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    Kita-Neubauten wachsen in die Höhe: So sieht es auf den Baustellen aus

    Auf der Karthause, auf auf dem Asterstein und in Neuendorf entstehen gerade wieder neue Kitas. Eine Einrichtung auf der Horchheimer Höhe ist geplant und soll nun laut aktuellem Beschluss des Stadtrats vier- statt wie zunächst vorgesehen dreigruppig werden. Und für einen weiteren Neubau sucht die Stadt derzeit einen Standort. Wir haben uns die Baustellen angesehen.

    Denn idealerweise sind die Kitas da, wo sie gebraucht werden. Zwar kann die Stadt sich theoretisch darauf zurückziehen, dass sie den Bedarf erfüllt, wenn es rein rechnerisch genügend Plätze gibt. Aber dass Kinder von Niederberg nach Güls kutschiert werden oder umgekehrt, das möchte ja keiner.

    Im vierten Quartal 2018 sollen die drei Neubauten auf dem Asterstein, der Karthause und in Neuendorf in Betrieb genommen werden können, erklärt Diehl bei einem Baustellenbesuch. Die Bauleitung für alle drei Kitas ist beim Architektenbüro Naujack, Rind, Hof angesiedelt – das in eine Hand zu geben, ist für die Stadt sinnvoll, sagt der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements. Denn die Erfahrungen aus einem Bau können gut im anderen verwertet werden. Die Entwürfe aber hat die Stadt selbst geplant.

    Die Kita auf dem Asterstein: Unmittelbar oberhalb der Sporthalle entsteht eine neue Kindertagesstätte. Ab dem vierten Quartal 2018 soll der rund 2,6 Millionen teure Neubau dann drei Gruppen mit Nebenräumen und Mehrzweckraum aufnehmen können, insgesamt rund 600 Quadratmeter. 75 Kinder können hier spielen und lernen, die Trägerschaft übernimmt die Kita gGmbH. Die Bodenplatte des Neubaus ist bereits fertig, jetzt geht es aufwärts, sagt Polier Joachim Hammes. Das Gelände wird zur Straße hin mit einer rund vier Meter breiten Hecke abgeschirmt, beschreibt Albert Diehl. Eine Stichstraße erschließt sowohl die neue große Sporthalle als auch die Kita.

    Auf dem Asterstein gehen die Arbeiten voran. Die Betonwände im Hintergrund gehören zur Sporthalle, die ebenfalls hier oberhalb des Schulzentrums errichtet wird.
    Auf dem Asterstein gehen die Arbeiten voran. Die Betonwände im Hintergrund gehören zur Sporthalle, die ebenfalls hier oberhalb des Schulzentrums errichtet wird.
    Foto: Doris Schneider

    Die Kita in Neuendorf: Hier ist noch am wenigsten Baufortschritt zu sehen, unter anderem deswegen, weil der Boden hier besonders intensiv verbessert werden musste. „Die Leute sehen immer nur, dass man ein Loch macht und es dann wieder zuschüttet“, sagt Albert Diehl. Das ist aber für die Stabilität der Bauten zwingend notwendig. Hier auf der Rückseite der Kita Pusteblume sieht man auch noch ein wenig von dem, was später immer im Verborgenen bleibt und doch die meiste Mühe macht: Rohre und Leitungen liegen in Schächten, die Anschlüsse für die Geothermie-Anlage werden gelegt. Auch auf dem Asterstein wird diese umweltfreundliche Heizform genutzt, auf der Karthause funktioniert es aus technischen Gründen nicht. Da wird eine Gasmotorwärmepume eingebaut. Die neue Kita in Neuendorf wird an die bestehende Hortgruppe angeschlossen, hier entstehen vier Gruppen auf knapp 700 Quadratmetern. 70 Kinder werden hier untergebracht, davon sind 30 neue Plätze. Die übrigen 40 waren zuvor am Pfarrer-Friesenhahn-Platz angesiedelt. Organisatorisch wird die neue Kita der städtischen Kita Pusteblume zugeordnet. Geplante Kosten: 3,25 Millionen Euro.

    Der Neubau in Neuendorf entsteht zwischen der Kita Pusteblume und dem großen Gebäude am Pfarrer-Friesenhahn-Platz.
    Der Neubau in Neuendorf entsteht zwischen der Kita Pusteblume und dem großen Gebäude am Pfarrer-Friesenhahn-Platz.
    Foto: Doris Schneider

    Die Kita auf der Karthause: Sie ist mit 86 Plätzen der größte Neubau, der gerade entsteht. Und sie hat es unfreiwillig zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Denn bei den Bauarbeiten ist Ende August eine 500 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Für deren Entschärfung mussten bekanntlich rund 21.000 Koblenzer aus ihren Wohnungen raus, auch das Gefängnis, der Bahnhof, das Brüderkrankenhaus und zwei Altenheime lagen im Evakuierungsgebiet.

    Auf dem Gelände in der Nähe der Grundschule am Löwentor, auf dem früher die Pavillons der Fachhochschule standen, entsteht Platz für sechs Gruppen mit Nebenräumen und einem Mehrzweckraum. Mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche wird es in dem eingeschossigen Bau geben, der knapp 4,5 Millionen Euro kostet. Die Bodenplatte ist jetzt fertig, erklärt Polier Christof Braun. Stützen werden gestellt, an manchen Stellen hat der Bau der Wände begonnen.

    Zu unfreiwilliger Berühmtheit hat es die Baustelle auf der Karthause gebracht, auf der sich Albert Diehl, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements (links) und Polier Christof Braun austauschen: Auf dem Gelände wurde Ende August die Weltkriegsbombe gefunden.
    Zu unfreiwilliger Berühmtheit hat es die Baustelle auf der Karthause gebracht, auf der sich Albert Diehl, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements (links) und Polier Christof Braun austauschen: Auf dem Gelände wurde Ende August die Weltkriegsbombe gefunden.
    Foto: Doris Schneider

    „Es gibt immer wieder Leute, die schimpfen, warum wir keine Fertigteile nehmen, das würde doch schneller gehen“, sagt Albert Diehl. Das stimmt im Moment aber nur theoretisch: Dadurch, dass alle Firmen, die mit Bau zu tun haben, sehr gut ausgelastet sind, dauert die Lieferzeit für die Fertigteile zurzeit lange. „Da kann man auch schalen und betonieren oder mauern.“

    Bis Ende des Jahres sollte eigentlich das Dach auf der Kita sein, das ist durch die Verzögerungen bei Bodenuntersuchungen und Bombenfund nicht zu schaffen. Dennoch soll die Fertigstellung im vierten Quartal 2018 nicht gefährdet sein. 55 Plätze werden hiermit neu geschaffen, darunter 30 in zwei kleinen altersgemischten Gruppe und 25 in einer Kita-Gruppe. 31 Plätze sind Ersatz für die weggefallenen der Intergrativen Kita der Lebenshilfe. Diese wird auch Träger der neuen Kita sein.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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