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Koblenz

Buga-Halbzeit: Der wirtschaftliche Erfolg ist schon greifbar nah

25 Millionen Euro muss die Stadt einnehmen, wenn die Buga nicht mit einem Fehlbetrag enden soll. Schon jetzt scheint sicher, dass Koblenz dieses Ziel locker erreichen wird. Denn die für einen Erfolg errechnete Marke von 2 Millionen Besuchern dürfte im August überschritten werden. Und auch die Sponsoren ziehen mit. Aktuell sieht es so aus, dass der Verlauf der Schau selbst Optimisten überraschen wird.

Koblenz – 25 Millionen Euro muss die Stadt einnehmen, wenn die Buga nicht mit einem Fehlbetrag enden soll. Schon jetzt scheint sicher, dass Koblenz dieses Ziel locker erreichen wird. Denn die für einen Erfolg errechnete Marke von 2 Millionen Besuchern dürfte im August überschritten werden. Und auch die Sponsoren ziehen mit. Aktuell sieht es so aus, dass der Verlauf der Schau selbst Optimisten überraschen wird.


Auch bei der Buga GmbH gibt es derzeit zufriedene Gesichter. Obwohl mit rund 73 000 verkauften Dauerkarten ein Rekord aufgestellt wurde, lief auch der Verkauf von Tageskarten optimal. Geschäftsführer Hanspeter Faas rechnete bei der Pressekonferenz zur Halbzeit vor, dass genau 1,136 Millionen Tickets verkauft wurden. Dem stehen insgesamt 490 000 Besuche von Dauerkartenbesitzern gegenüber. Das zeigt: Der Erfolg der Buga ist vor allem auf die Kombination von Schau, Genuss und Sonderveranstaltungen zurückzuführen.
1766 Veranstaltungen hat es bislang gegeben, 3400 werden es am Ende der Buga am 16. Oktober gewesen sein. Trotz dieser Dichte ist es gelungen, den Geist einer Bundesgartenschau weiterzuentwickeln. In diesem Sinne äußerte sich auch Heinz Herker. Der Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) erinnerte an das Engagement der insgesamt 254 Aussteller. Und auch Gärtner Friedhelm Fink bestätigte: Die Szene hat Koblenz neu entdeckt. Und auch die Besucher äußern sich hoch zufrieden. Befragungen haben ergeben, dass 85 Prozent der Gäste der Koblenzer Veranstaltung die Noten sehr gut und gut geben.
Sage und schreibe 90 Prozent der Befragten sagen sogar, dass sie wiederkommen wollen. Das ist eine Aussage, die für die große Identifikation mit der Schau in der gesamten Region Mittelrhein und darüber hinaus spricht. Da zeigt sich, dass es den Organisatoren offenbar gelungen ist, für alle Generationen etwas zu bieten. Das bestätigte beim Pressetermin am Freitag auch Hartmut Hager. Der Gästeführer betonte, dass vor allem junge Familien die Schau für sich entdeckt haben. Eine weitere starke Gruppe sind Frauen und Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die Interesse daran haben, Anregungen von der Buga mit nach Hause zu nehmen. Andere wiederum wissen das Kulturangebot zu schätzen. So wurde die West Side Story zum größten Publikumserfolg der Spielzeit. „Man kann als Theater an der Festung nicht vorbei“, so das Fazit von Markus Dietze. Der Intendant des Stadttheaters sagte aber auch, dass ein dauerhaft attraktives Angebot des Theaters auf der Festung nur mit starken Partner möglich ist.
Wie es in der Kulturfestung und in den anderen Bereichen nach der Buga weitergeht? Darüber wird eine Arbeitsgruppe sprechen, an der unter anderem die Generaldirektion Kulturelles Erbe beteiligt ist. Eines steht schon jetzt fest: Vorsitzender Hans-Dieter Gassen kündigte an, dass der Buga-Freundeskreis auch „danach“ weitermachen will. Arbeit gibt es genug. Denn die Stadt will erreichen, dass die Buga über Jahre nachwirkt. Und das ist nur möglich, wenn das ehrenamtliche Engagement stimmt. Schon jetzt ernten die Buga-Freunde viel Lob. Ihr Verleih von Rollstühlen und Bollerwagen ermöglichte es, dass wirklich alle die Koblenzer Schau erleben können.

 

Reinhard Kallenbach

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