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    Katholische Kirche gegen christliche Tierbestattung

    Die katholische Kirche lehnt christliche Bestattungen von Haustieren grundsätzlich ab. Das Bistum reagierte damit auf eine Initiative des Pfarrers Jens Feld von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der in seinem Buch „Tiere haben eine Seele – Menschen einen Gott“ für Tierbestattungen und Trauerfeiern plädiert hatte.

    Der evangelische Pfarrer Dr. Jens Feld lebt von Jugend an mit Tieren. Besonders die kleinen Dackelwelpen von Hündin Frieda hat er ins Herz geschlossen. Jetzt fordert er in einem Buch unter bestimmten Voraussetzungen christliche Bestattungen für Tiere. Die katholische Kirche ist dagegen. Foto: Stephanie Kühr
    Der evangelische Pfarrer Dr. Jens Feld lebt von Jugend an mit Tieren. Besonders die kleinen Dackelwelpen von Hündin Frieda hat er ins Herz geschlossen. Jetzt fordert er in einem Buch unter bestimmten Voraussetzungen christliche Bestattungen für Tiere. Die katholische Kirche ist dagegen.
    Foto: Stephanie Kühr

    Limburg/Trier - Die katholische Kirche lehnt christliche Bestattungen von Haustieren grundsätzlich ab. Das Bistum reagierte damit auf eine Initiative des Pfarrers Jens Feld von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der in seinem Buch „Tiere haben eine Seele – Menschen einen Gott“ für Tierbestattungen und Trauerfeiern plädiert hatte.

    Im Gegensatz dazu sprachen sich die Bistümer Limburg und Trier jetzt klar gegen eine solche Bestattungskultur für Tiere aus. „Ein christliches Begräbnis, das besonders das Person-Sein des Menschen herausstellt, ist dem Menschen vorbehalten und für ein Tier nicht angemessen“, sagte die Pressesprecherin des Bistums Limburg, Patricia Arndt, gegenüber unserer Zeitung. „Als Geschöpfe Gottes haben Tiere eine eigene Würde. Deshalb ist ein verantwortlicher Umgang mit Tieren absolut geboten“, sagte sie weiter. Dabei sieht die katholische Kirche die seelsorgerliche Notwendigkeit, Menschen beizustehen, deren Haustier stirbt. „Menschen erleben Tiere, insbesondere Haustiere, als enge Gefährten und empfinden Trauer, wenn die Tiere sterben. Wenn Menschen trauern, brauchen sie Zuspruch und Trost“, unterstrich die Pressesprecherin des Bistums Limburg. Die Kirche habe auch die Aufgabe, Menschen in dieser Trauererfahrung zu begleiten. Doch im christlichen Sinne bestehe der zentrale Unterschied des Menschen zum Tier darin, dass der Mensch sich frei entscheiden und selbstbestimmt handeln kann, machte Arndt klar. „Diese Eigenschaften machen den Menschen zur unverwechselbaren Person. Tiere sind in diesem Sinne keine Personen, weil sie nicht selbstbestimmt und frei handeln und entscheiden können“, erläuterte Arndt die ablehnende Position des Bistums Limburg.
    Die EKHN ist grundsätzlich offen für den Vorschlag ihres Pfarrers Jens Feld. „Der Kirchenleitung ist bewusst, dass Haustiere ihren Haltern sehr ans Herz wachsen. Der Tod dieser Tiere kann tiefe Trauer auslösen“, sagte EKHN-Pressesprecher Stephan Krebs. Wenn Betroffene in dieser Situation seelsorgerliche Hilfe wünschen, könnten evangelische Seelsorger helfen. „Dafür sind Gespräche sicherlich eine gute Möglichkeit“, sagte Krebs. Abschiedsrituale seien dafür bislang nicht üblich. „Deshalb gibt es in der EKHN dafür auch keine Regeln und Vorgaben. Wenn ein Pfarrer oder eine Pfarrerin aus der persönlichen seelsorgerlichen Verantwortung heraus ein solches Abschiedsritual für sinnvoll hält, kann er oder sie dies tun“, sagte Krebs. Einzige Einschränkung: „Das Ritual müsste sich deutlich von der Bestattung von Menschen unterscheiden.“ Stephanie Kühr

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