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Metternich

Kinder sind gefragt: Wie soll der neue Spielplatz in Metternich aussehen?

Eine Schaukel, ein Wipptier, ein paar Bänke: Der Spielplatz an der Ecke Pollenfeldweg/Johannesstraße sieht wirklich traurig aus. Doch das soll sich bald ändern. Die Stadt hat Geld in ihren Haushalt eingestellt, um den Platz neu zu gestalten. Damit er später wirklich so ist, wie die Kinder in der Gegend ihn sich wünschen, sind sie gefragt.

Ein trauriges Bild bietet der Spielplatz an der Ecke Pollenfeldweg/Johannesstraße in Metternich. Das soll sich jedoch ändern. Zunächst nur übergangsweise. Denn perspektivisch soll hier gebaut werden, dann wird es auch einen neuen Spielplatz geben. Die Geräte können aber mit umziehen.
Ein trauriges Bild bietet der Spielplatz an der Ecke Pollenfeldweg/Johannesstraße in Metternich. Das soll sich jedoch ändern. Zunächst nur übergangsweise. Denn perspektivisch soll hier gebaut werden, dann wird es auch einen neuen Spielplatz geben. Die Geräte können aber mit umziehen.
Foto: Sascha Ditscher

Am Samstag, 17. März, 13 bis 17 Uhr, ist Esther Detzel, seit vier Jahren Leiterin des Kinder- und Jugendbüros der Stadt, mit Kollegen an Ort und Stelle. Sechs- bis elfjährige Kinder sind eingeladen, ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Spielplatz zu nennen – und auch mit Zollstöcken und Maßband schon mal zu schauen, was überhaupt machbar ist.

„Natürlich gibt es auch bei der Stadt Leute, die das können“, sagt Esther Detzel. Aber in Koblenz ist es guter Brauch, dass Kinder und Jugendliche möglichst bei Planungen beteiligt werden, die sie betreffen – und was könnte da wichtiger sein als ein Spielplatz? Wenn nur Geräte erneuert werden, ist die Situation ein bisschen anders, aber bei einer kompletten Neugestaltung ist es wirklich interessant, die Kinder zu hören.

„Erfahrungsgemäß sagen erst mal alle, sie wollen eine Seilbahn“, sagt Esther Detzel und lacht. Dafür ist der Platz aber zu klein, auch wenn er etwa 63 mal 16 Meter misst und somit knapp 1000 Quadratmeter Fläche hat. Deshalb muss man abwägen, was man tatsächlich macht: Klettern steht bei vielen Kindern hoch im Kurs, auch Schaukeln. Aber was für eine Schaukel soll es sein? Eine Nestschaukel, ganz normale Schaukeln, vielleicht sogar eine große, bei der sich zwei Kinder gegenübersitzen und sich gegenseitig hochschaukeln? Oder eine, an der ein Seil ist, mit dem man die Schaukel bewegt? Zwar sind nur die Sechs- bis Elfjährigen zur Beteiligung eingeladen, da die Arbeit in einer noch stärker gemischten Gruppe schwierig ist, aber der Platz soll natürlich auch für kleine Kinder geeignet sein. Aber darum macht sich die 30-Jährige keine Gedanken: „Meistens denken die Kinder auch an jüngere Geschwister oder daran, wie es für sie selbst früher war, als sie noch kleiner waren. Kinder sind nicht so egoistisch.“

Aber geduldig müssen sie sein. Denn wenn die Ideen und Vorschläge gesammelt sind, werden die in einen Plan gegossen. Der soll, wenn das zeitlich alles klappt, noch mal mit den Beteiligten besprochen werden, ob alles auch so ist, wie sie sich das gedacht haben. Dann muss die Stadt über die Planung entscheiden, eine öffentliche Ausschreibung ist nötig. Und dann erst können die neuen Geräte bestellt werden – und die Spielgerätehersteller haben derzeit eine Lieferfrist von etwa zwölf Wochen, sagt die Leiterin des Kinder- und Jugendbüros bedauernd. Gut möglich – oder eher schlecht –, dass der Spielplatz erst nächstes Jahr fertig wird.

  • Kinder im Grundschulalter, die Lust haben, sich an der Planung des Spielplatzes zu beteiligen, sind eingeladen, am Samstag, 17. März, zwischen 13 und 17 Uhr auf dem Spielplatz vorbeizukommen. Mehr Infos: Esther Detzel, Kinder- und Jugendbüro, Tel. 0261/133 42 27.
Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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