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    Abi 2012: In der Teeküche Rezept für Gemeinsinn entwickelt

    Einen festlichen Abi-Ball haben die Schüler des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums gefeiert. Die Abiturienten hatten das Fest nicht nur akribisch organisiert. Sie sorgten auch für das komplette Musikprogramm des Abends.

    Diez/Limburg - Einen festlichen Abi-Ball haben die Schüler des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums gefeiert. Die Abiturienten hatten das Fest nicht nur akribisch organisiert. Sie sorgten auch für das komplette Musikprogramm des Abends.

    Viele Köche verderben den Brei? Oh nein, das ist längst nicht immer so. Die Jahrgangstufe 13, der Abi-Jahrgang 2012 des Diezer Sophie-Hedwig-Gymnasiums, hat gezeigt, dass Gemeinschaftssinn aus der Teeküche ein gutes Rezept sein kann, den Schulalltag zu meistern, ein von gegenseitigem Respekt getragenes, entspanntes Verhältnis zu den (meisten) Lehrern zu entwickeln und dabei ein Engagement zu zeigen, das das Leben in der Schule und darüber hinaus geprägt hat und Eindruck hinterlässt. Ganz am Ende der Schullaufbahn des Diezer Gymnasialjahrgangs 2012 wurde das noch einmal beim Abi-Ball am vergangenen Freitag deutlich. Als Schulleiter Gerhard Lambertz all diejenigen auf die Bühne rief, die sich während der Schulzeit in irgendeiner Weise ausgezeichnet oder verdient gemacht hatten, stand mehr als der halbe Jahrgang im Rampenlicht. Ein weiteres Indiz für einen ungewöhnlichen aktiven und begabten Jahrgang: Das Musik- und Unterhaltungsprogramm des von den Gymnasiasten organisierten Abends in der Limburger Stadthalle, zum zweiten Mal als Veranstaltungsort gewählt, wurde komplett von den Schülern selbst gestaltet – selbstbewusst, anspruchsvoll, unterhaltsam und einfach gut sprach es für sich. Dem Schulleiter gefiel das: „Es macht einen guten Jahrgang aus, gemeinsam zu planen und eine gelungene Feier zu erleben. Dafür habt ihr Applaus verdient“,  sagte Lambertz.

    Die Keimzelle für das ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl des Jahrgangs lag also offensichtlich tatsächlich in der Teeküche der Schule, die – viel zu klein, um alle Schüler zu beherbergen – vom scheidenden 13er-Jahrgang dem Vernehmen nach ziemlich dominant annektiert worden war und erst jetzt nachfolgenden Oberstufenschülern zur freien Verfügung steht und ihnen den Raum öffnet, ähnliche Qualitäten wie ihre Vorgänger zu entfalten; man darf gespannt sein.

    Heiko Ohl, zu dem viele der Schüler ein fast freundschaftliches, aber dennoch (oder gerade deshalb) respektvolles Verhältnis entwickelt haben und ihm sogar ein eigenes Video widmeten, betonte in seiner Abi-Ball-Rede, die er sich mit seinen Sportkollegen Alexander Stahl und Jörg Rammner aufteilte, das Zwischenmenschliche, das Außerschulische, das dieser Jahrgang an den Tag gelegt habe und das vielleicht wichtiger sei als das Einpauken von Formeln und Vokabeln. „Ihr habt Gesellschaftsfähigkeit bewiesen. Das ist ein ganz wichtiger Baustein in eurem Leben“, sagte Ohl. Lob gab es auch von Alexander Stahl: „Ihr habt das Schulleben geprägt, ihr werdet fehlen. Ihr wart ein Jahrgang, der es uns leicht gemacht hat.“

    Schulleiter Gerhard Lambertz blickte in die Zukunft, als er den Abiturienten empfahl, sich ein Stück Unbeschwertheit zu bewahren. Das bedeute auch, einzuplanen, dass im Leben nicht immer alles gut läuft. „Am Ende stellt sich die Frage: Was hast Du gemacht aus Deinem Leben“, sagte Lambertz und forderte die Schüler auf: „Macht was daraus!“

    Gemessen an den schulischen Leistungen haben das Verena Schöneberger, Dominik Meffert und Anabell Friedrich bislang am eindrucksvollsten geschafft. Sie sind die Jahrgangsbesten. Besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft zeichnet Melina Mehlmann und Maike Beule aus; beide wurden dafür geehrt. Zahlreiche weitere Schüler haben – jeder auf seine Weise – zu einem gelungenen Schulleben am Sophie-Hedwig-Gymnasium beigetragen. Das selbst gewählte Motto „Mitten im Schul-Leben“ des Jahrgangs 2012 kam nicht von Ungefähr – jetzt wird es darauf ankommen, mitten im Leben Qualitäten weiterzuentwickeln, die in und mit der Schule schon ein gutes Stück gereift sind. Das Reifezeugnis – die meisten der Diezer Schüler haben es sich ganz offensichtlich verdient.

    Der Kammerchor des Sophie-Hedwig-Gymnasiums unter Leitung von Albrecht Schneider, die Klaviersolisten Verena Schönberger und Philipp Skudlik, die Jahrgangsband mit Solistin Melina Mehlmann sowie ein Instrumentalquartett gestalteten den Abend musikalisch. Für die charmante und humorvolle Moderation sorgten Anabell Friedrich und Alexander Fink. Amüsant harmonierten zudem Jannik Fuhr und Sophie Möser bei der Schülerrede.

    Entspannt und ausgelassen haben die Schüler des Jahrgangs 2012 mit ihren Familien und Freunden den Abschluss ihrer Schulzeit gefeiert. Der Einsatz und die Mühen für den Ball hatten Früchte getragen: Leistung lohnt sich, das haben die jungen Leute am Sophie-Hedwig-Gymnasium allem Anschein nach verinnerlicht – und das sicher nicht nur im Schülerbiotop „Teeküche“. jgm

     

     

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