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Holzappel

Unglück im Herthasee: Schwimmerin (69) kann nur noch tot geborgen werden

Andreas Egenolf

Die Hoffnung, die 69-jährige Schwimmerin, die am Donnerstag im Herthasee verschwunden ist, noch lebend zu bergen, war sehr gering. Am Freitagmorgen gab es dann die traurige Gewissheit: Die Frau aus der Verbandsgemeinde Diez konnte nur noch tot aus dem beliebten Badesee gezogen werden.

Nachdem die Suche nach der Vermissten mit rund 40 Rettungskräften am Donnerstagnachmittag aufgrund eines Gewitters zunächst unterbrochen worden war, wurde am Abend gegen 17.30 Uhr ein erneuter Versuch gestartet. Zudem wurde mittels eines Stahlseils und zwei Traktoren der Ortsgemeinde Holzappel ein Teil der Seealgen vom Grund des Herthasees abgetragen, sodass die Taucher freie Sicht hatten. Während diese Maßnahme am ersten Tag bis zum Abbruch der Suchmaßnahme gegen 20 Uhr zu keinem Erfolg führte, sah es da am zweiten Tag, an dem die Suche gegen 8.30 Uhr wieder aufgenommen wurde, besser aus. Hinzukommt, dass aufgrund der Zeugenaussagen, unter anderem eines Ersthelfers der DLRG, das Suchgebiet im Herthasee noch einmal näher betrachtet und geringfügig erweitert wurde. Das führte gegen 11.20 Uhr letztlich mit zum Auffinden der Leiche wenige Meter von der Badeinsel entfernt. „Nach vier Minuten konnte unser Taucher die Vermisste finden“, sagte Bastian Heberling vom DLRG Diez. Der herbeigerufene Arzt konnte letztlich nur noch den Tod der Frau feststellen, die Helfer der DLRG zwischenzeitlich an das Seeufer gebracht hatten. Woran die Schwimmerin letztlich starb, muss noch geklärt werden.

Mit dem Fund des Leichnams war auch klar, dass das für Freitag und Samstag geplante Metal-Festival Mahlstrom Open Air auf der Liegewiese am Herthasee definitiv stattfinden kann. Die Veranstalter um Frederick Range hatten bereits am frühen Freitagmorgen, noch bevor der Leichnam der 69-jährigen Frau gefunden wurde, per Facebook den Angehörigen ihre Anteilnahme ausgesprochen. „Aus Pietätsgründen haltet euch bitte vom Seeufer fern und unterlasst Aufnahmen von Personen, die sich in diesem Bereich aufhalten“, appellierten die Veranstalter an die Festivalgäste. Das Mahlstrom-Gelände wurde vorsorglich zudem mit Bauzäunen umzäunt und mit Sichtschutzwänden in Richtung des Sees versehen.

Während es am Donnerstag und Freitag aufgrund der umfangreichen Suchmaßnahmen der Rettungskräfte keinen Badebetrieb im abgesperrten Herthasee gab, soll dieser aller Voraussicht nach am Samstag wieder aufgenommen werden.

Von unserem Reporter Andreas Egenolf

Diez
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