40.000
Aus unserem Archiv
Limburg

Domplatte: Wie geht’s mit dem alten Friedhof weiter?

Die Limburger Stadtverordnetenversammlung hat den Vorschlägen zur Umgestaltung des alten Friedhofs auf dem Domplateau zugestimmt. Nun sollen die Pläne den Bewohnern der Altstadt vorgestellt werden. Man darf gespannt sein, ob sie mit allem einverstanden sind.

Auf dem Areal wachsen Bäume und Büsche wild, verdecken Grabmale und beschädigen sie auch. Mit der Umgestaltung soll die alte Gehölzstruktur wieder stärker zum Tragen kommen.  Foto: Stadt Limburg
Auf dem Areal wachsen Bäume und Büsche wild, verdecken Grabmale und beschädigen sie auch. Mit der Umgestaltung soll die alte Gehölzstruktur wieder stärker zum Tragen kommen.
Foto: Stadt Limburg

Ein Teil des Domplateaus soll Anfang kommenden Jahres umgestaltet werden. Bei der Veranstaltung können Bürger ihre Anregungen einbringen, die auch protokolliert werden. Gibt es gegenüber den vorgestellten Plänen wesentlichen Änderungsbedarf vonseiten der Bürger, wird dies dem Ortsbeirat vorgelegt, der dann darüber zu befinden hat.

Staudenbeete, Klostergärtchen, Sonnensofa oder auch die Nutzbarmachung des Lahnbalkons sind Schlagworte aus dem Konzept zur Verbesserung des Domplateaus, das die Verwaltung mit Unterstützung von Fachplanern den Gremien der Stadt vorgelegt hat. Die Stadtverordnetenversammlung hat diesem Konzept einstimmig zugestimmt. Die Wegestruktur auf dem alten Friedhof soll erhalten bleiben und grundsätzlich auf Wege mit einer Breite von zwei Metern ausgebaut werden. Ziel ist es zudem, das Areal behindertengerecht zugänglich zu machen.

Der Parkplatz entlang der Domstraße bleibt erhalten, die vorhandenen 25 Stellplätze bleiben bestehen. Zum Konzept gehören auch sogenannte „grünordnerische Maßnahmen“. Wild gewachsene Bäume, vor allem Nadelhölzer, werden entfernt, auch um die alten Gehölzstrukturen besser zur Geltung zu bringen. Zudem gilt es, Sichtbeziehungen wiederherzustellen. Der westliche Friedhofsbereich soll als Liege- und Erholungswiese genutzt werden und erhält dazu Sitz- und Liegemöbel. Zudem sind dort Staudenbeete und ein kleines Kräutergärtchen vorgesehen.

Die wenigen Grabmale auf der Wiese sollen in den östlichen Bereich zu den dort vorhandenen Gräbern zusammengefasst werden. Die städtischen Grabplatten aus dem Schlosshof sollen an der Nordwestseite auf einem kleinen Platz als stehende Platten in eine Mauer eingelassen werden. Auf der Nordseite ist ein Aussichtspunkt vorgesehen. Der westlich der Michaelskapelle vorhandene Lahnbalkon ist aktuell nicht zugänglich und völlig verwildert. Das soll sich ändern. Mit Bänken und Pergola soll es in Zukunft möglich sein, von dort aus einen schönen Blick auf das Lahntal und die Rabeninsel zu genießen. Die Fläche unterhalb des Kiosks und der Toilettenlage entlang der Domstraße ist nicht Bestandteil des vorgelegten Konzepts.

Die Umgestaltung des alten Friedhofs ist Gegenstand der Informationsveranstaltung, zu der der Magistrat die Bürger der Altstadt für Donnerstag, 21. Juni, einlädt. Beginn ist um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Lichtkonzept abgestimmt

Zu dem Konzept der Umgestaltung gehört auch eine entsprechende Ausstattung des Areals mit einer Beleuchtung. Die vorgesehenen Leuchten sind relativ niedrig gehalten, um das Gesamtbild im Umfeld des Doms nicht zu beeinträchtigen.

Eine helle Ausleuchtung des Lahnbalkons ist ebenso vorgesehen wie ein Anstrahlen von Bäumen, der Michaelskapelle oder auch der Grabplatten.

Diez
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
epaper-startseite