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Uhler

Uhler will 2018 Projekte in Angriff nehmen

Es ist schon eine jahrhundertealte Tradition in Uhler: Am ersten Wochenende des neuen Jahres kommen die Bürger des Dorfes im Gemeindehaus zum Gemeindetag zusammen, um Rück- und Ausblick zu halten, über aktuelle Fragen aus der Gemeinde zu diskutieren und am Abend zusammen zu feiern.

Neue Perspektiven für das Gemeindehaus in Uhler: Nach dem Abriss des Nachbarhauses besteht nun die Möglichkeit, über einen An- oder Umbau, aber auch über einen Neubau nachzudenken. Die Gemeinde will dies in diesem Jahr angehen.  Foto: Dieter Junker
Neue Perspektiven für das Gemeindehaus in Uhler: Nach dem Abriss des Nachbarhauses besteht nun die Möglichkeit, über einen An- oder Umbau, aber auch über einen Neubau nachzudenken. Die Gemeinde will dies in diesem Jahr angehen.
Foto: Dieter Junker

In diesem Jahr konnte Ortsbürgermeister Hans-Herbert Laux dabei den Uhlerern viele erfreuliche Zahlen präsentieren, die für die gute Haushaltslage des Hunsrückdorfes stehen. Und für das neue Jahr hat sich die Gemeinde auch einiges an Investitionen und Projekten vorgenommen. „Die Haushaltsentwicklung unserer Gemeinde ist durchaus positiv“, sagte der Ortsbürgermeister. Und belegte dies mit Zahlen. So sei der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer im vergangenen Jahr leicht auf 137.000 Euro gestiegen, die Einnahmen aus der Grundsteuer hätten rund 30.000 Euro betragen, bei den Schlüsselzuweisungen hätte Uhler 44.000 Euro erhalten. Ein sattes Plus verzeichnete die Gemeinde aber vor allem bei den Gewerbesteuereinnahmen. Geplant waren hier 9500 Euro, am Ende waren es mehr als 43.000 Euro. Grund: Der Betreiber der Windkraftanlagen auf der Gemarkung muss einen Teil der Gewerbesteuer an die Standortgemeinde abführen, wovon Uhler profitiert. Rund 32.000 Euro erhielt die Gemeinde zudem aus dem Verkauf eines Bauplatzes, 70.000 Euro gibt es an Einnahmen aus der Windkraft.

An Ausgaben verzeichnete das Dorf rund 6300 Euro für die „Aktion Blau“ zur Renaturierung von Bächen, fast 60.000 Euro für den Abriss zweier Häuser im vergangenen und in diesem Jahr, dann 42.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Gemeindeschleppers und 4000 Euro als Zuschuss für die Dorferneuerung. An Kreis- und Verbandsgemeindeumlage musste Uhler fast 200.000 Euro aufbringen. „Derzeit belaufen sich unsere Rücklagen noch auf rund 234.000 Euro“, so Laux. In der Waldwirtschaft rechnet die Gemeinde für 2017 mit einem leichten Plus von 8000 Euro, für 2018 hofft Uhler hier auf eine „schwarze Null“.

Gleich mehrere Vorhaben will das Hunsrückdorf in diesem Jahr in Angriff nehmen. Derzeit hat die Gemeinde nur noch ein Baugrundstück zur Verfügung. „Hier hat der Gemeinderat im Dezember entschieden, eine Planung für ein neues Baugebiet am nordwestlichen Ortsausgang in Auftrag zu geben“, kündigte der Ortsbürgermeister an. 20.000 Euro sollen hier in den Haushalt eingestellt werden. Dann will die Gemeinde auch das Gemeindehaus angehen. Nach dem Abriss eines Nachbarhauses sollen nun gemeinsam mit den Vereinen Überlegungen angestellt werden für einen Um- oder Anbau, für eine Sanierung oder auch für einen Neubau. „Wir wollen hier offen über alles reden und dann eine Entscheidung treffen“, meinte Laux. 10.000 Euro sind zunächst mal dafür im Haushalt vorgesehen.

Im Umfeld des Gemeindehauses soll auch die Gemeindestraße erneuert werden. Weitere Projekte sind die Anschaffung von Geräten für den Bauhof und die Anbindung der Mühlen im Tal an schnelleres Internet. Viel vor hat also Uhler im neuen Jahr, wovon sich Christian Keimer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kastellaun durchaus beeindruckt zeigte.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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