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    Zollhaus/Katzenelnbogen

    Kontrolle: Illegale Schliem-Raser ausbremsen

    Mehrere verheerende Unfälle haben sich in den vergangenen Monaten im Bereich der Bundesstraße 274 von Zollhaus nach Katzenelnbogen, der Schliem, ereignet. Dabei starb ein Jugendlicher. Matthias Lammert, Landtagsabgeordneter und innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hat sich daher an den Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez, Lutz Nink, gewandt, und Vorschläge unterbreitet, um die Probleme, die dort „vor allem wegen Raserei“ entstehen, zu lösen.

    Die Fahrbahn auf der B 274 zwischen der Abfahrt zur Burg Hohlenfels und Zollhaus ist in einem schlechten Zustand. Nachdem der Ausbau des zweiten Abschnitts mehrfach verschoben wurde, sollen die Arbeiten im Herbst beginnen. Foto: Uli Pohl
    Die Fahrbahn auf der B 274 zwischen der Abfahrt zur Burg Hohlenfels und Zollhaus ist in einem schlechten Zustand. Nachdem der Ausbau des zweiten Abschnitts mehrfach verschoben wurde, sollen die Arbeiten im Herbst beginnen.
    Foto: Uli Pohl

    Ein Bürger aus Mudershausen habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es nach der Erneuerung der B 274 zwischen der Einfahrt zur Hohlenfels und Allendorf „illegale Rennen insbesondere von Motorradfahrern gibt“. Lammert unterstreicht: „Dies stört zunehmend und ist sowohl für andere Verkehrsteilnehmer als auch für die benannten Rowdys sehr gefährlich.“

    Lammert gab die Idee des Bürgers weiter, für die Teilstrecke eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer einzurichten und Rüttelstreifen zu installieren. Darunter versteht man Seitenstreifen mit eingefrästem Profil: Beim Überfahren mit dem Fahrzeugreifen entstehen Vibrationen und Geräusche, die den Fahrzeugführer auf Gefahren oder seine Unachtsamkeit aufmerksam machen. Lammert verweist darauf, dass Rüttelstreifen beispielsweise im Vogelsbergkreis an der Strecke Schotten und Laubach an der B 276 erfolgreich eingesetzt werden. Bei LBM-Leiter Lutz Nink traf Matthias Lammert mit seinem Schreiben zu den illegalen Motorradrennen in der Schliem auf offene Ohren: Aufgrund der tragischen Unfälle und entsprechender Reaktionen aus der Bevölkerung ist der LBM für das Thema sensibilisiert und hat einen Ortstermin durchgeführt. Daran nahmen Vertreter des LBM, der Polizei und der Verkehrsbehörden der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltungen teil (die RLZ berichtete). Damals wurde beschlossen, dass die Polizei die Strecke künftig regelmäßig kontrolliert. Die Polizei Montabaur hat eine Einheit, die eigens dazu geschaffen wurde, Motorradstrecken zu überwachen.

    Zunächst führt der LBM verdeckte Geschwindigkeitsmessungen und Zählungen durch, um Daten zu erheben, dann beginnen die Polizeikontrollen. Zu den Vorschlägen in Lammerts Schreiben äußert sich der LBM-Leiter gegenüber dem Abgeordneten noch zurückhaltend: „Inwieweit später weitere Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Problematik in den Griff zu bekommen, ist abhängig von der Wirkung der nun getroffenen Entscheidungen und bleibt zunächst abzuwarten.“

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

    Ausbau des zweiten Abschnitts beginnt im Herbst

    Nachdem 2015 der erste Abschnitt der Sanierung der Bundesstraße 274 zwischen Allendorf und der Abfahrt zur Burg Hohlenfels erfolgte, soll nun nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) der Ausbau des zweiten Abschnitts von der Einmündung zur Hohlenfels bis nach Zollhaus erfolgen.

    „Die Ausschreibung für die Sanierung der B 274 wird in den kommenden Tagen veröffentlicht. Geplant ist, dass wir Ende Oktober bis Anfang November mit den Fels- und Erdarbeiten zur Verbreiterung der Straße beginnen“, berichtet Lutz Nink. Über den Winter soll die Straße dann noch einmal für den Verkehr freigegeben werden, bevor der Ausbau ab Frühjahr 2018 abgeschlossen werden soll. Ein genaues Zeitfenster liegt jedoch noch nicht vor. Neben der Verbesserung der Sicht und der Kurvenradien wird die Fahrbahn auch im zweiten Abschnitt auf 6,50 Meter verbreitert.

    Im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 274 steht die Sanierung der Kreisstraße in den Ortsdurchfahrten Mudershausen und im Ortsteil Bonscheuer mit der freien Strecke zwischen Bonscheuer und Mudershausen. Obwohl die offizielle Umleitung über Reckenroth führte, nutzten während des ersten Bauabschnitts ortskundige Autofahrer, darunter auch Schwerverkehr, die kürzere Strecke über die K 55 nach Mudershausen und weiter in den Einrich. Ähnlich sieht es wahrscheinlich auch beim zweiten Bauabschnitt aus. Da die Fahrbahn während der Bauarbeiten auf der B 274 in Mitleidenschaft gezogen wird, steht die Sanierung der K 55 dann im Jahr 2019 auf dem Programm. Uli Pohl

    Diez
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