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Maria Laach

Besucher der Abtei Maria Laach sollen die Region kennenlernen

Rund 1,5 Millionen Tagesgäste besuchen Jahr für Jahr die Abtei Maria Laach. In diesem Besucherzuspruch erkennen die umliegenden Verbandsgemeinden Mendig, Pellenz und Brohltal eine große Chance.

Besucher der Abtei Maria Laach sollen die Region kennenlernen
An den Hofladen an der Abtei Maria Laach soll eine Tourist-Info angebaut werden, damit Besucher mehr über den weitere Region erfahren.
Foto: Hilko Röttgers

Sie planen nun, gemeinsam eine Tourist-Information auf dem Parkplatz von Maria Laach zu errichten und zu betreiben. Dort sollen die Besucher der Abtei auch auf die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung aufmerksam gemacht werden.

Noch befinden sich die Planungen zwar in einem frühen Stadium. Der Mendiger Verbandsgemeinderat hat sich jedoch kürzlich bereits mit dem Projekt beschäftigt und einstimmig bei einer Enthaltung den Grundsatzbeschluss gefasst, das Vorhaben anzugehen. Die Verbandsgemeindeverwaltung wird nun die erforderlichen Organisations- und Personalplanungen aufstellen und eine Kooperationsvereinbarung mit den anderen Projektteilnehmern aufsetzen. Auch die Verbandsgemeinden (VG) Pellenz und Brohltal werden einen Teil der Vorarbeiten übernehmen: Während sich das Brohltal dem Bauantragsverfahren und seiner Umsetzung widmet, beantragt die Pellenz die möglichen Fördergelder. „Wir konzipieren das Ganze als Modellprojekt“, erläuterte Mendigs VG-Bürgermeister Jörg Lempertz.

Die Tourist-Information soll an den bestehenden Hofladen auf dem Parkplatz von Maria Laach angebaut werden. Auf diese Weise könnten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, sodass alle Beteiligten – die Verbandsgemeinden, der Hofladen und das Kloster Maria Laach – von der Maßnahme profitieren. Denn im Zuge der Bauarbeiten soll nicht nur die neue Tourist-Info entstehen. Gleichzeitig könnte auch der Hofladen erweitert werden. Und es wäre möglich, die dortigen öffentlichen Toiletten zu erneuern, die sanierungsbedürftig sind.

Eine erste Kostenschätzung, bei der die Erneuerung der Toilettenanlage jedoch noch nicht berücksichtigt ist, geht von einem Investitionsvolumen von 93 000 Euro aus. Ziel ist, rund die Hälfte der Kosten über Fördergelder zu finanzieren. Die Restkosten teilen die Projektpartner untereinander auf. „Dabei muss noch geklärt werden, wer welchen Anteil leistet“, sagte Lempertz im VG-Rat.

Auch über die genaue Ausgestaltung der Tourist-Info müssen sich die Projektpartner noch verständigen. In der Vorlage zur Sitzung des Mendiger Verbandsgemeinderates heißt es etwa, dass jeder Kooperationspartner zwei 450-Euro-Kräfte für den Dienst in der Tourist-Info zu Verfügung stellen soll. Die Einrichtung soll von Ostern bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. „Heute geht es aber erst einmal darum, den Startschuss zu geben“, betonte Lempertz. „Wie legen uns noch nicht auf irgendeine Variante fest.“

Von einem „entscheidenden Termin für die Förderung des Tourismus“ sprach Achim Diensberg (CDU) während der Ratssitzung. Mit 1,5 Millionen Tagesgästen sei Maria Laach d a s touristische Zentrum. „Von dort aus müssen wir die Region vermarkten“, betonte Diensberg. In der Tourist-Info könnte nicht nur auf weitere Sehenswürdigkeiten hingewiesen werden, sondern auch auf die Angebote von Gastronomie und Hotellerie.

Diensberg plädierte dafür, das geplante Vorhaben möglichst schnell auf den Weg bringen. „Die ersten Touristen sind schon auf dem Weg“, sagte er. Dafür sprach sich auch VG-Bürgermeister Lempertz aus, der das Vorhaben als Riesenchance bezeichnete. Hilko Röttgers

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