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    Koblenz/Kreis MYK

    Auch in der Region Koblenz: Windenergie im Wald nutzen

    Wie der Wald als Standort für Windenergie genutzt werden kann, darüber informierte das Koblenzer Forstamt jetzt Vertreter von Städten, Gemeinden und anderen Gebietskörperschaften.

    Windräder
    Der Ausbau der Windenergie soll erleichtert werden. (Archiv)
    Foto: DPA

    Kreis MYK/Koblenz - Wie der Wald als Standort für Windenergie genutzt werden kann, darüber informierte das Koblenzer Forstamt jetzt Vertreter von Städten, Gemeinden und anderen Gebietskörperschaften. Denn Rheinland-Pfalz ist mit 42 Prozent Forstfläche eines der waldreichsten Länder Deutschlands. Dieser Waldreichtum spiegelt sich auch in unserer Region wider. So sind laut Statistischem Landesamt 44 Prozent der Fläche der Verbandsgemeinde (VG) Untermosel Wald. Die VGs Rhens und Vallendar sind zu 41 Prozent von Wald bedeckt, in der VG Weißenthurm sind es 11 Prozent. Die Stadt Bendorf hingegen hat 49,5 Prozent Wald, und in Koblenz zählen 34 Prozent der Fläche als Waldgebiet.

    Als Fläche für Windräder ist der Wald erst seit einigen Jahren interessant, wie Michael Diemer, Leiter des Forstamts Kastellaun im Hunsrück, in dessen Bereich mehr als zwölf Windräder stehen, bei der Informationsveranstaltung im Verwaltungsgebäude der VG Untermosel in Kobern-Gondorf betonte.

    "Früher waren die Windräder einfach so niedrig, dass man eine sehr große Fläche hätte abholzen müssen, um sie im Wald zu errichten", sagt Diemer. Dank der technischen Entwicklung ist dies mittlerweile anders. "Bei heutigen Anlagen sind die Rotorblätter einer Windkraftanlage an ihrer tiefsten Stelle mindestens 55 Meter über dem Boden. Unsere Bäume erreichen, wenn es hoch kommt, aber eine Höhe von 40 Metern, sodass die Rotorblätter weit über ihren Wipfeln kreisen", sagt Diemer. Folglich muss nicht mehr so viel Wald gerodet werden, um eine Anlage aufzustellen. Bei einer Windkraftanlage, die einschließlich ihrer Rotorblätter eine Gesamthöhe von 145 Metern erreicht, wäre eine Fläche von 0,4 Hektar zu roden.

    Allerdings müssen auch in Waldgebieten bestimmte Regeln eingehalten werden. Dazu zählen Mindestabstände von einem Kilometer zu einem Wohngebiet sowie 400 Meter zu Gewerbegebieten oder einem einzelnen Wohnhaus. Zu einer Straße muss ein Abstand in der Größenordnung der Fallhöhe der Windkraftanlage eingehalten werden. Die höchste Anlage in Deutschland, die in Brandenburg steht, hat im obersten Umlauf der Rotorblätter eine Höhe von 205 Metern.

    Den Besitzern von Grundstücken, auf denen eine solche Anlage steht, winkt eine recht stattliche Pacht. "Bei Anlagen von 3 bis 3,4 Megawatt Leistung wird pro Jahr eine Pacht zwischen 40 000 und 50 000 Euro gezahlt. Und bei einer Anlage von 7,5 Megawatt Leistung, wie sie im Hunsrück geplant ist, sogar mehr als 100 000 Euro pro Jahr", sagt Michael Diemer. Die genaue Pachtsumme ist jedoch abhängig davon, wie viel Energie die Anlage produziert. Und das hängt immer von den Windverhältnissen ab. Außer durch die Pacht können Städte und Gemeinden auch über die Gewerbesteuer an den Windkraftanlagen partizipieren. "Allerdings erst nach zehn Jahren, denn bis dahin werden die Anlagen von den Betreibern steuerlich abgeschrieben, sodass keine Gewerbesteuer fließt", sagt Diemer.

    Im Kreis Mayen-Koblenz gibt es zurzeit zwölf Windräder. Im gesamten Land waren Ende August 1125 Anlagen am Netz.

    Peter Karges

    Koblenz
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