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Metternich

Trierer Straße: Die Bauarbeiten sind vorbei, und der Lärm ist wieder da

Stephanie Mersmann

Nachdem die Trierer Straße wegen Kanal- und Sanierungsarbeiten gefühlte Ewigkeiten eine Baustelle war, kann der Verkehr seit Mai nun wieder ungehindert rollen.

Dass die Trierer Straße keine Großbaustelle mehr ist, ist eine Erleichterung für viele Autofahrer, gleichzeitig wird Lärm aber wieder zu einem größeren Problem. Darauf will die Stadt reagieren – und die Bundesstraße könnte dafür einmal ganz anders aussehen als bislang.
Dass die Trierer Straße keine Großbaustelle mehr ist, ist eine Erleichterung für viele Autofahrer, gleichzeitig wird Lärm aber wieder zu einem größeren Problem. Darauf will die Stadt reagieren – und die Bundesstraße könnte dafür einmal ganz anders aussehen als bislang.
Foto: Sascha Ditscher

Bis auf eine andere, kleinere Baustelle am Anfang der Straße gilt: Autos können wieder auf allen Spuren und ohne streckenweise Geschwindigkeitsbegrenzung fahren. Was für viele Autofahrer eine Erleichterung ist, hat aber auch negative Begleiterscheidungen. Denn ein altes Problem ist wieder aktuell geworden: die Lärmbelastung.

„Nach uns vorliegenden Mitteilungen ist nach der Beendigung der Bauarbeiten in der Trierer Straße die Lärmbelastung wieder deutlich angestiegen“, erklärt die FDP-Fraktion in einer Anfrage an die Stadt. Sie vermutet, dass dies damit zusammenhängt, dass auf der vierspurigen Bundesstraße Tempo 50 oft nicht eingehalten wird. Insbesondere nach der Abzweigung in die Rübenacher Straße werde oft noch schnell mit überhöhter Geschwindigkeit und aufheulendem Motor überholt.

Neu ist das nicht: Lärm und zu schnell fahrende Autos sind schon lange ein Thema an der Trierer Straße, und wahrscheinlich ebenso lange schon wird die Einführung einer Tempo-30-Zone in der stark frequentierten Bundesstraße gefordert. Auch jetzt schlägt die FDP wieder vor, „wenigstens versuchsweise“ eine Geschwindigkeitsreduzierung durchzusetzen.

Die Stadt erteilt dem eine Absage, derzeit wird keine Möglichkeit dafür gesehen. Aber: Die Stadt sagt nun auch definitiv, dass sie eine zweistreifige Verkehrsführung in der Trierer/Mayener Straße erproben wird. Bislang war man hier im Ungefähren geblieben. Im November noch hatte es geheißen, dass es nach bisherigen Erkenntnissen „zwingend notwendig“ sei, dass es auf der Trierer Straße zwei Streifen in jede Richtung gibt, um die Leistungsfähigkeit der Straße aufrechtzuerhalten.

Baudezernent Bert Flöck hatte damals aber auch gesagt, dass eine komplette Umgestaltung der Trierer Straße zumindest nicht ausgeschlossen sei. Und Oberbürgermeister David Langner erklärte später in einem Interview, dass die Straße für den Autoverkehr zweispurig gemacht werden könnte und die frei gewordenen Spuren dann fürs Parken genutzt oder testweise in eine Fahrrad- oder Bustrasse verwandelt werden könnten. Das scheint nun beschlossene Sache zu sein.

Mit Geschwindigkeitskontrollen hingegen bekommt man das Raserproblem aktuell nicht in den Griff. „Seitens der Verkehrsüberwachung erfolgen Geschwindigkeitskontrollen im Bereich der Trierer Straße nicht engmaschig, sondern allenfalls ein- bis zweimal monatlich“, so die Stadt auf Anfrage der FDP.

Schuld daran sind die Vielzahl der Messstellen in der Stadt – mehr als 70 – und die angespannte Personalsituation. Priorität hat die Kontrolle etwa im Bereich von Schulen, Kliniken und Altenheimen sowie an Unfallschwerpunkten. Aber: Die Personalsituation soll sich bessern, und die verschiedenen Messpunkte sollen in Bezug auf die Wertigkeit näher betrachtet werden, kündigt die Stadt an.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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