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    Kreis MYK/Koblenz

    Polizisten aus dem Dienst entfernt – Beamter war jahrelang im Kreis MYK im Prostitutionsgeschäft aktiv

    Wegen intensiver Aktivitäten im Rotlichtmilieu hat das Verwaltungsgericht Trier einen Polizisten aus dem Dienst entfernt. Der Beamte war im Kreis Mayen-Koblenz und in Koblenz jahrelang intensiv auch im Prostitutionsgeschäft aktiv.

    Von unserem Mitarbeiter Rainer Neubert

    Warum ein Polizist, der in mehreren Dienststellen im Kreis MYK eingesetzt war, auch dann noch im Rotlichtmilieu aktiv geblieben ist, als schon ein Disziplinarverfahren gegen ihn lief, wird sein Geheimnis bleiben. Vielleicht war es Liebe. Denn nach Angaben des Verwaltungsgerichts Trier, das landesweit für Disziplinarverfahren zuständig ist, dehnte der Beamte seine Verbindung zum Rotlichtmilieu sogar weiter aus, indem er eine Liebesbeziehung zu einer Prostituierten einging.

    Er habe zwei Wohnwagen gekauft, von denen zumindest einer auf dem Koblenzer Straßenstrich eingesetzt worden sei. Zudem sehen die Richter es als erwiesen an, dass der Polizist ohne dienstlichen Grund in diversen polizeilichen Informationssystemen personenbezogene Daten abgerufen hat. Über einen längeren Zeitraum hat der Beamte seine Eigentumswohnung zu Prostitutionszwecken vermietet. Er half auch dabei, dass der Laden gut lief, indem er selbst bei der Erstellung einer Internetseite sowie bei der Schaltung von Anzeigen im Internet und in Printmedien geholfen hat. Auch bei der Anmeldung des Gewerbes beim Finanzamt war er beteiligt.

    Mit diesem Verhalten, so die Richter, habe der Beamte seine Pflicht "zu achtungs- und vertrauenswürdigem Verhalten sowie seine Pflicht, das Ansehen der Polizei zu wahren, nachhaltig verletzt". Von der Öffentlichkeit könne kein Verständnis dafür erwartet werden, dass sich ein Polizeibeamter derart im Rotlichtmilieu engagiere. Jedem Polizisten müsse klar sein, dass bereits das Vermieten seines Eigentums zu gewerblichen Prostitutionszwecken problembehaftet sei und zu Interessenkonflikten führen könne. Der Mann habe nicht nur das Vertrauen des Dienstherren, sondern auch das der Allgemeinheit verloren, sodass eine Entfernung aus dem Dienst unerlässlich sei. Er verliert damit auch seine Pensionsansprüche.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wenn dies der Fall sei, werde der Beamte entlassen, sagte eine Sprecherin des Gerichts.

    Mayen-Andernach
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