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Koblenz

Zentralplatz: Bürger sollen Namen für Kulturbau suchen

Spätestens bis zum Sommer soll der Kulturbau auf dem Zentralplatz einen richtigen Namen haben – und die Bürger sollen dazu ihre Ideen einbringen. Der Stadtrat stimmt bei seiner Sitzung am nächsten Freitag über ein Vorschlagsverfahren ab, mit dem der Name gefunden werden soll. Wenn alles gut läuft, könnte der Name schon zur Übergabe des veredelten Rohbaus an die Stadt am 10. Mai feststehen, sodass dieser direkt für die Vermarktung genutzt werden könnte.

Koblenz – Spätestens bis zum Sommer soll der Kulturbau auf dem Zentralplatz einen richtigen Namen haben – und die Bürger sollen dazu ihre Ideen einbringen. Der Stadtrat stimmt bei seiner Sitzung am nächsten Freitag über ein Vorschlagsverfahren ab, mit dem der Name gefunden werden soll. Wenn alles gut läuft, könnte der Name schon zur Übergabe des veredelten Rohbaus an die Stadt am 10. Mai feststehen, sodass dieser direkt für die Vermarktung genutzt werden könnte.

Aber erst einmal sind die Koblenzer am Zug. Das "Kulturgebäude" ist nur ein Arbeitstitel, ein echter Name soll her. Die Stadt will deshalb einen Wettbewerb ausloben. Geplant ist bislang, dass die Bürger ihre Vorschläge schriftlich bei der Stadt einreichen können. Der Wettbewerb könnte noch im April stattfinden, der genaue Termin ist aber noch offen und hängt auch von der Entscheidung des Rats ab. Der Wettbewerb soll zwei Wochen dauern. Die Kosten des Verfahrens werden auf insgesamt 10 000 Euro geschätzt.

Eine 15-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Kulturdezernent Detlef Knopp soll den Gewinnervorschlag auswählen, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat. Eine abschließende Abstimmung durch die Bürger ist nicht vorgesehen, da es nicht auszuschließen ist, dass der Stadtrat sich diesem Votum nicht anschließt. Unter den Einsendern teilt die Jury eine Preisgeldsumme von insgesamt 3000 Euro auf, außerdem werden Trostpreise verlost. Mitmachen können laut Plan nur Bürger ab 18 Jahre, da bei Minderjährigen erst die Zustimmung des Erziehungsberechtigten eingeholt werden müsste.

Damit nur ernst gemeinte Vorschläge eingereicht werden, dürfen Wettbewerbsbeiträge nur ganz klassisch per Post geschickt werden. "Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass die sozialen Netzwerke mit ihren Kommunikationsstrukturen (zum Beispiel Facebook) solche Verfahren auch entwerten und bis zur Lächerlichkeit führen", heißt es in dem Konzept. Per E-Mail befürchtet man eine zu große Anzahl an Vorschlägen, die gar nicht mehr bearbeitet werden könnte.

Wenn der Kulturbau endgültig getauft werden soll, dann sind die Anforderungen hoch. Eine ganze Palette an Kriterien haben die Verantwortlichen schon aufgestellt:

- Der Name sollte originell, möglichst einmalig und damit auch neu sein.

- Der Name sollte dem neuen Gebäude und seiner Nutzung gerecht werden. Er soll nicht zu Sprachspielen einladen, die das Gebäude vielleicht lächerlich machen.

- Der Name soll einfach, kurz, zutreffend und griffig sein. Er sollte leicht zu merken sein und sich im deutschen Sprachgebrauch gut weitersagen lassen.

- Der Name sollte möglichst etwas mit dem konkreten Ort zu tun haben – zum Beispiel mit seiner Geschichte oder mit den Besonderheiten des neuen Gebäudes.

- Der Name soll den Besuchern ein positives Bild vom Kulturbau vermitteln und die Imagebildung unterstützen.

- Der Name soll zeitgemäß und zukunftsgerichtet sein, muss aber auch viele Jahre und Jahrzehnte Bestand haben.

Auch das Urheberrecht ist zu berücksichtigen: Der Name darf nicht bereits von einer anderen Institution genutzt werden, und die Internetdomain darf auch nicht belegt sein. Die bisherige Vorarbeit hat der Projektleitung Zentralplatz gezeigt, dass es viele Ideen gibt, die bereits vergeben sind. Die Namensfindung für den Kulturbau könnte durch bestehende, nicht erwerbbare Namensrechte also erschwert werden.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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