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    UntermoselKooperation: Museumsroute soll Kulturlandschaft erweitern

    Die ehrenamtlich geführten Heimatmuseen in Moselweiß, Güls, Winningen und Gondorf wollen künftig eng miteinander kooperieren. Als gemeinsames Projekt haben die Trägervereine die Museumsroute Moseltal aus der Taufe gehoben. Damit soll der Bekanntheitsgrad der Museen mit ihren unterschiedlichen Themenschwerpunkten gesteigert und das touristische Angebot in der Kulturlandschaft am Unterlauf der Mosel bereichert werden.

    Ein gemeinsames Band soll die Heimatmuseen Winningen, Moselweiß, Gondorf und Güls auf der Museumsroute Moseltal verbinden. Symbolisch soll das der neu gestaltete und von den Trägervereinen finanzierte Flyer ausdrücken, der von den Vorsitzenden (von links) Lothar Kröber, Wendelin Schneider, Hildegard Maisborn, Rainer Rühle und Cornelia Gottschalk präsentiert wird.
    Ein gemeinsames Band soll die Heimatmuseen Winningen, Moselweiß, Gondorf und Güls auf der Museumsroute Moseltal verbinden. Symbolisch soll das der neu gestaltete und von den Trägervereinen finanzierte Flyer ausdrücken, der von den Vorsitzenden (von links) Lothar Kröber, Wendelin Schneider, Hildegard Maisborn, Rainer Rühle und Cornelia Gottschalk präsentiert wird.
    Foto: Winfried Scholz

    Das verbindende Element ist das Leben am Fluss. Dies soll auch das Logo, ein grünblaues Band, ausdrücken, das die Grafikerin Ina Lohner entworfen hat. Sie hat auch den Flyer gestaltet, der nun in einer ersten Auflage von 2500 Exemplaren erschienen ist. Der Flyer enthält einen Stempelpass. Jeder, dessen Pass von allen vier Museen abgestempelt wurde, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen. Der Preis ist ein individuell abgestimmtes Genusspaket mit Köstlichkeiten aus der Region.

    Die Vorsitzenden der Trägervereine, Hildegard Maisborn und Wendelin Schneider (Moselweiß), Cornelia Gottschalk (Güls), Lothar Kröber (Winningen) und Rainer Rühle (Gondorf), erläuterten die Hintergründe. Bei zunächst lockeren Kontakten und gegenseitigen Besuchen wurde das nun gestartete Projekt innerhalb von zwei Jahren entwickelt. Lothar Kröber sagt: „Dabei pfeifen wir auf die politischen Grenzen. Der Gast will sehen, wo es interessant ist.“

    Reizvoll seien sowohl das Gemeinsame wie auch die individuellen Unterschiede. Alle vier Orte haben eine Bahnstation. So kann die knapp 15 Kilometer lange Strecke zwischen Moselweiß und Gondorf zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder mit der Bahn zurückgelegt werden.

    Unterschiedlich sind die Museumskonzepte. In Moselweiß gibt es weniger Exponate. Der Schwerpunkt liegt hier auf wechselnden Ausstellungen, wie zurzeit über Menschen und Geschichte der Koblenzer Straße sowie Vorträge. „Wir verstehen uns als Begegnungszentrum“, erklärt Hildegard Maisborn. Cornelia Gottschalk sagt: „In ein Heimatmuseum, das sich nicht bewegt, geht man nur einmal.“ Daher gibt es auch in Güls Wechselausstellungen vor allem zur Ortsgeschichte immer mit einem kulturellen Begleitprogramm. Im Winninger Museum, das sich in der von Lassaulx erbauten alten Schule befindet, liegen die Schwerpunkte auf Wein, Ortsgeschichte und dem Ehrenbürger und Audi-Gründer, dessen 150. Geburtstag im nächsten Jahr mit den August-Horch-Tagen begangen wird. Ein Teil des Gondorfer Schloss Von der Leyen beherbergt ein Wein- und Heimatmuseum. Gezeigt wird hier die Entstehung des Weins und unter anderen zahlreiche Geräte von 1900 bis heute aus der Elektrohandlung Molitor, dessen Gründer den ersten Strom an der Mosel erzeugt hat, wie Rainer Rühle berichtet.

    Zum Thema gemeinsame Öffnungszeiten erklärt Cornelia Gottschalk, es gebe ja Schnittmengen. Zunächst soll es bei den bisherigen Zeiten bleiben. Statt dem Besuch aller Museen an einem Tag sei eher zu erwarten, dass die Besucher sich nur ein Museum am Tag aussuchen und vorrangig die landschaftlich und kulturgeschichtlich interessante Route abwandern oder erradeln.

    Als nächster Schritt soll in diesem Sommer eine Karte herausgegeben werden. Hier sind dann die genauen Routen mit Parkmöglichkeiten abgebildet sowie die touristischen und gastronomischen Höhepunkte.

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