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    Koblenz: Spieler fliehen aus Gruselkabinett

    Klack. Das Licht ist aus; die Gruppe steht im Dunkeln. Nur eine kleine Glühbirne funzelt etwas Licht in den gekachelten Raum. Hinter den vier Teilnehmern hat sich die Tür fest geschlossen. Nun sollen sie innerhalb einer Stunde den Weg hinaus aus den düsteren, verlassenen Katakomben des Circus Maximus finden. Sonst nimmt das Spiel ein böses Ende.

    Aus den unheimlichen Katakomben unter dem Circus Maximus müssen Gruppen entkommen.
    Aus den unheimlichen Katakomben unter dem Circus Maximus müssen Gruppen entkommen.
    Foto: Marta Fröhlich

    Von unserer Mitarbeiterin Marta Fröhlich

    Allein eine Sanduhr - der ständige Begleiter der Abenteurer - gibt einen groben Anhaltspunkt, wie viel Zeit ihnen noch bleibt, bevor die Aufgabe zu Ende geht. Die vier Wagemutigen sind Teilnehmer am "Horror Escape Game", einem Spiel für zwei bis sechs Personen, das die Koblenzer Szenekneipe Circus Maximus in ihren Kellerräumen eingerichtet hat.

    Dabei geht es vor allem darum, die Nerven zu bewahren. Denn während sich die vier aufgeregten Teilnehmer an diesem Abend mit zittrigen Fingern an Schlössern, Kisten und anderen Requisiten abarbeiten, um die nächste Tür in Richtung Ausgang zu öffnen und endlich zu entkommen, rasselt es im Raum, der bereits hinter ihnen liegt, verdächtig mit Ketten. Ein Stöhnen und Kratzen lässt ahnen, dass der angekündigte Hauskannibale ihnen bereits dicht auf den Fersen ist. Blutbeschmierte Wände und brachiale Werkzeuge geben Hinweise darauf, was wohl vor ihnen mit Gruppen passiert sein könnte, die es nicht geschafft haben, die Aufgabe rechtzeitig zu lösen. Schnell verschwindet in dieser Szenerie der Gedanke, das sei alles nur ein Spiel. Hinter dem hochkonzentrierten Abarbeiten der Rätsel, der Dunkelheit und dem Hall in den verlassenen leeren Räumen gehen alle Sinne in Habachtstellung, die Welt draußen findet hier nicht mehr statt.

    Für das "Horror Escape Game" nutzen Circus-Inhaber Ralf Prestenbach und sein Team die Kellerräume der angrenzenden Gebäude in der Innenstadt. Durch eine enge Wendeltreppe gelangt man zu den dichten Fluren und winzigen Räumen mit Kachelwänden voller mystischer Zahlenkombinationen. Zugseile, die vermeintlich ins Nichts führen, geben Rätsel auf, verlassene Schreibtische und Altare, die im Schein einer Kerze gruselig einsam wirken, lassen den Teilnehmern Schauer über den Rücken laufen.

    Das Spiel mit der Angst treibt aktuell viele junge Menschen an, an den sogenannten "Room Escape Games" teilzunehmen. Das sind Spiele, bei denen es darum geht, in einer begrenzten Zeit aus einem verschlossenen Raum zu entkommen. Entscheidend dabei ist, dass immer mehrere Spieler gemeinsam den Weg finden müssen, indem sie in Teamarbeit Aufgaben lösen. "Room Escape Games" boomen gerade in ganz Deutschland, sind bereits in einigen Städten in der Region zu finden, zum Beispiel auch in Neuwied.

    Während des einstündigen Entdeckungslaufs unter dem Circus beobachtet ein Spielleiter die Teilnehmer über Kameras und gibt auch schon mal einen hilfreichen Tipp über ein krächzendes Walkie-Talkie, wenn diese nicht weiterkommen. Dann öffnet sich im besten Fall vor Ablauf der letzten Sandkörner die letzte Tür und sichert so den Teilnehmern das Überleben - und beschert dem Hauskannibalen einen weiteren hungrigen Tag in den Katakomben des Circus Maximus.

    Buchungen für das Horror Escape Game im Circus Maximus sind im Internet möglich unter www.ticket-regional.de

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