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Bad Bertrich

Bald wird auch aus dem Parkhaus eine Baustelle

Kevin Rühle

Neben den Baustellen Schlösschen, Kursaal und Schwanenweiher muss sich der Kurort Bad Bertrich nun auch noch um die Sanierung des Parkhauses kümmern. Und auch dort kommen unerwartet hohe Kosten auf die Gemeinde zu. Denn die Decken des Bauwerkes sind marode und eine Felswand bröckelt bereits. Und das, obwohl das Parkhaus erst Anfang der 80er-Jahre errichtet wurde. Warum muss schon jetzt wieder saniert werden?

Foto: Kevin Rühle

Bereits im September vergangenen Jahres hatte Bad Bertrich einen Förderantrag für die Sicherung einer Felswand beantragt. Jetzt wurde der vorzeitige Maßnahmenbeginn genehmigt. Die Gemeinde kann also mit Bauarbeiten beginnen, ohne sich die Chance auf eine Förderung zu verspielen. Errichtet wird vor den Felsen eine Schwergewichtswand, diese soll die Stabilität der Felswand garantieren. Momentan sind die Parkplätze an dieser Stelle gesperrt. Beim Bau des Parkhauses hatte man Felsgestein abgetragen, um Platz zu schaffen. Die Wand blieb frei stehen, doch der Niederschlag spülte Material aus dem Felsen, bis sich größere Brocken lösten. „Das hätte man damals anders machen müssen“, sagt Michael Schneider, Büroleiter der VG Ulmen. Die Kommune hofft für die 160.000 Euro teure Wand auf eine 50 bis 60-prozentige Förderung.

Foto: Kevin Rühle

Wesentlich folgenreicher sind vorhandene Baumängel des Parkhauses selbst. Wasser ist mit den Jahren in die Betondecken eingedrungen und hat große Schäden verursacht. Jetzt müssen die Decken im Erdgeschoss und darüber erneuert werden, die vorhandene Stahlkonstruktion soll bestehen bleiben. Derzeit müssen Autofahrer schon über Stahlplatten fahren, die die Lichtdurchlässe zum darunter verlaufenden Uessbach verdecken und Lasten verteilen. Nun braucht es ganz neue Fahrdecken.

„Die gewählte Bauweise war nicht geeignet, jetzt soll Gussasphalt genutzt werden“, erklärt Michael Schneider. Dieser sei beständiger. Allerdings wird die Sanierung mehr als 800.000 Euro kosten. Auch hier wurde ein entsprechender Förderantrag gestellt, man hofft auf eine Quote von 80 bis 90 Prozent. Sicher kann sich die Gemeinde dabei allerdings nicht sein. Mitarbeiter des zuständigen Ministeriums wollen sich bald die Situation vor Ort ansehen. Falls die Förderung gewährt wird, soll das Parkhaus zudem mit Grünflächen bereichert werden. Dies ist Teil der Vorgaben der Stadtsanierung.

Vor dem Parkhaus, gegenüber dem Kurfürstlichen Schlösschen, sieht man dem Gebäude die Schäden nicht an. Und auch hier tut sich etwas. Nachdem die Sparkasse aus einem Gebäude in Bad Bertrichs Mitte ausziehen musste, wird nun am Parkhaus ein neuer Ein- und Auszahlungsautomat aufgestellt. VG und Gemeinde konnten das Geldinstitut überzeugen, im Kurort weiter vertreten zu sein – zumindest mit schmalerem Angebot. Direkt daneben wurde eine leerstehende Ladenfläche an ein Softwareunternehmen vermietet. In den ehemaligen Schlecker zieht wieder ein Einzelhandelsunternehmen, das Lebensmittel, Getränke und Drogerieprodukte anbieten will – allerdings erst Anfang kommenden Jahres. Einen Vertrag gibt es noch nicht. „Wir sind sehr glücklich, dass dieses Areal wieder belebt wird“, sagt Beatrix Lauxen, Bürgermeisterin des Kurortes.

Mit dem Bau der Schwergewichtswand kann vermutlich im August begonnen werden, einen Zeitplan für die Sanierung der Decken gibt es bisher noch nicht. Dies hängt von der Förderung ab.

Von unserem Redakteur Kevin Rühle

Cochem Zell
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