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Pünderich

Alle kämpfen für die Grundschule Pünderich: Werden Aktionen Erfolg haben?

Mira Müller

Rund 200 Bürger allen Alters hatten sich am Mittwochmittag auf den Weg zur Grundschule gemacht, um gemeinsam für den Erhalt ihrer Grundschule zu demonstrieren. Allen voran die Grundschüler selbst, die mit Transparenten und Sprechchören lautstark auf die Problematik aufmerksam machten.

Die Demonstration war der Höhepunkt einer Reihe von Aktionen, die der Schulelternbeirat auf die Beine gestellt hatte. Aber auch die Verwaltung – sowohl auf Orts- als auch auf Verbandsgemeindeebene – war aktiv. Pünderichs Bürgermeister Hans-Werner Junk machte seinem Missmut gegenüber der Entscheidung, die Schule zu schließen, in einem Brief an die Landesregierung Luft. Daran prangert er den stetig fortschreitenden Abbau der öffentlichen Infrastruktur als ein verheerendes Signal für die Landbevölkerung an. Im Rahmen der Dorferneuerung sei das Engagement der Bürger, sich an der Dorfmoderation zu beteiligen, sehr groß: „Rund 100 Bürgerinnen und Bürger bringen sich mit Herzblut für die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit unseres Ortes ein“, schreibt Junk. Und weiter: „Seit der Nachricht, dass unsere Schule geschlossen werden soll, haben viele Bürgerinnen und Bürger bei uns angefragt, was die Dorfmoderation jetzt noch bringen soll“, vor allem auch im Hinblick darauf, wie die Gemeinde künftig junge Familien anziehen kann. Doch die Antwort seitens der Landesregierung sei sehr unbefriedigend gewesen: „Das war ein vorgefertigtes Schreiben, darin stand noch nicht ein einziges Wort zu unserem Schreiben, in dem wir unsere Not vorgestellt haben“, sagte Junker. „Wir wollen Antworten auf das, was wir angebracht haben!“

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Auch Karl Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell, die Träger der Grundschule ist, formulierte auf Nachfrage unserer Zeitung ganz klar: „Für uns steht die Grundschule nicht zur Disposition!“ Jährlich stellt der VG-Rat insgesamt 80.000 Euro für die Finanzierung des Angebots der betreuenden Grundschule für alle Grundschulen der VG in den Haushalt ein. Derzeit werden die Kinder in Pünderich bis 13 Uhr betreut, für das kommende Schuljahr sollte dieses Angebot ausgeweitet werden und auch ein Mittagessen beinhalten. Um dies umsetzen zu können, sind im VG-Haushalt 2018 weitere 65.000 Euro vorgesehen, unter anderem, um eine Essensausgabe einzurichten beziehungsweise für weitere entstehende Sachkosten.

Ende 2017 gab es noch mal ein Gespräch zwischen VG und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die bezüglich der Pündericher Grundschule mit falschen Zahlen operierte. Nun werden die Zahlen ein weiteres Mal geprüft, man hofft, so die Schließung abwenden zu können. „Wir erwarten jeden Tag Informationen seitens der ADD“, sagte Simon.

Von unserer Redakteurin Mira Müller

Cochem Zell
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