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Weißenthurm

Weißenthurmer Etat: Vor allem Kinder sollen profitieren

Damian Morcinek

Weißenthurm wächst. In den vergangenen Jahren hat die Stadt mehr als 1000 Einwohner hinzugewinnen können, sodass es mittlerweile insgesamt knapp 9000 sind. Das ist positiv, doch mit der Einwohnerzahl wächst auch der Bedarf an Kita- und Grundschulplätzen. So will sich die Stadt in diesem Jahr diesen und weiteren Herausforderungen stellen – und muss dafür einiges an Geld in die Hand nehmen.

Die Grundschule in Weißenthurm soll erweitert werden. 200.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Fotos: Sascha Ditscher
Die Grundschule in Weißenthurm soll erweitert werden. 200.000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Fotos: Sascha Ditscher
Foto: Sascha Ditscher

Insgesamt gut 1,9 Millionen Euro sollen gemäß des jüngst im Stadtrat verabschiedeten Haushaltsplans 2018 in Weißenthurm investiert werden. „Wir stehen nun vor der konkreten Umsetzung des Ersatzneubaus für die Kita St. Franziskus“, sagte Stadtbürgermeister Gerd Heim, der sich insbesondere über die enge Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm freut, die an gleicher Stelle zusätzliche Kitagruppen plant. Aus heutiger Sicht soll so ein sechsgruppiger Kitaneubau auf dem ehemaligen Kirmesplatz entstehen. Als logische Konsequenz dieser Maßnahme bezeichnete Simone Theisen-Diether, stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, die geplante Erweiterung der Grundschule. Die Planung dafür wird laut Stadtchef von der VG übernommen. Die dafür benötigten Mittel werden stufenweise in die Haushalte 2018 bis 2020 eingestellt. Am meisten Geld fließt in diesem Jahr mit veranschlagten 900.000 Euro aber in die Stadtkernsanierung. Die Hoffnung: Trotz Verzögerungen durch Hochwasser soll die Sanierung des Rheinufers 2018 abgeschlossen werden. „Das ist schon ein ordentliches Paket, das die Stadt auch 2018 wieder zu tragen hat, auch wenn man bedenkt, dass die Einnahmenseite ähnlich schwierig ist“, betonte Simone Theisen-Diether.

Auf dem ehemaligen Kirmesplatz in Weißenthurm soll der Ersatzneubau für die Kita St. Franziskus entstehen.
Auf dem ehemaligen Kirmesplatz in Weißenthurm soll der Ersatzneubau für die Kita St. Franziskus entstehen.
Foto: Sascha Ditscher

„Es wird keine Steuererhöhungen geben, obwohl die immer wieder vom Rechnungshof gefordert werden“, hatte der Stadtbürgermeister angekündigt. Und auch wenn sich Weißenthurm 2018 über ein Plus von gut 190.000 Euro bei den Steuereinnahmen und allgemeinen Zuweisungen sowie eine Gewerbesteuernachzahlung in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro freuen kann, die sich positiv auf den Etat 2018 auswirkt, bleibt die Bilanz unterm Strich ernüchternd. Denn im Detail weist der Etat 2018 der Stadt Weißenthurm im Ergebnishaushalt einen Fehlbetrag von gut 640.000 Euro aus – knapp 540.000 Euro mehr als im Haushaltsjahr 2017. Im Finanzhaushalt fällt der Blick vor allem auf die Entwicklung der Kredite. Zwar konnte laut Heim durch besagte Gewerbesteuernachzahlung ein Teil der Liquiditätskredite zurückgezahlt werden, Entspannung tritt durch eine erneute Aufnahme von Investitionskrediten in Höhe von 1,6 Millionen Euro aber nicht auf. So klettert die Summe aller Verbindlichkeiten zum Ende des Haushaltsjahres voraussichtlich auf knapp 11,6 Millionen Euro.

Trotz dieser Lage warb der FWG-Fraktionschef dafür, aber auch in Zukunft zu investieren. „Es ist noch viel zu tun, und es kann kein Argument sein: Es ist kein Geld da“, sagte Christoph Tillmann. Man dürfe nicht jene Projekte außer Acht lassen, die nicht im aktuellen Etat verankert sind. „Projekte, die entscheidend dafür sind, wie Weißenthurm in zehn Jahren aussieht“, betonte er und sprach mehrere Bebauungspläne sowie die geplante Stadtkernsanierung II an.

Von unserem Redakteur Damian Morcinek

Investitionen im Überblick

Die Stadt Weißenthurm hat in ihrem Haushalt für das Jahr 2018 Investitionen mit einem Gesamtbetrag von gut 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Hier ein Überblick über die vorgesehenen Projekte:

  • Stadtsanierung: Rheinufer, etc. (900.000 Euro);
  • Kitaneubau (650.000 Euro);
  • Grundschule: Erweiterung und Planung (200.000 Euro) sowie pauschale Zuwendung laut Schulträgerausschuss (10.600 Euro);
  • Allgemeiner Grunderwerb (120.000 Euro);
  • Konzeptplanung für den Friedhof (20.000 Euro);
  • Öffentliche Grünflächen: Stromsäule für Courrieres Park (10.000 Euro);
  • Pauschale für den Erwerb von Straßenparzellen (2000 Euro);
  • L 121/Hauptstraße (1000 Euro). dam
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