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Koblenz

Produktpiraterie: Ausstellung in Koblenz zeigt dreiste Plagiate

Um das Bewusstsein für Produkt- und Markenpiraterie zu stärken, zeigt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz derzeit in Kooperation mit dem Museum Plagiarius aus Solingen einige Ausstellungsstücke in ihren Räumen.

Viele Plagiate sind einfach nur dreist – wie dieser Hochdruckreiniger (links: das Original).
Viele Plagiate sind einfach nur dreist – wie dieser Hochdruckreiniger (links: das Original).

Nachahmen und Nacheifern ist zweierlei: Getreu diesem Motto widmet sich die "Aktion Plagiarius" kritisch der weltweit grassierenden Produkt- und Markenpiraterie. Ob Spielzeug, Besteck, Hochdruckreiniger oder sogar Medikamente – nahezu alles ist als Plagiat auf dem Markt zu bekommen, und teilweise verblüfft die Dreistigkeit, mit der die Kopierer zu Werke gehen. Um das Bewusstsein dafür zu stärken, zeigt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz derzeit in Kooperation mit dem Museum Plagiarius aus Solingen einige Ausstellungsstücke in ihren Räumen.

Produkt- und Markenpiraterie gehört zum schwerwiegendsten Zweig der Wirtschaftskriminalität, heißt es in der Pressemitteilung der IHK zur Ausstellung. Dabei nehmen die Fälschungen zu, wie auch die Zoll-Jahresbilanz für das Jahr 2013 belegt: Der Zoll verhinderte demnach die Einfuhr von mehr als 3,9 Millionen (2012: 3,2 Millionen) gefälschten Waren im Wert von 134 Millionen Euro (2012: 127 Millionen Euro). Rund drei Viertel davon stammten aus Hongkong. Auch das Hauptzollamt Koblenz stellte Sendungen in einem Originalwert von fast 9 Millionen Euro sicher. Zum Vorjahr (1 904 550 Euro) hat sich die Summe fast vervierfacht.

Für innovative Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, stellen die Nachahmungen eine Bedrohung für ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit die Sicherung der Arbeitsplätze dar, stellt die IHK fest. "Firmen gehen mit ihren Entwicklungen immer ein unternehmerisches Risiko ein", schildert Norbert Strompen, Referent Innovation und Technologe bei der IHK Koblenz. Denn von der Idee bis zum marktfähigen Endprodukt sei es ein langer und kostenintensiver Weg.

Die unlauteren Geschäftspraktiken ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und für das Thema zu sensibilisieren ist das Anliegen der Aktion Plagiarius. Seit knapp 40 Jahren vergibt die Aktion deshalb den Negativ-Preis "Plagiarius" in Form eines schwarzen Gartenzwerges mit goldener Nase an Hersteller von besonders dreisten Nachahmungen. Gesammelt werden Plagiate im Museum in Solingen. Mittlerweile umfasst die Ausstellung mehr als 350 Objekte aus den unterschiedlichsten Branchen, die im direkten Vergleich, Original und Plagiat, dort zu sehen sind.

Das Museum Plagiarius

Die Ausstellung mit 34 Produktpaaren des Plagiarius-Museums ist noch bis Donnerstag, 20. November, in den Räumlichkeiten der IHK Koblenz, Schlossstraße 2, während der Öffnungszeiten von 7.30 bis 18 Uhr zu sehen.

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