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    Bekommt das Heimatmuseum in Kaisersesch mehr Raum?

    Die Stadtsanierung ist unter anderem Thema bei der nächsten Sitzung des Stadtrates von Kaisersesch am Donnerstag, 9. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal der Alten Schule. Stadtbürgermeister Josef Wältermann und sein Rat wollen entscheiden, was mit dem „Haus Hartmann“ in der Balduinstraße 12 geschehen soll, das die Stadt erworben hat. Das etwa 100 Jahre alte Anwesen hinter der Kirche besteht aus einem Wohnhaus, einer Scheune, Ställen und Nebengebäuden.

    Kaisersesch – Die Stadtsanierung ist unter anderem Thema bei der nächsten Sitzung des Stadtrates von Kaisersesch am Donnerstag, 9. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal der Alten Schule. Stadtbürgermeister Josef Wältermann und sein Rat wollen entscheiden, was mit dem „Haus Hartmann“ in der Balduinstraße 12 geschehen soll, das die Stadt erworben hat. Das etwa 100 Jahre alte Anwesen hinter der Kirche besteht aus einem Wohnhaus, einer Scheune, Ställen und Nebengebäuden.


    Bereits Wältermanns Vorgänger Werner Lutz, der mit dem damaligen Stadtrat die Gestaltung des historischen Ortskerns verwirklicht hat, hatte für die Nutzung des Hauses Hartmann ganz konkrete Pläne: Ein Handwerkerhaus sollte entstehen. Die Idee war, dass die Stadt das Gebäude renoviert, bei der Einrichtung hilft und den Betrieb dem Förderverein des Museums übergibt.
    Vorsitzender dieses Vereins ist Matthias Schnitzler, der auch das Heimatmuseum im Alten Gefängnis betreut. Im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt er, dass der Förderverein die Ideen des ehemaligen Stadtbürgermeisters Lutz unterstützte. Heute sagt er: „Wir wissen inzwischen, dass die Bausubstanz des Hauses sehr schlecht ist. Ich fürchte, eine Renovierung ist nicht sinnvoll.“ Eine Prognose der anstehenden Entscheidung des Stadtrates wagt Schnitzler nicht.
    Der Förderverein habe der Stadt sein Konzept für das Handwerkerhaus mehrmals vorgelegt, erklärt der Vorsitzende: „Selbst wenn das Haus abgerissen werden muss, sollte das Grundstück in irgendeiner Form für museale Zwecke genutzt werden.“ Die Stadt habe bereits mehrere alte landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte erworben oder als Geschenk erhalten, etwa eine Dreschmaschine, eine Schusterei und verschiedene Werkstücke aus einer Wagnerei, Amboss und Schmiedewerkzeuge und Maschinen einer Sattlerei.
    Schnitzler kündigt an, dass der Förderverein bei leichten Bauarbeiten zu Eigenleistungen bereit ist, wenn sich der Stadtrat für die Renovierung des Anwesens entscheidet: „Für diesen Fall haben wir Geld zurückgestellt, etwa um Arbeitshandschuhe oder Schutzhelme anzuschaffen.“Brigitte Meier

    Cochem Zell
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