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    Premierenlesung im Historischen Rathaus geplant: Andernacher Krimiautor legt neue Blutspur durch die Eifel

    Auf ein Wiedersehen mit Paul David können sich Krimifans hinaus freuen: Der Andernacher Autor Andreas J. Schulte hat den zweiten Band seiner Romanreihe rund um den Campingplatzbesitzer und Ex-Militärpolizisten vorgelegt. „Eifelrache“ ist wie der Vorgänger „Eifelfieber“ im Emons-Verlag erschienen.

    Der Andernacher Autor freut sich bereits auf die Premierenlesung im Historischen Rathaus in Andernach.
    Der Andernacher Autor freut sich bereits auf die Premierenlesung im Historischen Rathaus in Andernach.
    Foto: Autor

    Dabei tut sich Schulte selbst schwer damit, von einer Krimireihe zu sprechen: „Wir haben nicht von vornherein gesagt, es gibt zwei, drei oder acht Bände.“ Zwar trifft der Leser in „Eifelrache“ neben Paul David auch auf andere Figuren des Vorgängers – auf den Andernacher Polizisten Kalle Seelbach etwa, auf die gefragte Investigativjournalistin Susanne Winkler und die resolute Tante Helga, die den Campingplatz managt, während Paul David in die nächsten Mordermittlungen reingezogen wird.

    Der neue Roman "Eifelrache" von Andreas J. Schulte ist im Emons-Verlag erschienen und kostet 10,90 Euro.
    Der neue Roman "Eifelrache" von Andreas J. Schulte ist im Emons-Verlag erschienen und kostet 10,90 Euro.
    Foto: Autor

    Doch auf allzu viele Anspielungen auf „Eifelfieber“ hat Schulte bewusst verzichtet: „Die beiden Bände sollen unabhängig voneinander existieren.“ Neueinsteiger werden behutsam in den Figurenkosmos rund um den Campingplatz im Pöntertal eingeführt, Kenner können im zweiten Band miterleben, wie die neuen Ermittlungen rund um Munitionsdiebstähle und einen blutigen Mord am Ufer des Laacher Sees nicht zuletzt Paul Davids noch zarte Bande zu Susanne in Gefahr bringen.

    "Eifelrache" ist kein Militärkrimi

    Als Ex-Militärangehöriger bekommt es David wieder mit Sicherheitslücken bei der Truppe zu tun. Als Militärkrimi will Schulte seinen Roman aber nicht verstandenwissen. Fragen nach konkreten Zuständen bei der Bundeswehr weicht er bei Lesungen daher aus: „Ich bin Krimiautor und muss keine Sozialkritik üben.“ Dass sein Krimierstling bei Truppenangehörigen breite Akzeptanz fand, freut ihn nichtsdestotrotz – schließlich hatte er als Zivildienstleistender im Vorfeld nur wenig Kontakt mit der Thematik.

    Ein Prädikat, das Schulte dem Werk hingegen gern anheften lässt, ist das des „Eifel-Krimis“: „Das gilt durch Autoren wie Jacques Berndorf seit vielen Jahren als Qualitätsetikett!“ Breite Leserschichten fühlen sich auch über die Region hinaus vom Eifel-Krimi angesprochen – das zeige nicht zuletzt der Erfolg der ARD-Serie „Mord mit Aussicht“. Auf Insideranspielungen auf bestimmte Orte, die lediglich die Leser in der Eifel verstehen, verzichtet Schulte hingegen. Er will auch Krimifans, die nie am Laacher See waren, ansprechen.

    Humor als Gegenpol zur Thrillerhandlung

    Wie der erste Teil wird auch „Eifelrache“ von den humorvollen Schilderungen geprägt – ein wohltuender Gegenpol zur Spannung, die der Thriller entfaltet: „Ich schreibe gern Figuren, die humorig sind – das heißt ja nicht, dass diese nicht jemandem die Knie brechen können.“ Auch in „Eifelrache“ scheidet mehr als ein Mensch unfreiwillig und auf grausige Art und Weise aus dem Leben. Wie der Anblick, der sich den Ermittlern bietet, genau aussieht, beschreibt Schulte im Gegensatz zu anderen Thrillerautoren dabei nicht bis ins Detail: „Wir sind auf dem deutschen Buchmarkt stark ins Blutige abgeglitten. Das ist nichts, was ich schreiben möchte.“

    Stattdessen konzentriert sich Schulte auf liebevoll ausstaffierte Nebenfiguren, wie das Ehepaar Koslowski aus dem Ruhrpott, das den Campingplatz aufmischt, und temporeiche Dialoge, welche er in den kommenden Wochen bei Lesungen auch live vortragen wird.

    Fans von Paul David dürfen sich im übrigen jetzt schon Hoffnungen auf einen dritten Teil der Reihe machen. Ein Exposé dazu hat Schulte kürzlich beim Verlag eingereicht.

    Die Premierenlesung aus dem Roman „Eifelrache“ beginnt am Dienstag, 19. September, um 19 Uhr, im Historischen Rathaus. Der Eintritt kostet 10 Euro, Karten gibt es im Kulturpunkt, Tel. 02632/922.226, E-Mail kultur@andernach.de

    Von unserer Redakteurin Martina Koch

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