änderungen beim Finanzausgleich. "Das Mehr an Einnahmen durch die Erhöhung der kommunalen Steuern geht woanders hin, die Kommunen bleiben die Deppen, die nur noch für die Pflichtausgaben zuständig sind", sagte der CDU-Politiker. Lob gab es dagegen für die Verwaltung: "Wir sind auf einem guten Weg, die Schulden sinken, wir verfügen über liquide Mittel", so Heimes.

    Die SPD sah den Etat von Besonderheiten geprägt. "Wir nehmen keine neuen Kredite auf, wir erhöhen die Hebesätze, senken aber auch die Fremdenverkehrsbeiträge", betonte Hans Bleck im Stadtrat. Der SPD-Politiker hofft, dass die liquiden Mittel auch ausreichen und nicht doch noch Kredite benötigt werden. Dennoch sah auch er die Stadt auf dem richtigen Weg.

    Es sei gut, dass man nun gelernt habe, nicht mehr auszugeben als auch da sei, äußerte sich CBG-Fraktionschef Adolf Laux. Er mahnte an, nicht nur die Straßen in Brauheck, die der Bürgermeister als dringend sanierungsbedürftig bezeichnet hatte, in den Blick zu nehmen. Auch in anderen Stadtteilen müsse etwas getan werden.

    "Wir sind froh, dass es weiter und voran geht in Cochem", lobte FWG-Fraktionschef Günter Ruland die Verwaltung und den Etat. Vieles sei endlich angegangen worden, meinte er. Auch Holger Haupt, der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, war vom Zahlenwerk beeindruckt. "Dass die Schulden gesenkt werden, ist eine tolle Sache", bemerkte er. Brauheck komme im Etat gut weg, aber auch andere Stadtteile müssten berücksichtigt werden. Ebenso dürfe der Güterbahnhof nicht vergessen werden. Und die Sanierung der historischen Altstadt sei ein "lang gehegter Wunsch" der Grünen.

    Von Dieter Junker

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