40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Selbst gebaute Betten für Flüchtlinge
  • Aus unserem Archiv

    Mayen/RegionSelbst gebaute Betten für Flüchtlinge

    Die Zahl der Flüchtlinge in unserer Region steigt stetig an. Dies spürt auch die Komm-Aktiv GmbH in Mayen, die im Auftrag der Stadt Mayen und der Verbandsgemeinden mit der Einrichtung von Flüchtlingswohnungen betraut ist.

    Schreiner Günther Lipina und Maria Meißner, eine Mitarbeiterin in der Holzwerkstatt, bauen Betten für Flüchtlinge.  Foto: Katrin Weber
    Schreiner Günther Lipina und Maria Meißner, eine Mitarbeiterin in der Holzwerkstatt, bauen Betten für Flüchtlinge.
    Foto: Katrin Weber

    Von unserer Mitarbeiterin Katrin Weber

    Die gemeinnützige Gesellschaft für berufsbezogene Qualifizierung und Arbeitsmarktförderung betreibt dazu unter anderem auch das Sozialkaufhaus in der Koblenzerstraße. Dort werden schon seit langer Zeit Sachspenden gesammelt und für die Einrichtung dieser Wohnungen in der Region verwendet. Was allerdings häufig fehlt, sind Betten. Geschäftsführer Werner Schneider entwickelte aus der Not eine gute Idee und fertigt die Betten nun mit seinen Mitarbeitern in der Schreinerwerkstatt bei der Komm-Aktiv in der Alten Hohl selbst an.

    "Wir mussten feststellen, dass die Neuanschaffung von vernünftigen Betten, egal bei welchem Möbelhersteller, sehr teuer ist", erklärt Schneider. Zur Diskussion standen auch Feldbetten aus China. "Aber ich war mir sicher, dass so etwas günstig selbst hergestellt werden kann", sagt er. Man machte sich schlau, fand gute Holzzulieferer und begann vor einigen Wochen mit der Produktion. "Inzwischen haben wir mehr als 200 Holzbetten gefertigt. Wenn man das auf Masse macht, geht es schnell", berichtet Schneider zufrieden.

    Und diese massiven Fichtenholzgestelle gehen weg wie warme Semmeln. Erst kürzlich hat die Stadt Koblenz eine größere Menge in Auftrag gegeben. Lediglich zwei Mitarbeiter, Günther Lipina, ein gelernter Schreiner, und Maria Meißner, eine Mitarbeiterin in der Holzwerkstatt, wurden mit der Aufgabe betraut und schaffen inzwischen pro Woche bis zu 100 Bettenfertigstellungen. "Das Problem ist eher, das Holz kurzfristig und zuverlässig zu bekommen", stellt Schneider fest. Im Preis enthalten sind die Schreinerstunden und das Material. Lattenrost und Matratze müssen zugekauft werden. "Dafür liefern wir mit unseren Leuten die Betten nach Wunsch auch kostenlos aus", fügt Schneider an.

    Insgesamt ist der Bedarf an Mitarbeitern bei ihm stark gestiegen. Die fünfköpfige Kolonne vom Sozialkaufhaus, die bisher allein die Auslieferung diverser Möbel, aber auch das Einsammeln der Sachspenden bewältigt hat, wurde inzwischen aufgestockt. "Wir haben weitere vier Kolonnen mit jeweils vier Mitarbeitern eingesetzt", berichtet Schneider. Denn die Einrichtung von Flüchtlingswohnungen muss meist schnell organisiert werden. Die Komm-Aktiv kümmert sich auch um die Instandsetzung gespendeter Elektrogeräte, Kücheneinbauten und andere Möbeltransporte. Da diese Organisation auch dem Geschäftsführer inzwischen zu viel Zeit kostet, wird zum Januar ein Flüchtlingskoordinator eingestellt, der mit zwei weiteren Mitarbeitern diese Dinge organisieren wird.

    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Dienstag

    10°C - 18°C
    Mittwoch

    12°C - 19°C
    Donnerstag

    12°C - 18°C
    Freitag

    13°C - 20°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige