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Büchel

Atomwaffengegner: Zum Abschluss eine Blockade mit viel Musik

Mehrere Musiker der Aktionsgruppe Lebenslaute haben gestern zum Abschluss der seit zehn Tagen laufenden Proteste der Atomwaffengegner für einige Stunden den Fliegerhorst Büchel blockiert. Gleichzeitig kündigte die Friedensbewegung für das kommende Frühjahr im Zusammenhang mit der NPT-Konferenz in New York weitere Blockadeaktionen über mehrere Wochen an.

Musiker der Lebenslaute bei ihrer Blockade des Fliegerhorstes in Büchel zum Abschluss der Protestaktionen.
Musiker der Lebenslaute bei ihrer Blockade des Fliegerhorstes in Büchel zum Abschluss der Protestaktionen.
Foto: Dieter Junker

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

"Wir sind mehr als zufrieden mit den vergangenen zehn Tagen", meinte Marion Küpker von der "Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen" (GAAA) zum Ende der jetzigen Proteste. Man habe viel erreicht und die Aktionen seien auch erfolgreich gewesen. "Mit den Blockaden haben wir den reibungslosen Arbeitsablauf hier im Fliegerhorst mit Sicherheit stören können und wir haben auch gezeigt, dass das auch mit wenigen Aktivsten möglich ist", so Küpker.

Darum sollen diese Blockadeaktionen im kommenden Frühjahr ausgeweitet werden, kündigten die Vertreter der Friedensbewegung in Büchel an. Im April beginnt in New York eine neue Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag (NPT). Im Vorfeld dieser Tagung wollen die Atomwaffengegner den Blick auf Büchel lenken und ab dem 26. März bis zum Abschluss der NPT-Konferenz immer wieder unangekündigt den Fliegerhorst blockieren. "Unser Vorbild sind die Dauerblockaden in Gorleben und in Faslane in Großbritannien am dortigen Atomwaffenlager", so Marion Küpker in Büchel. Innerhalb der 65 Tage soll es deshalb immer wieder zu solchen Protestaktionen am Fliegerhorst kommen. "Wir werden die Erfahrungen, die wir in den vergangenen zehn Tagen in Büchel gemacht haben, da sicher einfließen lassen, und wir sind sicher, dass es uns gelingt, hier den Alltag auf dem Fliegerhorst zu stören", betont sie.

Bereits am Samstag endete die fünfte öffentliche Fastenaktion, zu der der evangelische Pfarrer Dr. Matthias Engelke seit 2010 jährlich einlädt und die jedes Jahr einen Tag länger dauern sollen. Diesmal begann die Fastenaktion während der Tagung des Internationalen Versöhnungsbundes in Konstanz am 1. August. Am Abschluss nahmen auch zwei Bundestagsabgeordnete der Linken teil."Jedes Jahr ist dies für uns eine gute Gelegenheit für viele Gespräche", meint Engelke. Besonders freut er sich, dass sich gleichzeitig auch in Frankreich und in Großbritannien Menschen dieser Fastenaktion anschlossen.

Erstmals liefen in diesem Jahr Aktionscamp und Fastenaktion parallel. "Auch das hatte seine Vorteile, es gab einen guten Gedankenaustausch, und Mitfastende haben sich auch an den Blockaden beteiligt", so Matthias Engelke. Und mit der Aktion in Cochem, bei der ein Transparent an der Moselbrücke aufgehängt und Unterschriften gesammelt wurden, habe man auch viele Touristen erreicht, freut er sich. Die Unterschriften sollen nun Landrat Schnur übersandt werden.

Die elf Musiker von der Lebenslaute waren nach 2013 bei der großen Musikblockade zum zweiten Mal in Büchel. "Wir unterstützen die Proteste hier und beteiligen uns auf unsere Weise an den Blockadeaktionen", so eine Sprecherin der Gruppe, die in diesem Jahr den Aachener Friedenspreis erhält. Die erste Preisträgerin dieses Friedenspreises, die Hunsrücker Pfarrerin Jutta Dahl, war übrigens als Zuhörerin in Büchel mit dabei.

Cochem Zell
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