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    Koblenz

    Anwohner sind verärgert: Streit um Toreinfahrt zum Hilda-Gymnasium

    Der Abriss eines Teiles des Hilda-Gymnasiums in der Südallee sowie der dort geplante Neubau stoßen bei Bewohnern und dem Besitzer des gegenüberliegenden Hauses in der Kurfürstenstraße 44 auf Unverständnis. Das steckt dahinter.

    Die Baulücke in der Südallee soll nicht lange Bestand haben, hier sollen neben dem neuen Entree des Hilda-Gymnasiums Schulräume und eine Bibliothek entstehen. 
    Die Baulücke in der Südallee soll nicht lange Bestand haben, hier sollen neben dem neuen Entree des Hilda-Gymnasiums Schulräume und eine Bibliothek entstehen. 
    Foto: Peter Karges

    Ihre Verärgerung rührt weniger aus der Tatsache, dass die Abrissarbeiten auf der anderen Seite des Schulhofes Lärm verursachen. Stein des Anstoßes ist vielmehr, dass man die Baumaßnahme nicht nutzt, um in der Südallee eine neue Einfahrt zum Hilda-Schulhof für Autos und Radfahrer zu schaffen. „Die gesamt Zufahrt zur Schule rollt seit Jahrzehnten durch unsere überbaute Toreinfahrt in der Kurfürstenstraße. Und die ist für einen solchen Betrieb nicht ausgelegt. Jetzt wäre die Gelegenheit gewesen, diesen Missstand zu beseitigen“, sagt Horst Paelzer, Besitzer des 1912 errichteten Hauses „Kurfürstenstraße 44“.

    Besucht wird das Hilda-Gymnasium zurzeit von etwas mehr als 1000 Jungen und Mädchen. 90 Lehrer unterrichten hier. „Und neben den Autos, die durch den Torbogen auf den Schulhof fahren, sind es auch noch unzählige Fahrräder“, so Paelzer. Daran wird sich nun auch mit dem geplanten, 3,1 Millionen teuren Neubau, der neben sechs Klassenräumen, zwei naturwissenschaftlichen Räumen, einem Aufzug unter anderem auch eine Bibliothek und eine Pausenhalle beinhalten soll, nichts ändern. „Das Entree ist nicht als Durchfahrt für Radfahrer konzipiert“, betont Thomas Knaak, Pressesprecher der Stadt Koblenz.

    Wer auf den Hilda-Schulhof fahren will, muss also weiterhin die Zufahrt unter dem Torbogen des Hauses Kurfürstenstraße 44 passieren. Hausbesitzer Horst Paelzer kritisiert, dass mit dem Neubau nicht die Chance für eine zweite Zufahrt genutzt werde. 
    Wer auf den Hilda-Schulhof fahren will, muss also weiterhin die Zufahrt unter dem Torbogen des Hauses Kurfürstenstraße 44 passieren. Hausbesitzer Horst Paelzer kritisiert, dass mit dem Neubau nicht die Chance für eine zweite Zufahrt genutzt werde. 
    Foto: Peter Karges

    Dass der Zugang zum Haus „Kurfürstenstraße 44“ nicht wie bei anderen Häusern zur Straße geht, sondern seitlich in die Toreinfahrt, steigert das Konfliktpotenzial. „Ich trau mich morgens vor Schulbeginn eigentlich kaum aus dem Haus wegen der Schüler, die mit ihren Rädern hier durchfahren. Denn die Radfahrer hört man nicht, und es kann schnell zu einem Unfall kommen“, sagt Anwohnerin Mechthild Schneider. Dass auf der anderen Seite des Schulhofs abgerissen und gebaut wird, hat sie erst gemerkt, als die Bagger ihre Arbeit aufnahmen. Die Stadt hat die Anwohner nicht darüber informiert, sagt Mechthild Schneider. „Bei derzeit 100 Projekten, die die Kollegen vom Zentralen Gebäudemanagement zu betreuen haben, bitten wir um Verständnis, dass nicht zu jedem Vorhaben eine Einwohnerversammlung stattfinden kann“, betont die Stadtverwaltung.

    Paelzer hält die Zufahrt unter dem Torbogen in der Kurfürstenstraße aber auch hinsichtlich des Sicherheitsaspekts nicht für akzeptabel. „Der Torbogen hat eine Breite von 2,68 Metern und eine Höhe von 2,80 Metern. Im Fall eines Brandes oder einer anderen Katastrophe ist dies doch viel zu wenig“, sagt der Koblenzer. Die Stadt sieht dies anders. Beim Hilda-Gymnasium benötigt die Feuerwehr demnach keine Zufahrt, sondern lediglich einen Zugang, und dieser muss laut Landesbauordnung eine Breite von 1,25 Meter und eine Höhe von zwei Metern haben, was über die Kurfürstenstraße gegeben sei, so Pressesprecher Knaak. Zudem sind durch die Treppenhäuser der Schule die erforderlichen Rettungswege sichergestellt, sodass der Einsatz eines Drehleiterfahrzeugs nicht erforderlich ist, erklärt die Stadtverwaltung.

    Paelzer kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. „Es kann doch nicht sein, dass der gesamte Verkehr für die Hilda-Schule über diese kleine Toreinfahrt abgewickelt wird, beginnend bei den Handwerkern, die ständig hier durchfahren. In einem der Zimmer, die sich oberhalb des Torbogens befinden, hat es bereits einen Riss gegeben, vermutlich weil ein Fahrzeug irgendwo angestoßen ist“, moniert Paelzer.

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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