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Mülheim-Kärlich

„Die Paukenzwerge“: Wo Inklusion von Kindern gelebt wird

Sie ist farbenfroh, lebendig und wirkt einladend für Groß und Klein: Die Rede ist von der neuen integrativen Kindertagesstätte der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm im Gewerbepark Mülheim-Kärlich, die nun offiziell eingeweiht wurde.

VG-Bürgermeister Georg Hollmann (links), Kitaleiterin Marion Weber (Mitte) und Sven Normann (rechts), Leiter Kindertagesstätten bei der VG Weißenthurm, präsentierten bei der Einweihung des Integrativen Kindergartens in Mülheim-Kärlich den Namen der Einrichtung, „Die Paukenzwerge“. Foto: Andreas Egenolf
VG-Bürgermeister Georg Hollmann (links), Kitaleiterin Marion Weber (Mitte) und Sven Normann (rechts), Leiter Kindertagesstätten bei der VG Weißenthurm, präsentierten bei der Einweihung des Integrativen Kindergartens in Mülheim-Kärlich den Namen der Einrichtung, „Die Paukenzwerge“.
Foto: Andreas Egenolf

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Spatenstich im November 2016 ist die viergruppige Kita nunmehr seit Anfang Januar fertig – oder fast: In der Einfahrt laufen derzeit noch die letzten Pflasterarbeiten. Das Besondere an der Einrichtung, die zukünftig den Namen „Die Paukenzwerge“, in Anlehnung an den Standort in der Gebrüder-Pauken-Straße tragen soll, ist die gelebte Inklusion. Sowohl behinderte als auch nicht-behinderte Kinder lernen, spielen und wachsen hier miteinander auf. Zehn integrative Plätze sind für Kinder mit Behinderung vorgesehen, fünf sind derzeit belegt. Und das Konzept geht bisher auf, wie Marion Weber, die Leiterin der Integrativen Kita, berichtet: „Es ist eine Leichtigkeit und Großzügigkeit hier in den Räumlichkeiten. Sowohl wir als Mitarbeiter als auch die Kinder erleben das. Das macht frei und ungezwungen. Es geht uns sehr gut damit und hebt sich von anderen Kitas ab.“

Insgesamt können bis zu 70 Kinder in der Kita unterkommen. 17 Plätze hiervon sind für Kinder unter drei Jahren reserviert, die in einer eigenen Gruppe untergebracht sind. 14 pädagogische Fachkräfte kümmern sich um die Kinder. Hinzukommen Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und weitere Fachkräfte, die Förderangebote leisten.

Dass die Kita überhaupt im Zeitplan fertig wurde, war unterdessen keine Selbstverständlichkeit. Zu Beginn der Bauarbeiten wurden Großteile des Baugerüsts geklaut, zudem gab es einen großflächigen Wasserschaden. „Natürlich denkt man immer, dass es dadurch nicht hinhaut. Ich muss aber allen Beteiligten ein Kompliment machen, dass trotzdem alles rechtzeitig fertig wurde“, lobte VG-Bürgermeister Georg Hollmann. „Ich bin mir sicher, dass sich die Kinder hier wohlfühlen.“ Insgesamt wird der Kitabau am Ende 3,46 Millionen Euro kosten, eine Million hiervon wird durch Zuschüsse, unter anderem von Land und Kreis, finanziert.

Aufgrund des Bedarfs an weiteren Kitaplätzen in der VG Weißenthurm wird die Integrative Kita in Zukunft sogar noch weiter wachsen: Auf angrenzenden Grundstücksflächen der Stadt Mülheim-Kärlich sollen drei weitere Gruppen entstehen. Zusätzliche Kosten dafür: rund 2,2 Millionen Euro. VG-Bürgermeister Georg Hollmann hofft, dass dieser Plan bis spätestens Ende 2020 Realität wird.

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