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Kirchberg

Protestanten stehen vor Weichenstellungen

Wenn am kommenden Wochenende die Mitglieder der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach zu ihrer zweitägigen Herbsttagung in Kirchberg zusammenkommen, dann geht es um wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Protestanten im Hunsrück und an der Mosel.

Superintendent Horst Hörpel geht Anfang 2018 nach 16 Jahren an der Spitze des Kirchenkreises in Ruhestand.
Superintendent Horst Hörpel geht Anfang 2018 nach 16 Jahren an der Spitze des Kirchenkreises in Ruhestand.
Foto: Kirchenkreis

Es wird ein neuer Superintendent gewählt, und es geht um Entscheidungen über die künftigen Strukturen in den Regionen des Kirchenkreises.

16 Jahre lang war Horst Hörpel der Superintendent des Kirchenkreises. Nun geht er Anfang kommenden Jahres in den Ruhestand. Für den Rest seiner Amtszeit müssen die Synodalen jetzt einen neuen Superintendenten wählen. Einziger Bewerber dafür ist bisher Hans-Joachim Hermes aus Argenthal, der Pfarrer der Kirchengemeinde Soonblick. Leitungserfahrung konnte er bereits früher im Kirchenkreis Koblenz sammeln, hier war er längere Zeit der Stellvertreter des Koblenzer Superintendenten und Mitglied des dortigen Kreissynodalvorstandes. Derzeit ist er auch Vorstandsvorsitzender des Verbundes Evangelischer Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis (Vekist) sowie seit kurzem Vorsitzender des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Rheinland-Süd.

Zum Abschluss gebracht werden sollen auf der Kreissynode, die in der Friedenskirche in Kirchberg zusammenkommt, auch die Beratungen über mehrere kirchliche Arbeitsbereiche, die bereits seit Anfang des Jahres laufen und auch die Sommersynode in Argenthal beschäftigten. „Es ist nun an der Zeit, die Beratungen zu einem Ende zu führen und den Sack zuzubinden“, hatte Superintendent Horst Hörpel bereits auf den Presbyter-Pfarrer-Konferenzen betont, die in den vergangenen Wochen die Synode vorbereiteten.

Nach den jetzt den rund 90 Synodalen vorliegenden Beschlussvorschlägen sollen in den vier bestehenden Kooperationsräumen des Kirchenkreises (Simmern-Rheinböllen, Kastellaun, Mosel und Kichberg-Sohren) regionale Dienstgemeinschaften aufgebaut werden, in denen die Hauptamtlichen gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen den Gemeindeaufbau entwickeln. Den bestehenden 15 Pfarrstellen sollen zudem mit jeweils 50 Stellenprozent ein gemeindepädagogischer Dienst zugeordnet werden, insgesamt also 7,5 Stellen. Daneben soll eine weitere halbe Stelle mit dem besonderen Auftrag einer Frauenarbeit im Kirchenkreis eingerichtet werden. In jedem der vier Kooperationsräume soll außerdem ein gemeinsames Gemeindebüro eingerichtet werden, mit zwölf Wochenstunden je Pfarrstelle, die vom Kirchenkreis über eine Umlage finanziert werden.

Und schließlich ist eine weitere, hauptamtliche Kantorenstelle vorgesehen, die dem Kooperationsraum Kirchberg-Sohren zugeordnet wird. Mit der Umsetzung der regionalen Dienstgemeinschaften soll sofort begonnen werden, bis 2019 soll zumindest in einem Kooperationsraum ein gemeinsames Gemeindebüro entstanden sein. Und der Ausbau der gemeindenahen Kinder- und Jugendarbeit zur Gemeindepädagogik ist, sofern die Synode den Vorschlägen zustimmt, ebenfalls sofort ins Auge gefasst.

Neben diesen Punkten stehen aber auch die Beratung des Haushaltes für 2018, der Bericht des Superintendenten sowie ein Sachstandsbericht zur Situation von Vekist auf der umfangreichen Tagesordnung der Herbstsynode in Kirchberg.

Die Kreissynode des Kirchenkreises Simmern-Trarbach tagt am Freitag und Samstag, 10./11. November, im Gemeindezentrum an der Friedenskirche in Kirchberg. Eröffnet wird die Synode mit einem Abendmahlsgottesdienst um 15 Uhr in der Friedenskirche. Ende der Beratungen ist für Samstag, 13 Uhr, vorgesehen.

Evangelischer Kirchenkreis Simmern-Trarbach

Zum Kirchenkreis gehören rund 33 500 Protestanten auf dem Hunsrück und an der Mosel in derzeit 29 Kirchengemeinden. Der Kirchenkreis ist in die vier Kooperationsräume Mosel, Kastellaun, Kirchberg-Sohren und Simmern-Rheinböllen gegliedert. Sitz des Kreiskirchenamtes ist Kirchberg. Simmern-Trarbach ist der kleinste der 38 Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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