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    Metternich

    Kritik: Das "neue" Fährhaus wird zu hoch

    Seit der Buga kommen von Jahr zu Jahr mehr Touristen nach Koblenz, was eine sehr sehr erfreuliche Entwicklung für die Stadt ist - die aber auch dazu führt, dass Hotelbetten gerade in der Hochsaison immer wieder knapp werden. Umso mehr begrüßen es Stadtspitze und Stadtrat, dass direkt an der Mosel ein neues, großes Hotel entstehen wird, das mit der Klassifizierung "Vier Sterne Superior" noch über dem Vier-Sterne-Standard liegt.

    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    Der Name des neuen Hotels ist ebenso bekannt wie der Standort: Es ist das alte, traditionsreiche Fährhaus am Stausee, das der Unternehmer Frank Gotthardt im Sommer 2013 gekauft hatte und zu einem neuen, modernen und größeren Haus um- und ausbauen will (die RZ berichtete). Einstimmig bei vier Enthaltungen und ohne jede Diskussion hat der Stadtrat über alle Fraktionsgrenzen hinweg der Satzung zum Bebauungsplan zugestimmt, der nun die Grundlage für den Bau ist.

    Doch außerhalb des Rats wird Kritik laut: Die SPD Metternich begrüßt das Projekt zwar grundsätzlich - gerade auch, damit keine Brache an dieser prominenten Stelle entsteht - kritisiert aber gleichzeitig die Höhe des geplanten Gebäudes. Dieses soll fünf Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss umfassen und insgesamt knapp 24 Meter hoch sein. Zwar benennt die Stadtverwaltung andere hohe Objekte in der Nähe, die diese Höhe legitimieren würden, diese seien aber jenseits des Moselufers zu finden, kritisieren die Metternicher Sozialdemokraten. "Direkt am Ufer sucht ein solches Gebäude seinesgleichen", sagt der Vorsitzende der SPD im Stadtteil, Christian Altmaier.

    Er findet, dass man an dieser Stelle vorsichtiger mit der Bebauung sein muss: "Wenn die Mosel Welterbe der Unesco werden soll, müssen wir auch behutsam an den sensiblen Uferbereichen bauen", sagt Altmaier. Mit der geplanten Höhe werde der Betrachter vom Fluss aus "erschlagen", und auch die Perspektive auf Metternich werde sich grundsätzlich verändern. Hochhäuser im Eulenhorst oder die Debeka-Hauptverwaltung auf der anderen Flussseite könnten nicht als Begründung für die Höhe des neuen "Fährhauses am Stausee" dienen, da sie viele Meter vom Moselufer entfernt sind.

    Mehr als ihre Bedenken zu äußern, können die Metternicher zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr machen: Der Bebauungsplan wurde beschlossen, und die Planung steht. In der Begründung zu der Satzung wird erläutert, wie das "neue" Fährhaus aussehen soll. Das bestehende Hotel am Moselufer wird in Teilen abgerissen. grundlegend umgebaut und erweitert. Hier sollen etwa 47 Zimmer und Suiten mit rund 68 Betten entstehen, außerdem Restaurants, Tagungs-, Sport- und Wellnessbereiche.

    Das bisherige Untergeschoss wird zu einem neuen, ebenerdigen Zugangsbereich ausgebaut. Dieses Sockelgeschoss wird um 158 Quadratmeter erweitert und wasserdicht gebaut, da der Hotelbetrieb auch bei Hochwasser aufrechterhalten werden soll. Die vorhandenen Obergeschosse werden komplett abgerissen und durch eine neue, teils über das alte Untergeschoss auskragende Konstruktion ersetzt. Über dem neuen Zugangsgeschoss liegt die eigentliche erste Hauptebene: ein hochwasserfreies Erdgeschoss mit Restaurants, Küchentrakten und Terrasse. Bei Hochwasser gibt es hier einen alternativen Zugang über stationäre und mobile Rettungsstege, die das Erdgeschoss andienen. Im ersten und zweiten Obergeschoss darüber befinden sich die Hotelzimmer und Tagungsräume. In einem zurückgesetzten Staffelgeschoss ganz oben sind Suiten und Wellnessbereich eingeplant, hinzu kommt ein Technikaufbau. Und: Zwischen Hotel und Mosel verläuft weiterhin der öffentliche Fuß- und Radweg.

    Neues Fährhaus am Stausee: Innenausbau läuft auf HochtourenSpatenstich an der Mosel: Jetzt wächst das neue Fährhaus in die HöheAm Fährhaus am Stausee beginnt eine neue ÄraVier-Sterne-Superior: Neues Fährhaus am Stausee kann endlich entstehen Fährhaus am Stausee in Koblenz soll größer werden weitere Links
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