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    Rente: Hilfe durch den Formulare-Dickicht – Im Kreis MYK gibt es zwei Männer, die mit Rat und Tat zur Seite stehen

    Das Leben könnte so einfach sein, wenn die vielen Formulare nicht wären. Geht es um die Rente oder die Rehabilitation, dann sind sie besonders dick, und die Befürchtung ist groß, sie falsch auszufüllen.

    Foto: dpa

    Von unserem Mitarbeiter Axel Holz

    Doch keine Angst: Im Kreis Mayen-Koblenz gibt es zwei Männer, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Werner Ternes (Jahrgang 1954) und Peter Herter (Jahrgang 1944) kümmern sich seit Jahren um diese Sorgen und helfen, wann immer sie gefragt werden. Sie sind die beiden Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung für den Landkreis Mayen-Koblenz. Und gerade jetzt haben sie viel zu tun: Kindererziehungszeiten ("Mütterrente") und die Rente mit 63 sind die heißen Themen.

    Ternes und Herter gehören zu dem Kreis von 56 Frauen und Männern in Rheinland-Pfalz, die von der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung für sechs Jahre gewählt werden. Sie sind geschult, sie arbeiten unentgeltlich, und sie haben den direkten Draht zu den hauptamtlichen Fachleuten der Rentenversicherung, wenn es gilt, knifflige Fragen sogleich beantwortet zu bekommen. Werner Ternes, verheiratet, zwei Kinder, ist freigestellter stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Firma Ontex in Mayen. Der gelernte Maschinenbau-Techniker ist seit 2011 als Rentenexperte tätig. Er beantwortet im Schnitt 25 Anfragen pro Monat und sorgt sich in diesem Zeitraum um acht bis zehn Antragsteller. Spezielle Sprechstunden hat er nicht; Termine werden am Telefon abgemacht. Entweder kommen die Klienten zu ihm, oder - wie in beinahe jedem zweiten Fall - fährt er zum Antragsteller hin. Die Beratung ist in jedem Fall für den Ratsuchenden kostenfrei. "Mir macht es Spaß, mich mit anderen Menschen zu unterhalten und ihnen zu helfen", sagt er. Das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird, ermutigt ihn in besonderer Weise. "Das macht den eigentlichen Reiz meiner Arbeit aus."

    Apropos Hilfe. Hier hat der Experte einen Tipp zu den Kindererziehungszeiten parat: Wer eine Rente bezieht und in dessen Rentenbescheid bereits Kindererziehungszeiten aufgeführt sind, braucht keinen Antrag auf "Mütterrente" zu stellen. Die zusätzlichen Zahlungen erfolgen automatisch seit dem 1. Juli. Die Auszahlung kann sich allerdings um ein paar Wochen verzögern.

    Noch viel länger als Ternes ist Peter Herter als Versichertenältester tätig, er ist sozusagen ein Urgestein dieses Metiers. Zum 1. Dezember 1978 wurde er "ins kalte Wasser geschmissen", wie er sich erinnert. Als Nachrücker für einen kurzfristig verhinderten Kollegen nahm er die neue Aufgabe an - und gab sie bis heute nicht mehr ab. Rund 10 000 Kontakte (!) sind im Verlauf von annähernd 36 Jahren zusammengekommen: Anfragen beantworten, Formulare ausfüllen helfen, Unterlagen besorgen, Rentenkonten-Abfragen, Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsrenten beantragen. Herter kennt das Geschäft aus dem Effeff. Herter ist verheiratet, hat zwei Kinder und vier Enkel. Der gelernte Maschinenbauer und Heizungsbauer ist selbst seit 1994 in Rente - doch nie im Ruhestand. Eine große persönliche Erfahrung bringt er ein. Er engagiert sich unentgeltlich noch im Widerspruchsausschuss der Allgemeinen Ortskrankenkasse, ihn befriedigt die Arbeit samt der Aussicht, der Klientel helfen zu können. Hausbesuche gehören für ihn zum Alltag des Versichertenältesten. Die Versichertenältesten leisten unentbehrliche Arbeit. Reich werden kann man damit übrigens nicht. Es gibt Kilometergeld; die Telefonkosten werden erstattet; ein Beratungsraum im eigenen Haus wird mit 47 Euro pro Monat mitfinanziert; und für jede Kontenklärung werden 7,50 Euro erstattet. Mehr nicht.

    Kontakt: Werner Ternes, Tel. 02651/404 311 oder 02653/8870; Peter Herter, Telefon 02651/6886.

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