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Heistenbach

Feier wird geplant: 2019 mit Heistenbacher Sekt aufs Jubiläum anstoßen

Heinz Burkhard Westerweg

Die Zeit wird zurückgedreht: Historischer Flohmarkt, Kinderspiele ohne Technik, zum Abschluss ein historisches Theaterstück – einzig bei den Vorbereitungen für das 700-jährige Bestehen im kommenden Jahr richtet der Kulturausschuss in Heistenbach den Blick in die nahe Zukunft.

2019 feiert Heistenbach 700-jähriges Bestehen. Der Diezer Maler Georg Kolletzki zeichnete den idyllischen Ort.
2019 feiert Heistenbach 700-jähriges Bestehen. Der Diezer Maler Georg Kolletzki zeichnete den idyllischen Ort.
Foto: Heinz Burkhard Westerweg

Das Konzept steht, jetzt werden die Detailplanungen vorangetrieben. Unter der Schirmherrschaft des früheren Verbandsgemeindebürgermeisters Franz Klöckner möchte die Ortsgemeinde 2019 ausgiebig Geburtstag feiern und das Ereignis mit dem 125-Jährigen des Sportvereins verbinden. Der Festkommers am 11. Mai soll gemeinsam gefeiert werden mit Liveband, Musik und Tanz. Zu den Festveranstaltungen werden die Gastgeber ein Tröpfchen Heistenbacher Sekt kredenzen. So lange der Vorrat reicht, darf auch der Keller zu Hause aufgefüllt werden …

Gleich am 26. Januar, zum Auftakt, wird sich die Gemeinde der Tradition verpflichtet fühlen und eine Stele aufstellen, die mit Ortswappen und Jahreszahlen an das Ereignis erinnert. Bis in die 60er-Jahre hinein wurde in der Gemarkung eigener Marmor gebrochen. Der Posaunenchor St. Peter wird die Zeremonie musikalisch begleiten. Festlich geht es beim Doppeljubiläum im Mai zu, dann kommen auch die Gäste mit ihren Grußbotschaften zu Wort. Tags drauf, am 12. Mai, soll ein internationaler Frühschoppen mit Musik Einwohner und Besucher unterhalten. Zur Musik gibt’s, so stellt sich der Kulturausschuss als Organisationsorgan den Ablauf vor, internationales Essen und Trinken. Bei der Durchführung hofft das Team um Ortsbürgermeister Peter Solbach auf ausländische Mitbürger, die seit vielen Jahren im Ort leben. Den Ton soll der Musikverein „Die Löwen“ aus Nentershausen angeben.

Der Kulturausschuss – hier mit dem Schirmherrn Franz Klöckner (2. von links) – organisiert die Jubiläumsfeier und treibt nach vollendetem Konzept die Detailplanungen voran.
Der Kulturausschuss – hier mit dem Schirmherrn Franz Klöckner (2. von links) – organisiert die Jubiläumsfeier und treibt nach vollendetem Konzept die Detailplanungen voran.
Foto: Heinz Burkhard Westerweg

Fortsetzen sollen sich die Jubiläumsfeierlichkeiten, die von einer Festschrift mit Ausschnitten aus der Dorfchronik und geschichtlichen Daten begleitet werden, mit einem historischen Flohmarkt in den Straßen rund um das Rathaus. Zeitgleich wird die Ortsfeuerwehr das traditionelle Erbsensuppenessen ausrichten. Zum Tag des Kindes soll in Heistenbach der 25. August werden. Alte Spiele, ganz ohne Smartphone und moderne Technik, verspricht Peter Solbach für das auf den Nachwuchs der Ortschaft ausgerichtete Fest. Nach vielfältigen Angeboten rund um das Rathaus wird es eine Siegerehrung geben.

Die Kirmes am 29. September möchte der Kulturausschuss im nächsten Jahr breiter aufziehen. Im Festzelt vor der Gaststätte Unkelbach folgt einem ökumenischen Gottesdienst mit Posaunenchor ein geselliges Beisammensein bei einem Frühschoppen. Erwartungsvoll sehen die Organisatoren dem 20. Oktober entgegen. Mit einer Gewerbeschau möchten die Veranstalter Firmen aus dem Ort und dem Gewerbegebiet Petersfeld eine Plattform zur Darstellung bieten. Das Potenzial für den Termin an der Lindenhalle erscheint nicht schlecht – allein im Ort sind 138 gewerbetreibende Unternehmungen angesiedelt.

Nach zwei Jahren Zwangspause soll das Lindentheater gemeinsam mit dem TuS im Dezember den Schlusspunkt setzen. Für die historische Aufführung fehlt derzeit aber noch das passende Stück. Flankiert wird das Dorfjubiläum von einer Fotoausstellung mit historischen Aufnahmen.

Von unserem Mitarbeiter Heinz Burkhard Westerweg

Keltische Hügelgräber belegen frühe Siedlung

Heistenbach wird erstmals am 4. März 1319 in einer Urkunde des St.-Marienstifts zu Diez erwähnt. Es liegt teilweise im kleinen Talausschnitt des Heistenbachs mit angrenzendem Wald.

Die erste Besiedlung liegt völlig im Dunkeln. Keltische Hügelgräber, die heute noch erkennbar sind, wurden in erreichbarer Nähe der Gehöfte angelegt. Dies lässt vermuten, dass die heutige Gemarkung schon vor Christi Geburt stark, aber nicht unbedingt dauerhaft besiedelt war. Die Gründung des Dorfes könnte im 12. oder 13. Jahrhundert erfolgt sein. Bis 1883 wurde Eisen- und Manganerz abgebaut. Ab 1872 bis etwa 1963 wurde in Heistenbach Kalk, teilweise als Marmor, abgebaut. Ferner wurden Ziegelsteine gebrannt. Auch eine Rotgerberei wurde von 1845 bis Anfang der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts betrieben. Heistenbach hat inzwischen rund 1200 Einwohner. hbw

Diez
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