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Asterstein

Nach Brand der Eifelblickhütte: Bis Ostern soll die neue Grillhütte fertig werden

Da steht sie auf dem Platz der alten Holzhütte, die neue Eifelblickhütte. Noch ohne Dach, das kommt am Wochenende. Nackte Betonplatten, die einem neuerlichen Angriff eines Feuerteufels besser standhalten können. Denn im vergangenen Spätherbst, als diese Hütte oberhalb des Astersteins in Flammen aufging, da brannten auch viele andere Hütten und Strohballen auf Feldern. Gefasst wurde der Brandstifter nie – ausgeschlossen ist also auch nicht, dass er irgendwann wieder sein Unwesen treibt.

Jetzt, mehr als ein Jahr nach dem Brand, der in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 2016 die Hütte komplett zerstört hat, ist der Verein nun mitten im Wiederaufbau. Die Baugenehmigung hat recht lange auf sich warten lassen, auch weil verschiedene Gutachten zu erstellen waren, unter anderem ein Umweltgutachten. Nun aber kann der Verschönerungsverein Pfaffendorf an der gleichen Stelle eine neue Hütte bauen – bauen lassen, um genau zu sein. Denn für die Arbeiten, die bisher erfolgt sind, wurden Fachleute gebraucht.

„Das Schwierigste an der Baustelle ist die Zufahrt“, sagt Marco Beckermann von der Firma Beckermann & Zimmermann. Denn über den schmalen, steinigen und matschigen Zuweg mussten sich alle Baumaschinen quälen. Der Verein hatte lang gehofft, dass die alte Bodenplatte der Hütte nutzbar wäre – doch statische Berechnungen ergaben, dass die nicht ausreichend ist. Also wurde die alte Platte entfernt, eine neue gegossen, beschreibt Polier Joachim Hammes.

Die Hütte ist nun ein bisschen größer als die alte, vor allem, weil ein kleines Nebenräumchen angebaut wurde, in dem die Sitzmöbel aus dem Außenbereich untergebracht werden können, erklären Gerhard Bruchhof, Joachim Zimmermann und Klaus Weiler vom Verschönerungsverein. Die alte Hütte war mit festen Tischen und Bänken auf der Terrasse ausgestattet, doch auch diese wurden immer wieder beschädigt. Nun sollen Biergarnituren angeschafft werden, die im Räumchen weggeschlossen werden können.

Größer als zuvor wird auch die überdachte Terrasse, die gepflastert werden soll und nur noch eine Stufe unter der Ebene der Hütte liegt, nicht mehr mehrere, wie früher. Die Stellen für die Pfeiler sind bereits betoniert. Am Wochenende kommt das Dach auf die Hütte drauf, und auch die Dachplatten für die Terrasse warten schon auf den Aufbau. Wie schnell es mit den Arbeiten dann weitergehen kann, hängt natürlich auch von der Witterung ab.

„Ab Ostern wollen wir wieder vermieten können“, sagt Vereinsvorsitzender Gerhard Bruchhof vorsichtig. Anfragen sind jetzt aber noch zwecklos, fügt er hinzu, wenn der Startschuss erfolgen kann, wird sich der Verein an die Öffentlichkeit wenden. Wie die Hütte am Anfang genau aussehen wird, das ist noch nicht ganz klar – wahrscheinlich werden die Betonplatten innen erst einmal nur gestrichen und außen gelassen, wie sie sind. Perspektivisch sollen sie wieder naturnäher gestaltet werden, sagt Bruchhof, „aber da müssen wir sehen, wie wir mit dem Geld klarkommen.“ Rund 70 Prozent der Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro seien bisher über Spenden finanziert – neben vielen anderen kleinen Spenden gab es unter anderem 5000 Euro von der Sparkasse und 1000 Euro von den Buga-Freunden. Der Rest des Geldes muss über die Vermietung reinkommen, auch deshalb ist es wichtig, dass die Hütte schnell wieder nutzbar wird. Aber auch, weil sie dem Verein als Treffpunkt schmerzlich fehlt.

Hinweise auf die Brandstifter gibt es übrigens nach wie vor nicht. „Trotz umfangreicher Ermittlungen gibt es bislang keinen Hinweis auf einen oder mehrere Täter“, so Claudia Müller von der Pressestelle der Polizei. Im Sommer fand eine Begehung der Tatorte mit Spezialisten des Landeskriminalamts statt. Das Gutachten der Begehung steht noch aus.

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

Der Wiederaufbau in Zahlen

50.000 Euro wird der Neubau der Hütte insgesamt kosten, nach jetzigem Stand.

Der Verein war zunächst von etwa 35.000 Euro ausgegangen, aber die Bodenplatte konnte aus statischen Gründen nicht – wie gehofft – weiter genutzt werden, sodass es zu erheblichen Mehrkosten kam.

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