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    Miesenheim

    Viele Helfer kümmern sich um Kapelle in Miesenheim: auf alten Fundamenten errichtet

    Sechs kleine Kapellen beziehungsweise Heiligenhäuschen zieren den Andernacher Stadtteil Miesenheim. Eines davon ist das Maria-Hilf-Kapellchen an der kleinen Brücke am Ortsausgang in Richtung Saffig. Seit dem Tod von Gertrud Schäfer, die sich mit ihrer Familie über vier Jahrzehnte hinweg der Pflege des sakralen Kleinods widmete, kümmert sich seit 16 Jahren die Nachbarschaft Maria-Hilf mit der Stadtverwaltung und dem Ortsvorsteher Gerhard Masberg um dessen Erhalt.

    Franz Bläser, Karl Heinz Scheuren und Franz Hauröder (von links) vor der Maria-Hilf-Kapelle in Miesenheim, um die sich unter anderem diese Männer kümmern.  Foto: Bell
    Franz Bläser, Karl Heinz Scheuren und Franz Hauröder (von links) vor der Maria-Hilf-Kapelle in Miesenheim, um die sich unter anderem diese Männer kümmern.
    Foto: Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    "Im Sinne unserer Vorfahren wurde am 18. Dezember 1955 die Nachbarschaft Maria Hilf neu gegründet. Sie bestand rund 100 Jahre zuvor aus einer Häusernachbarschaft", erklärt Franz Bläser. Die Nachbarschaft wurde unter den Schutz der Gottesmutter gestellt", berichtet der Amtmann. Das heutige renovierte Kapellchen hatte einen Vorgänger. Dieser war jedoch so baufällig, dass er abgetragen werden musste. Auf den alten Fundamenten errichtete 1905 Baumeister Johann Göddertz aus Miesenheim eine neue Kapelle. Geldgeschenke, die in den Jahren nach dem Abriss zusammenkamen, ermöglichten den Neubau.

    Die Einweihung erfolgte am 10. Juni 1906. Auf die Berichterstattung, die in der Koblenzer Volkszeitung erfolgte, wird auch in der Miesenheimer Chronik eingegangen. Das löbliche, der Gottesmutter geweihte Werk, sei eine Zierde für die Gemeinde, heißt es darin. Es habe am Feste der heiligen Dreifaltigkeit in einer kirchlichen Feier seine Vollendung gefunden. Darüber hinaus steht in der Chronik: Die Einweihung weckte bei den älteren Bewohnern Erinnerungen an die bewegte Zeit des deutsch-französischen Kriegs im Jahre 1870. Damals habe sich allabendlich eine große Schar von Gläubigen dort versammelt, um der Muttergottes im Gebet ihre im Feindesland kämpfenden Angehörigen gemeinschaftlich zu empfehlen.

    Auch wenn sich heute keine Menschenscharen mehr zum Gebet dort einfinden und auch an Fronleichnam kein Außenaltar die Kapelle mehr ziert, so gibt es dennoch einige engagierte Menschen, denen das kleine Gotteshaus am Herzen liegt und die sich dafür einsetzen. So hat Peter Heck im Jahr 2008 im Kapelleninneren mit großem Zeitaufwand den Putz ausgebessert und neu gestrichen.

    Auch die Muttergottes wurde aufwendig restauriert beziehungsweise neu gestaltet: Alex Göddertz stabilisierte, spachtelte und strich sie, während die Künstlerin Margret Göddertz die Figur malerisch neu gestaltete.

    Nach der vollständigen Renovierung verlegte vor rund zwei Jahren Karl-Heinz Römer im Außenbereich Basaltplatten. Aus Sorge, dass das Kapellchen dem Vandalismus zum Opfer fallen könnte, ist die Eingangstür verschlossen. Wer es besichtigen oder dort beten möchte, kann den Schlüssel bei Franz Bläser im Brandweihe 1 in Miesenheim abholen. Telefonisch ist der Amtmann der Nachbarschaft Maria-Hilf unter 02632/71806 zu erreichen.

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