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Vallendar

Pläne für Vallendar: Rheinufer soll attraktiver werden

Winfried Scholz

Die nicht allzu attraktive Rheinfront in Vallendar soll sich verändern. Vielleicht können die Vallendarer und ihre Gäste in nicht allzu ferner Zukunft an der Einmündung des Löhrbachs in den Rhein an einem Sandstrand oder auf einer Liegeterrasse ihre Freizeit verbringen. Dies sieht ein vorläufiges Arbeitspapier vor, das Stadtplaner Roland Kettering vom Planungsbüro BBP Kaiserslautern bei der jüngsten Stadtratssitzung vorstellte. Aus verschiedenen Modulen soll sich später ein Gesamtplan zusammensetzen, dessen Ziel ist, „das Rheinufer zu einer guten Adresse Vallendars zu machen“, wie Kettering betonte.

Die vorgestellte Planung fand die Zustimmung der Ratsparteien: „sehr gut gelungen“ (Wolfgang Borreck/CDU), „eine runde Sache (Wolfgang Heitmann/SPD), „eine enorme Aufwertung des Rheinufers“ (Joachim Karbach, ULV), „Ich finde den Plan großartig“ (Carmen Bohlender/Grüne).

So könnte nach den Vorstellungen des Planungsbüros BBP aus Kaiserslautern der Einmündungsbereich gestaltet werden.
So könnte nach den Vorstellungen des Planungsbüros BBP aus Kaiserslautern der Einmündungsbereich gestaltet werden.
Foto: Illustration BBP

Die Vorgeschichte: Priorität für die Umgestaltung des Rheinufers, offiziell Willy-Brandt-Ufer, hat die Einmündung des Löhrbachs. Sein letztes Teilstück fließt in einem Tunnel unter der L 308, unterquert die B 42 sowie die K 82 und mündet zwischen Niederwerther Brücke und der Rampe der ehemaligen Fähre in den Rhein. Die Verrohrung des letzten Teilstücks weist enorme Schäden auf, deren Sanierung mit hohen Kosten verbunden wäre. Der für den Bach zuständige Rat der Verbandsgemeinde (VG) hat daher eine Planung erstellen lassen, die eine Offenlegung des letzten Teilstücks nach der Unterquerung der K 82 vorsieht. Diese Planung wurde dem Stadtrat bereits früher vorgestellt. Der beauftragte dann das Büro BBP mit einer Fortschreibung und Vertiefung des schon existierenden Rahmenplans „Rheinufer Süd“. Dies geschah im Rahmen des vom Bund geförderten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Ziel der Neugestaltung ist, neben der Offenlegung des Bachs ein qualitativ höherwertiges Gebiet für Naherholung Suchende, Besucher und Freizeitsportler zu schaffen.

Die Ideen des Planers: Im Vordergrund soll eine qualitative Aufwertung der Frei- und Spielflächen stehen. Dies geht allerdings zulasten vorhandener Parkplätze. Deren Zahl wird abnehmen. Sie sollen in den Bereich Rheinufer Nord verlegt werden; der entsprechende Bebauungsplan war Gegenstand eines weiteren Tagesordnungspunkts, über den die RZ noch berichten wird. Neben Pkw-Kurzparkplätzen sollen Haltebereiche für Busse und Taxis sowie Boxen für Fahrräder geschaffen werden. Der Radweg entlang des Rheins soll so durch das Gelände geführt werden, sodass der Fokus der Radfahrer auch auf die Innenstadt gerichtet wird.

Neben Strand und Terrasse könnte nach den Worten des Planers ein kleiner Yachthafen entstehen. Das gastronomische Angebot könnte durch ein Bistro gedeckt werden.

Außerdem soll die Schiffsanlegestelle der Firma Gilles eine neue Qualität erhalten. Die Planung wird von der Reederei ausdrücklich begrüßt, wie Kettering berichtete. Auch der Hubschrauberlandeplatz könnte weiter bestehen bleiben. Der existierende Bebauungsplan „Rheinufer“ müsste allerdings angepasst werden.

Die Finanzierung: Über konkrete Zahlen wurde noch nicht gesprochen. Für die Offenlegung des Bachs hat die hierfür antragsberechtigte Verbandsgemeinde Zuschüsse aus dem Landesprogramm „Aktion Blau Plus“ angemeldet. Dabei werden Maßnahmen zur Wiederherstellung von naturnahen Gewässerzuständen mit bis zu 90 Prozent gefördert. Der Rest müsste von der Stadt Vallendar übernommen werden. Wie VG-Bauamtsleiter Hans-Peter Kuhl erklärte, haben bereits Abstimmungsgespräche mit dem Land sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord stattgefunden. Die übrigen Maßnahmen könnten dann im Rahmen des Stadtumbauprogramms durchgeführt und gefördert werden.

Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

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