40.000
Aus unserem Archiv
Koblenz

Schrägaufzug macht alten Traum wahr

Nach zehnmonatiger Bauzeit hat sich in Ehrenbreitstein ein alter Traum erfüllt: Die Verbindung der alten Residenzstadt mit der Festung kann nun in Betrieb genommen werden.

Koblenz – Nach zehnmonatiger Bauzeit hat sich in Ehrenbreitstein ein alter Traum erfüllt: Die Verbindung der alten Residenzstadt mit der Festung kann nun in Betrieb genommen werden.

Am Dienstag bestand die Kabine, die auf einer 270 Meter langen Schiene in luftige Höhen gleitet, ihre Jungfernfahrt mit Bravour. Wer nicht dabei sein konnte, muss sich noch bis Freitag gedulden. Dann wird nämlich die Buga eröffnet und damit auch der reguläre Betrieb.

Obwohl die Fertigstellung des Aufzugs zeitgleich zum Auftakt der Bundesgartenschau gelang, ist die neue Verbindung nicht Bestandteil des Buga-Verkehrskonzeptes. Das machte Buga-Chef Hanspeter Faas bei der kurzen Einweihungszeremonie deutlich. Denn die Kapazität der Kabine ist auf 25 Personen pro Fahrt ausgelegt. Das reicht für die Zeit nach der Buga dicke.

Jugendherberge profitiert

Der elektrische Aufzug hat vor allem die Funktion, die Gäste der Jugendherberge mit ihrem schweren Gepäck zu entlasten. Auch für die Mitarbeiter der Generaldirektion wurde eine Möglichkeit geschaffen, die in Zukunft autofreie Festung zu erreichen. Buga-Gäste, die nicht mit der Seilbahn fahren wollen, können den Pendelbus nehmen. In diesem Fall ist die Fahrt in der Buga-Eintrittskarte enthalten. Anders der Schrägaufzug: Hier werden 5 Euro für eine Hin- und Rückfahrt fällig. Kinder bis 14 Jahre brauchen nichts für die insgesamt fünfminütige Hin- und Rückfahrt zu bezahlen.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig erklärte, dass die Finanzierung des 2,5-Millionen-Euro-Projektes im Verbund erfolgte. Geld gab es vom Wirtschaftsministerium, der Buga-GmbH und von einem Verbund der kommunalen Energieversorger EVM und Thüga. Realisiert wurde die beeindruckende Konstruktion von ABS-Transportbahnen, einer Teil der Doppelmayr-Gruppe, die bekanntlich für den Bau und den Betrieb der Seilbahn verantwortlich zeichnet.

Neue Betreiberin

Im Gegensatz zur Konzernmutter wird ABS nicht als Betreiberin auftreten. Das wird nach der Buga eine neu gegründete Tochter der Stadtwerke übernehmen. In den kommenden sechs Monaten wird sich die Buga-GmbH selbst um alles kümmern. Nach der Schau wird der Schrägaufzug jedoch an das neue Unternehmen verkauft. Das ist kein Trick, sondern eine Notwendigkeit, weil die Buga-GmbH – wie andernorts auch – nach dem Ende der Schau schrittweise liquidiert wird und daher eine langfristige Lösung gefunden werden muss.

Der Schrägaufzug wird künftig vollautomatisch an sieben Tagen in der Woche von 6 bis 0.30 Uhr unterwegs sein. Karten werden während der Buga vom Personal ausgegeben. Nach der Schau wird es eine Automatenlösung geben. Und: Fahrgäste werden dann die Möglichkeit haben, den Aufzug selbst anzufordern und zu bedienen. Das dürfte einfach werden: Denn die panoramaverglaste Anlage, die einen wunderschönen Blick ins Tal Ehrenbreitstein bietet, funktioniert wie ein Fahrstuhl.

Reinhard Kallenbach

Koblenz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

epaper-startseite
Wetter
Montag

11°C - 19°C
Dienstag

6°C - 15°C
Mittwoch

5°C - 12°C
Donnerstag

4°C - 11°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerie: Fotos unserer Leser
Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
Koblenzer Stadt-Geschichten

Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf