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Rhein-Hunsrück

Hohes Energiesparpotenzial im Kreis

Eine vierköpfige Familie könnte im Jahr fast 1000 Euro Heizkosten sparen, wenn alle Altbauten im Rhein-Hunsrück-Kreis auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht würden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die erstmals das Energiesparpotenzial für den Wohnungsmarkt im Rhein-Hunsrück-Kreis ermittelt hat.

Im Rhein-Hunsrück-Kreis steckt noch viel Energiesparpotenzial. Würden alle älteren Häuser gedämmt, wie hier in Dill, könnte eine vierköpfige Famile fast 1000 Euro per anno sparen.
Im Rhein-Hunsrück-Kreis steckt noch viel Energiesparpotenzial. Würden alle älteren Häuser gedämmt, wie hier in Dill, könnte eine vierköpfige Famile fast 1000 Euro per anno sparen.
Foto: Werner Dupuis

Rhein-Hunsrück – Eine vierköpfige Familie könnte im Jahr fast 1000 Euro Heizkosten sparen, wenn alle Altbauten im Rhein-Hunsrück-Kreis auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht würden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die erstmals das Energiesparpotenzial für den Wohnungsmarkt im Rhein-Hunsrück-Kreis ermittelt hat.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass sich pro Jahr mehr als 316 000 Megawattstunden an Energie sparen lassen. Umgerechnet auf die Einwohner im Landkreis würde dies einer jährlichen Einsparung von 307 Litern Heizöl pro Kopf entsprechen. Rechnet man 80 Cent pro Liter, käme ein Vierpersonenhaushalt auf 982,40 Euro Euro, die unterm Strich mehr im Geldbeutel sind.
Das geht aus Berechnungen hervor, die das Pestel-Institut für Systemforschung aus Hannover zusammen mit der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“ (Arge) gemacht hat. Die Untersuchung wurde für den Deutschen Mieterbund (DMB), die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), den Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) durchgeführt, die sich in der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen haben.
„Ziel ist es, das enorme Potenzial, das der Wohnungsbau beim Energiesparen bietet, zu nutzen“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Immerhin gingen rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf das Konto von Gebäuden. „Insbesondere bei Nachkriegsbauten sind die Heizkosten enorm – und sie werden weiter steigen. Wenn gerade für Einkommensschwache das Wohnen künftig noch bezahlbar bleiben soll, dann führt kein Weg an der energetischen Gebäudesanierung vorbei“, sagt Günther.
Auch die Investitionen für eine umfassende Gebäudesanierung haben die Wissenschaftler errechnet – und zwar für den kompletten Wohnungsbestand, der bis Ende der 70er-Jahre gebaut worden ist: 1,33 Milliarden Euro sind demnach notwendig, um die Altbauten im Rhein-Hunsrück-Kreis auf das „Wärmesparniveau“ zu bringen, das nach der Energieeinsparverordnung für Neubauten („Effizienzhaus 100“) vorgeschrieben ist. „Das ist Geld, von dem in erster Linie die heimische Bauwirtschaft profitieren würde“, betont Günther. Damit könnten im Rhein-Hunsrück-Kreis für die nächsten 30 Jahre sogar mehr als 440 neue Arbeitsplätze auf dem Bau dauerhaft geschaffen werden, rechnet das Pestel-Institut vor.

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