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Hahnstätten

Info-Treffen: Nachbarschaftshilfe kommt (noch) nicht ins Rollen

Die Gründung eines Nachbarschaftshilfevereins in der Verbandsgemeinde Hahnstätten ist zunächst vertagt. Zur ersten Informationsveranstaltung des Seniorenbeirats erschienen rund ein Dutzend interessierte Bürger, die einen Verein unterstützen möchten oder sich über die Aufgaben in der Nachbarschaftshilfe informieren wollten. Initiiert hatte die Veranstaltung der Seniorenbeirat, der zuvor intern die Möglichkeiten einer Vereinsgründung und die Hilfeleistungen erarbeitete.

„Wir haben eine generelle Zustimmung zu einer Einrichtung einer Nachbarschaftshilfe erfahren. Nun geht es darum, weitere Bürger zu finden, die helfen wollen oder den Verein unterstützen“, sagte Ingo bück, der federführend für die Arbeitsgruppe aus dem Beirat sprach. Am Mittwoch, 29. November, 18 Uhr, kommt es im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde zu einer zweiten Infoveranstaltung. Bis dahin sollen potenzielle Mitstreiter in den einzelnen Orten der Verbandsgemeinde gezielt angesprochen werden, damit der Verein auf eine breite Basis gestützt, seine Arbeit beginnen kann. „Im Januar folgt ein weiteres Treffen, danach ziehen wir Bilanz“, so Ingo Bück.

Im Vorfeld hatte der Seniorenbeirat immer wieder betont, dass er die Nachbarschaftshilfe nur anstoßen möchte, den Verein aber nicht selbstständig führen möchte (die RLZ berichtete). „Die Nachbarschaftshilfe soll kein Arbeitskreis des Seniorenbeirats werden“, betonte Bück.

Jetzt kommt es auf die weitere Resonanz an, die dafür ausschlaggebend ist, ob ein Verein gegründet wird oder ob die Initiative auf Eis gelegt wird. Die erste Infoveranstaltung lässt den Seniorenbeirat jedoch hoffen, dass die für Anfang 2018 angestrebte Vereinsgründung gelingen kann. Einige der interessierten Besucher sowie auch Mitglieder des Seniorenbeirats ließen ein mögliches Engagement bereits erkennen. Ingo Bück und Silke Löhr aus dem Mehrgenerationenhaus im Kreml erläuterten in dem Treffen die Aufgaben und Ziele der Nachbarschaftshilfe. Dabei sollen sich Menschen zusammenschließen, die auf der einen Seite willens und in der Lage sind, ehrenamtlich in alltäglichen Lebenslagen Hilfe anzubieten, auf der anderen Seite aber auch solche, die Hilfeleistungen in Anspruch nehmen wollen.

Dabei handelt es sich um Fahr-, Begleit- und Besuchsdienste, kleine handwerkliche Arbeiten wie Bilder, Gardinen oder Regale aufhängen, kurzfristige Unterstützung im Haushalt oder bei der Betreuung von kranken Angehörigen, Kindern oder Haustieren, Hilfe beim Schriftverkehr und mehr. Das Spektrum ist groß und lässt sich erweitern. Auf keinen Fall soll der Verein mit bestehenden Hilfseinrichtungen und gewerblichen Angeboten konkurrieren, sondern vielmehr Lücken füllen, die trotz funktionierender gutnachbarschaftlicher Beziehungen auftreten und als schmerzlich empfunden werden. Sicher sei es in der Anfangsphase nötig, so Ingo Bück, den Hilfesuchenden zuzurufen.

Im Vorfeld hatte die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirats Erfahrungen gesammelt, Nachbarschaftshilfe-Vereine in der Region angesprochen und besucht, dabei unterschiedliche Modelle kennengelernt, teils mit Bezahlung der Hilfeleistungen in barer Münze, teils mit Punktesystem arbeitend. Für Hahnstätten ist ins Auge gefasst, dass die Helfer ehrenamtlich arbeiten, ihre Auslagen aber ersetzt bekommen. Alle Beteiligten müssen – bei geringem Jahresbeitrag – Vereinsmitglieder sein.

Es sei wichtig, so früh wie möglich Mitstreiter zu finden, die sich der Logistik annehmen, Anrufe entgegennehmen, in der Einsatzzentrale die geeigneten Helfer finden, beide Seiten zueinander bringen, die Einsätze verwalten und Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Nach Auffassung des Seniorenbeirats sei diese Tätigkeit besonders für Menschen geeignet, die nach Eintritt in den beruflichen Ruhestand eine neue, sinnvolle Betätigung suchten.

„Eine Vereinsspitze zu finden, wird nicht einfach sein“, meinte VG-Bürgermeister Volker Satony, der die Initiative des Seniorenbeirats begrüßt und im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen will. Die Vorarbeiten laufen also weiter. Wer Interesse an der Gründung eines Nachbarschaftshilfe-Vereins hat und mehr darüber wissen möchte, kann sich an jedes Mitglied des Seniorenbeirats der VG Hahnstätten beziehungsweise an die Ansprechpartner der Arbeitsgruppe wenden. up

Kontakt: Ingo Bück, Telefon 06430/928.429, E-Mail an 2732-404@online.de oder Silke Löhr, Telefon 06430/929724, E-Mail silke.loehrkreml-kulturhaus.de

Diez
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