40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Abgedreht! Koblenzer Zwillinge sind gefragte TV-Komparsen
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz/Lenzkirch

    Abgedreht! Koblenzer Zwillinge sind gefragte TV-Komparsen

    Für Andreas und Markus Schmidt ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen: Die in Koblenz geborenen und in Bendorf aufgewachsenen Zwillinge, beide 31 Jahre alt, spielen in Kino- und Fernsehfilmen, bei Reportagen oder in der Actionserie „Alarm für Cobra 11“ mit.

    Von Koblenz in die Wohnzimmer der Menschen: Markus (links) und Andreas (rechts) Schmidt haben mittlerweile bei vielen Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Am Donnerstag sind sie an der Seite von Erdogan Atalay (Mitte) bei „Alarm für Cobra 11“ zu sehen. 
    Von Koblenz in die Wohnzimmer der Menschen: Markus (links) und Andreas (rechts) Schmidt haben mittlerweile bei vielen Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Am Donnerstag sind sie an der Seite von Erdogan Atalay (Mitte) bei „Alarm für Cobra 11“ zu sehen. 
    Foto: privat

    Am Donnerstag sind sie wieder auf dem Bildschirm zu sehen. Hier tauchen sie als Komparsen oder Kleindarsteller mit kurzen Sprechrollen immer mal auf. Mittlerweile kann man fast schon sagen, dass sie schon alte Hasen im Komparsen-Geschäft sind, denn die Liste an Filmen, bei denen sie mitgewirkt haben, wird länger und länger. Den „Durchbruch“ hatten sie mit dem Film „Das kalte Herz“, der 2016 in die Kinos gekommen war. Und so kam es dazu: 2012 zogen die beiden Geburtskoblenzer nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften nach Lenzkirch in Baden-Württemberg, wo sie noch eine Ausbildung zu Rechtsanwaltsfachangestellten machten. Im Nachbarort fand ein Casting zu „Das kalte Herz“ statt – und die beiden fassten sich ein Herz. Der Wunsch, an einem Casting mal teilzunehmen, begleitete sie schon fast ihr Leben lang, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung erzählen, und so nutzten sie endlich die Gelegenheit. Das Beste: Sie wurden direkt engagiert. „Wir wurden quasi in kalte Wasser geschmissen“, erinnert sich Markus Schmidt, „aber in relativ kurzer Zeit haben wir uns gut am Set eingelebt und waren schnell ins Team integriert.“

    Wir hatten mal einen ADAC-Rennfahrerlehrgang und ein Formel-1-Training auf dem Nürburgring. Da war es beim Dreh eine schöne Gelegenheit, mal verschiedene Fahrzeuge etwas rasanter zu fahren.

    Beim Dreh für „Cobra 11“ konnte Markus Schmidt gleich zwei Hobbys miteinander verbinden.

    Und dann waren sie auch schon drin im Komparsen-Filmbusiness. „Man erhält Anfragen von Regisseuren oder Agenturen, knüpft Kontakte, wird bekannter“, erzählt er. Dabei kann es durchaus von Vorteil sein, als Zwillinge die selbe Leidenschaft zu haben: „Manchmal ist es ein besonderer Clou im Film, wenn wir als Zwillinge auftreten. Der Vorteil ist aber, dass wir sowohl als Zwillinge, aber auch einzeln eingesetzt werden können. So ist die Flexibilität am Set ein bisschen größer.“

    Und so haben sie nun schon bei verschiedenen Produktionen mitgespielt: beim ARD-Krimi „Die Füchsin – Spur auf der Halde“, beim ZDF-Krimi „Ein Fall für Zwei“, oder auch beim deutsch-österreichisch-bulgarischen Kinofilm „Rattenrennen“. Doch am besten ist den Brüdern die jüngste Mitarbeit bei der „Cobra 11“-Folge „Road Trip“, die am Donnerstag, 12. Oktober, läuft, in Erinnerung. Da spielen die Schmidts zwei Cousins einer größeren Gangsterfamilie, die die Gegenspieler der Autobahnhelden Semir Gerkhan und Paul Renner alias Erdogan Atalay und Daniel Roesner sind. „Es kommt zu einigen rasanten Autofahrszenen, die wir teilweise auch selbst gefahren sind“, erzählt Markus Schmidt. Dabei kam ihnen ihr Faible für Motorsport zugute, „wir hatten mal einen ADAC-Rennfahrerlehrgang und ein Formel-1-Training auf dem Nürburgring.“ Für Andreas Schmidt war das Besondere, mal mit Heinz Hoenig zu spielen: „Seit er bei ,Das Boot' mitgespielt hat, bin ich begeistert von ihm. Damit ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.“

    Seit er bei ,Das Boot' mitgespielt hat, bin ich begeistert von ihm. Damit ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.

    Einmal Seite an Seite mit Heinz Hoenig zu spielen, war schon immer Andreas Schmidts Wunsch.

    Doch wie es mit der Fernsehkarriere weitergeht, ist ungewiss. Zurzeit orientieren sich die beiden Brüder beruflich ein weiters Mal um und suchen eine neue Herausforderung bei der Bundeswehr. „Dort haben wir eine Mischung, ein bisschen im Grünen zu sein und auch im Personalbüro zu arbeiten“, sagen die beiden und blicken ihrer neuen Aufgabe positiv entgegen. Und ihrem Schauspiel-Hobby können sie dort auch weiter nachgehen: Denn bei der Bundeswehr arbeiten sie bereits als Rollenspieler, um die Soldaten realitätsnah auf Gefahren und Alltagssituationen bei Auslandseinsätzen vorzubereiten, erzählen sie. Ob sie bei ihrem neuen Job hingegen noch Zeit haben, bei Kino- und Fernsehproduktionen mitzuarbeiten, ist derzeit ungewiss.

    Filme zu drehen, hat nichtsdestoweniger einen besonderen Reiz für die Zwillinge: „Was mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird, ist, von Erdogan Atalay höchstpersönlich durch einen Schlag im Film niedergestreckt worden zu sein“ – nachdem Markus Schmidt eine kurze Stunt-Einweisung bekommen hatte, schließlich ist im Fernsehen ja vieles Show. „Das war schon eine große Ehre, bei einer solchen Szene dabei gewesen sein zu dürfen.“

    Von unserer Redakteurin Mira Müller

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Donnerstag

    3°C - 7°C
    Freitag

    2°C - 6°C
    Samstag

    1°C - 5°C
    Sonntag

    1°C - 4°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige