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Mayen

Künstlergemeinschaft Augstmühle: Kunstwerke sprechen Augen und Ohren an

Empfohlen wird, die Ausstellung der Künstlergemeinschaft Augstmühle möglichst mit innerer und äußerer Ruhe zu betrachten: kein Ohrclip, kein Handy, keine sonstige Ablenkung. Es treffen mit den Werken so viele Impulse auf einmal auf den Betrachter ein, dass jeder zusätzliche Impuls dazu führen könnte, überfordert zu sein.

Das Foto zeigt die Künstler mit Repräsentanten der Stadt, darunter Oberbürgermeister Wolfgang Treis (6. von links), vor dem Alten Arresthaus. Foto: Axel Holz
Das Foto zeigt die Künstler mit Repräsentanten der Stadt, darunter Oberbürgermeister Wolfgang Treis (6. von links), vor dem Alten Arresthaus.
Foto: Axel Holz

Von unserem Mitarbeiter Axel Holz

Elf Mitglieder der Künstlergemeinschaft Augstmühle und drei Gastkünstler zeigen insgesamt 47 Werke zu 14 verschiedenen Liedthemen. Am Beispiel Jürgen Hatzmann lässt sich zeigen, was den Betrachter erwartet. Er sieht drei kleine Gemälde, zarte Farben in einer Mischtechnik aufgetragen. Er liest die Titel der Bilder: "Über den Wolken", "Wie ein Pfeil zieht sie vorbei" sowie "Und es dröhnt in meinen Ohren". Zugleich erklingt in ihm das Lied von Reinhard Mey "Über den Wolken".

Der Betrachter hebt ab mit seinen Gefühlen, spürt sehnsuchtsvoll den Wunsch nach Ferne und heiler Welt. Da darf nichts dazwischenkommen, damit der wohlige Augenblick für eine kleine Weile anhält und die unvermeidliche Rückkehr in der schlichten Wirklichkeit noch etwas hinausgezögert wird. Wer Zeit und Muße mitbringt, kann sich noch 13 weitere Male solchen Impulsströmen aussetzen und sich fragen, ob das eigene, reale Empfinden mit dem unterstellten Empfinden des Künstlers übereinkommt.

Katalog auf einer Seite

Bei der Vielzahl der Liedthemen, die variantenreich in dinglicher Kunst dargestellt werden – also in Objekten, Fotos, Gemälden, Collagen und Zeichnungen -, hilft beim Betrachten der Bilder der Ausstellungskatalog in Form eines einzigen DIN-A4-Blattes. Der Künstler, die Titel seiner Werke, der Liedinterpret und -texter sowie die Werkmaße, -techniken und- preise sind darauf dokumentiert. Die Frühjahrsausstellung der Künstlergemeinschaft wurde am Sonntagvormittag im Alten Arresthaus eröffnet. 70 Interessierte nahmen an der Vernissage teil. Sie erfuhren unter anderem, dass die Gemeinschaft zunächst ihre internen Fragen klärte, unter anderem einen neuen Vorstand wählte, und sich erst danach in der Lage sah, wieder eine Ausstellung zu organisieren. Michael Bertram, einer der ausstellenden Künstler, dankte an dieser Stelle besonders Richard Frensch und Irmtrud G. Keiffenheim.

Danke sagte Oberbürgermeister Wolfgang Treis – auch im Namen der Beigeordneten Marika Kohlhaas – der Gemeinschaft für ihren Beitrag zum Kulturleben der Stadt. Er wünschte mehr Resonanz und Anteilnahme an diesem Ereignis als in jüngster Zeit. Er verwies auf das Projekt "offenes Atelier" direkt vor dem Alten Arresthaus, das reichlich Aufmerksamkeit erhalten hat und noch wecken soll.

„Bildbesprechung“ folgt Ende April

Die Musik zur Ausstellungseröffnung spielte Dieter Schwall auf seinem Klavier, getreu den Vorgaben der genannten 14 Lieder. Einige Aussteller gaben erste Hinweise zu ihren Werken. Am Samstag, 26. April, werden während einer "Bildbesprechung" alle teilnehmenden Künstler das Wort ergreifen.

Die Ausstellung ist bis zum 27. April samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Weitere Informationen hält die neu gestaltete Internetseite www.augstmuehle.de bereit.

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