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Metternich

Trierer Straße: Raser auf der Rumpelpiste

Seit die Bauarbeiten an der Trierer Straße vor der Einmündung in die Rübenacher Straße im November abgeschlossen wurden, ist dieser Teil der Straße eine reine Rumpelpiste.

Monatelang wurde in diesem Teil der Trierer Straße gebaut, jetzt ist die Straße hier eine Holperpiste, bis die Deckschicht im Frühjahr komplett erneuert wird. Bis es so weit ist, haben Anwohner aber ein Problem: Nach wie vor sind viele Fahrer zu schnell unterwegs.
Monatelang wurde in diesem Teil der Trierer Straße gebaut, jetzt ist die Straße hier eine Holperpiste, bis die Deckschicht im Frühjahr komplett erneuert wird. Bis es so weit ist, haben Anwohner aber ein Problem: Nach wie vor sind viele Fahrer zu schnell unterwegs.
Foto: Sascha Ditscher

Notdürftig geflickt, wartet er darauf, demnächst komplett erneuert zu werden – und bis es so weit ist, gilt eben eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Doch dass es damit nicht getan ist, schildert ein Anwohner.

"Leider hält sich so gut wie niemand daran", schreibt der Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte, an unsere Zeitung. Autos, Busse und Lastwagen würden unvermindert schnell über die Bundesstraße fahren, und vor allem die schweren Fahrzeuge würden dabei heftige Vibrationen und Erschütterungen in den anliegenden Häusern verursachen – auch in seinem. Er fürchtet, dass dieses dadurch geschädigt wird.

Tatsächlich sind die Geschwindigkeitsüberschreitungen zahlreich, offensichtlich vor allem im morgendlichen Berufsverkehr. Am 13. Dezember, einem Mittwoch, hat das Ordnungsamt zum Beispiel in drei Stunden 1878 Durchfahrten registriert, 308 Verwarnungen waren nötig, davon 13 Bußgelder. Das Problem, dass hier trotz Geschwindigkeitsbegrenzung viele zu schnell unterwegs sind, ist der Stadt bekannt, deshalb kontrolliert das Ordnungsamt auch.

Aber: So oft wie vielleicht nötig, um das Tempolimit wirklich durchzusetzen, kann das Ordnungsamt gar nicht vor Ort sein. "Engmaschige Kontrollen" können nicht durchgeführt werden, schreibt ein Mitarbeiter des Amts an den Anwohner. "Die Vielzahl an neuralgischen und vor allem unfallträchtigen Straßenbereichen muss bei der Einsatzplanung immer mit einer höheren Priorität berücksichtigt werden."

Den Anwohner ärgert das – und er verlangt, dass die Stadt Maßnahmen ergreift, damit in der Trierer Straße weniger gerast wird. Eher unauffällige Schilder am Straßenrand aufzustellen, reiche dafür nicht aus: "Es sind offenbar zwingend weitere Maßnahmen erforderlich, zum Beispiel dauerhafte Geschwindigkeitskontrollen oder andere verkehrsdämpfende Maßnahmen."

Einige Vorschläge hat er auch der Stadt unterbreitet: größere, möglichst beleuchtete Schilder, die auf Tempo 30 hinweisen, Warnbaken am Fahrbahnrand, um auf die "Baustelle" aufmerksam zu machen, Verkehrsinseln oder Überquerungshilfen für Fußgänger, digitale Geschwindigkeitsanzeigen. Die Deckschicht des Straßenabschnitts sollte außerdem so schnell wie möglich erneuert werden.

Auf Anfrage reagiert die Stadt hier eher verhalten: "Die Stadt schafft weitere digitale Geschwindigkeitsanzeigen an und wird sie auch an dieser Stelle einsetzen." Zu den anderen Vorschlägen äußert sie sich nicht.

Lösen wird sich zumindest das Tempo-30-Problem dann wohl im Frühling: Voraussichtlich bis Ende April/Anfang Mai wird die Deckschicht in der Trierer Straße zwischen den Einmündungen Bubenheimer Weg und Rübenacher Straße erneuert. Aktuell ist dies wegen des Wetters nicht möglich.

Das generelle Verkehrsproblem in der Straße, das viele Anwohner beklagen, löst dies freilich nicht. Um der hohen Verkehrsbelastung, dem Lärm und der oft hohen Geschwindigkeiten Herr zu werden, wird immer wieder gefordert, dass hier dauerhaft nur 30 km/h erlaubt sind – bislang ohne Erfolg.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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